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Ein Mann hat offenbar Kopfschmerzen.
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Bei Magnesium-Mangel können Kopfschmerzen und Schwindel nur einige der möglichen Symptome sein. (Symbolbild)

Anzeichen und Ursachen

Magnesium-Mangel: Bei welchen Symptomen Sie reagieren sollten

  • Yannick Wenig
    VonYannick Wenig
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Magnesium ist für die Funktion sämtlicher Muskeln im menschlichen Körper verantwortlich – auch die des Herzmuskels. Bei Mangel treten bestimmte Symptome auf.

Frankfurt – Der menschliche Körper benötigt eine Vielzahl von lebenswichtigen Mineralstoffen. Einer davon ist Magnesium. Es ist für eine Vielzahl von Körperfunktionen unentbehrlich und gilt als das Knochen- und Muskelmineral. Bei einer Mangelversorgung reagiert der Organismus und es treten verschiedene Symptome auf. Die meisten davon sind harmlos und lassen sich mit einer ausgewogenen und gesunden Ernährung entgegensteuern. Aber wie drückt sich ein Magnesium-Mangel im Körper aus und worauf muss man bei der täglichen Zufuhr achten?

Magnesium ist essenziell für sämtliche Prozesse der Energiebereitstellung. Ohne den Mineralstoff könnte der menschliche Körper Kohlenhydrate und Fette, die wir über unsere Nahrung aufnehmen, nicht in Energie umwandeln. Ohne Magnesium könnten unsere Muskeln also nicht arbeiten. Es unterstützt den Informationsaustausch zwischen Nerven- und Muskelzellen und sorgt für hormonelles Gleichgewicht sowie feste Knochen und Zähne. Damit gilt aber auch: Verzeichnet der Körper einen Magnesium-Mangel, kann es zur Beeinträchtigung all dieser Prozesse kommen.

Gesundheit: Welche Symptome können bei einem Magnesium-Mangel vorliegen?

Je nach Ursache für die Unterversorgung mit dem Mineralstoff können unterschiedliche Symptome auftreten. Diese äußern sich zumeist im Herz-Kreislauf-System, in der Muskulatur und im zentralen Nervensystem des Körpers, wie die Pharmazeutische Zeitung (PZ) berichtet. Als Folge eines Magnesium-Mangels „können Gefühllosigkeit, Kribbeln in Händen und Füßen, Muskelschwäche, Zittern, Muskelkrämpfe und Herz-Rhythmus-Störungen auftreten“, heißt es vonseiten der PZ.

Auch dauerhafte Müdigkeit und Trägheit sowie Übelkeit bis hin zum Erbrechen können Betroffenen zu schaffen machen. Wird der Körper über einen großen Zeitraum nicht ausreichend mit dem Mineralstoff versorgt, kann das auch nach Jahren noch zu ernstzunehmende Symptomen wie Verkalkung der Blutgefäße und Nieren führen.

Die Krankenkasse AOK führt unter den Symptomen von Magnesium-Mangel außerdem depressive Verstimmungen, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Herzrasen auf. Ein eindeutiges Anzeichen für eine Unterversorgung mit Magnesium ist allerdings keines der genannten.

  • Häufige Symptome bei Magnesium-Mangel:
  • Krämpfe der Waden- und/oder Kaumuskulatur
  • Herzrhythmusstörungen, Herzklopfen und Herzrasen, Vorhofflimmern
  • unspezifische Beschwerden wie Abgeschlagenheit, Müdigkeit, innere Unruhe, Reizbarkeit
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Verdauungsbeschwerden wie Durchfall oder Verstopfung
  • depressive Verstimmungen
  • Taubheitsgefühle an Händen und Füßen
  • Durchblutungsstörungen
  • Quelle: AOK/ deine-gesundheitswelt.de

Als Ursache für eine Mangelversorgung des Körpers mit Magnesium gelten exzessiver Sport in Verbindung mit erhöhter Schweißproduktion, Stress, Alkoholismus, Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus oder chronische Erkrankungen des Verdauungsapparates wie Morbus Crohn. Oftmals ist auch einseitige und ungesunde Ernährung für einen Magnesium-Mangel verantwortlich. Denn: Der Mineralstoff kann von den Zellen nicht eigenständig produziert werden. Der Körper ist somit auf eine Zufuhr über die Nahrung angewiesen.

