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Lupus: Wie sich die Autoimmunkrankheit äußert und was die Ursachen sind

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Von: Clara Veiga Pinto

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Krankheit Lupus
Die Autoimmunkrankheit Lupus kann unter anderem zu vernarbten Hautentzündungen führen. (Symbolbild) © Marijan Murat/Picture Alliance

Lupus erythematodes ist eine Autoimmunkrankheit, die auch die Haut angreift. Das führt zu Hautentzündungen. Doch welche Anzeichen gibt es außerdem?

Frankfurt  – Das Immunsystem verteidigt den Menschen permanent gegen Viren und Bakterien und stärkt somit die Gesundheit. Manchmal macht es allerdings auch Fehler und greift den eigenen Körper an. Bei Autoimmunerkrankungen attackieren Immunzellen irrtümlich gesundes Gewebe.

So ist es auch bei Lupus erythematodes. Die chronische Erkrankung verläuft meist in Schüben und greift unter anderem die Haut an. Dabei verursacht sie vernarbte Entzündungen, beispielsweise im Gesicht. Dieses sogenannte Schmetterlingserythem erinnerte die Menschen früher an Wolfsbisse und gab der Krankheit deshalb den Namen Lupus (lateinisch für Wolf).

Lupus: Abläufe des Immunsystems sind gestört

Bei der Autoimmunkrankheit sind mehrere Abläufe des Immunsystems gestört, die dazu führen, dass Antikörper gegen körpereigene Zellbestandteile gebildet werden. Sie verursachen Entzündungen, die in den betroffenen Organen zu Funktionseinbußen und Gewebeschäden führen. Die Krankheit kann laut dem Fachportal MSD Manual in zwei Formen auftreten:

Arten von Lupus
Diskoider Lupus erythematodes (DLE)Betrifft haut und Organe
Subakut kutaner Lupus erythematodes (SCLE)Betrifft meist nur die Haut

Autoimmunkrankheit Lupus wirkt sich auf Haut und Organe aus

Diskoider Lupus erythematodes (DLE) ist eine Form von Lupus, die nur die Haut betrifft. Dabei entstehen laut MSD Manual scharf abgegrenzte, runde, rote Flecken auf der Haut, die abschuppen und an den betroffenen Stellen zu Narbenbildung und Haarausfall führen können. Der Hautausschlag konzentriert sich dabei auf Hautbereiche, die dem Licht ausgesetzt sind. Bei 10 Prozent der Erkrankten können klassische Lupus-Symptome, beispielsweise Gelenkschmerzen und Unterfunktionen einiger Organe auftreten.

Subakut kutaner Lupus erythematodes (SCLE) befällt vor allem die Haut, wo er großflächige, wiederkehrende und zeitweise abklingende Hautausschläge verursacht, die sich bei Sonneneinstrahlung verschlimmern. SCLE verursacht selten Narbenbildung. Häufig treten Erschöpfung und Gelenkschmerzen auf, doch in der Regel werden die inneren Organe nicht so stark geschädigt wie bei einem systemischen Lupus erythematodes, so das MSD Manual.

Symptome bei Lupus: Müdigkeit, Fieber und Gewichtsverlust

Neben den Hautentzündungen sind fast alle Betroffenen häufig müde und weniger leistungsfähig. Weitere Symptome sind laut dem Fachportal oft leicht erhöhte Temperaturen und Gewichtsverlust. Viele Betroffene würden zu Allergien neigen.

Als auslösende Faktoren für Krankheitsschübe gelten hormonell aktive Phasen wie Pubertät, Schwangerschaft und Wechseljahre. Auch Stress und Medikamente können laut dem Portal Deutsche Rheuma Liga Auslöser sein. 70 bis 90 Prozent der Betroffenen sind junge Frauen im gebärfähigen Alter, aber auch Mädchen und ältere Männer und Frauen. Die Ursache der Autoimmunkrankheit ist weitgehend unbekannt, berichtet MSD Manual.

Wenn die Krankheit von einem Arzt mit Bluttests festgestellt werden konnte, wird Lupus vor allem mit immunsuppressiven Medikamenten wie Kortison, Hydroxychloroquin und Azathioprin behandelt. (Clara Pinto)

Hinweis der Redaktion

Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

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