Magnesium-Mangel vorbeugen: Diese Lebensmittel können helfen

Somit tritt ein Magnesium-Mangel vor allem dann in Erscheinung, wenn der Körper, beispielsweise durch besonders schweißtreibende Bewegung oder Alkoholkonsum, viel Flüssigkeit – und damit auch Mineralien – verliert und die Nähstoffaufnahme über die Ernährung unzureichend ist. Auch Senior:innen sind häufig von der Unterversorgung betroffen, da ihnen „bei Herzproblemen oder Bluthochdruck Medikamente zur Entwässerung (Diuretika) verschrieben“ werden, wie verbraucherzentrale.de erklärt.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für eine erwachsene Frau genau wie die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (ESFA) eine tägliche Magnesiumzufuhr von 300 bis 350 Milligramm. Bei Männern beträgt der Wert 350 bis 400 Milligramm pro Tag. Je nach körperlicher Anstrengung und Stress steigt der Bedarf an Magnesium.

Um einem Magnesium-Mangel mittels Ernährung schnellstmöglich entgegenzuwirken, eignen sich besonders pflanzliche Lebensmittel. Obst wie Bananen oder Kiwis, grünes Gemüse wie Spinat, Grünkohl oder Brokkoli sowie Nüsse und Hülsenfrüchte verfügen über einen hohen Magnesiumgehalt. Außerdem stellen auch Vollkornprodukte eine gute Mineralstoffquelle dar. Genau wie bei der Vorbeugung eines Kalzium-Mangels eignet sich auch bei einem Magnesium-Defizit die erhöhte Flüssigkeitszufuhr mithilfe von Mineralwasser.

Nahrungsergänzungsmittel bei Magnesium-Mangel: Dosierung ist entscheidend

Viele Menschen greifen darüber hinaus aber auch zu magnesiumhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln. Wirklich nötig sind diese in den meisten Fällen aber nicht, da die meisten Menschen in Deutschland ihren täglichen Bedarf über ihre Ernährung decken können, so die Verbraucherzentrale. In jedem Fall sollte die Einnahme daher mit einer Ärztin oder einem Arzt besprochen werden. Denn auch eine Überdosierung von Magnesium als Folge der Supplementierung kann, genau wie bei Vitamin D oder Omega-3-Fettsäuren, einige unangenehme Nebenwirkungen zur Folge haben. „Eine typische Nebenwirkung bei höheren Dosen ist Durchfall“, erklärt die PZ. „Erbrechen, Schwindel und Müdigkeit sind ebenfalls möglich.“

Wie so oft gilt also auch bei einer Supplementierung mit Magnesium: Die Dosis macht das Gift. Laut einer Studie der Leibniz-Universität in Hannover wird der empfohlene Richtwert zur zusätzlichen Magnesiumaufnahme in 22 Prozent der Fälle überschritten.

Magnesium-Mangel lässt sich zumeist mit einer ausgewogenen Ernährung vorbeugen. Einige Lebensmittel eignen sich besonders.

Aus einer Untersuchung der Verbraucherzentralen im Jahr 2016 resultierte zudem, „dass 64 % der untersuchten magnesiumhaltigen Nahrungsergänzungsmittel eine höhere Menge enthielten als die vom Bundesinstitut für Risikobewertung empfohlene Tageshöchstdosis in Nahrungsergänzungsmitteln von 250 mg“, heißt es auf verbraucherzentrale.de. Bei einer weiteren Probe im Jahr 2020 lag der Wert noch immer bei 57 Prozent. Je höher eine Überdosierung ausfällt, desto gefährlicher können die Folgen werden. Wie die Verbraucherzentrale berichtet, kann eine Dosis von über 2500 Milligramm pro Tag sogar zu Blutdruckabfall oder Muskelschwäche führen. (yw)

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