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Auf dem Foto entnimmt ein Laborant in einem Testzentrum des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung für eine bundesweite Corona-Antikörper-Studie ein Blutabnahmeröhrchen aus einem Rack.
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Die Forschung steht im Rahmen der Corona-Pandemie mehr denn je im Fokus.

Körper schützt sich selbst

Corona-Infektion: Plasmazellen könnten jahrzehntelang immunisieren

Geimpfte und Covid-Genesene treibt die Frage um, wie lange sie gegen Corona immun sind. Plasmazellen im Knochenmark könnten die Antwort geben, so Forschende. 

Eine Impfung gegen Covid-19 oder eine Corona-Infektion regen den Körper zur Bildung von Corona-Antikörpern an. Die Folge: Bei beiden Gruppen bricht die Krankheit nicht (mehr) aus oder verläuft milder. Doch Virusmutationen werfen seit Monaten die Frage auf, ob eine Corona-Impfung oder eine durchgemachte Erkrankung ausreichen für langfristigen Schutz. Wenn sich das Coronavirus verändern kann, muss dann wie bei der Grippe-Impfung der Impfstoff jedes Jahr angepasst werden? Und müssen sich Bürger/innen dann jedes Jahr aufs Neue gegen Corona immunisieren lassen? Forscher:innen weltweit beschäftigt dieses Thema.

In Hinblick auf Covid-Genesene macht eine neue Veröffentlichung Hoffnung auf lange anhaltenden Schutz. Einige bisher durchgeführte Studien hatten gezeigt, dass die Zahl der Antikörper nach einer durchgemachten Corona-Infektion bereits nach wenigen Monaten enorm niedrig sein kann*. Damit einher geht ein schlechterer Schutz vor einem erneuten Krankheitsausbruch. Doch die neue Veröffentlichung im Fachjournal Nature zeigt nun, dass nicht nur Antikörper, sondern auch Immunzellen im Knochenmark eine Rolle spielen. So soll die Immunität länger anhalten als bisher angenommen, wenn langlebige Plasmazellen im Körper verbleiben. Diese könnten dafür sorgen, dass die Antiköper-Produktion jederzeit wieder angestoßen werden kann, wie der Focus informiert. Die Gruppe von US-amerikanischen Forschenden, die die Studie veröffentlicht hatte, geht davon aus, dass Covid-Genesene noch mindestens ein Jahr danach immun sind. Manche wären vielleicht sogar ein Leben lang vor Corona geschützt, wie Focus.de berichtete. Eine Impfung verbessere den Schutz noch zusätzlich, heißt es weiter.

Immun nach Corona-Erkrankung? „Lebenslang ein immunologisches Gedächtnis gegen das Virus“

Den US-Wissenschaftlern zufolge liefere ihr Studienergebnis einen zentralen Beleg dafür, „dass wir wahrscheinlich, wenn man das positiv sieht, lebenslang ein immunologisches Gedächtnis haben gegen das Virus, das uns infiziert hat. Also genau die Variante von Sars-CoV-2, die uns infiziert hat, die vergisst unser Immunsystem nicht“, zitiert Focus die Studienleiter/innen. Um diese These zu stützen, müssten allerdings größer angelegte Studien folgen. Auch was die Erkenntnis in Hinblick auf die Notwendigkeit regelmäßiger Impfungen bedeutet, muss weiter erforscht werden.

Eine weitere Untersuchung, die ebenfalls Abwehrzellen von Covid-Genesenen analysiert hat, ist als Vorabveröffentlichung auf dem Preprint-Server BioRxiv erschienen. Die Essenz daraus: Bestimmte B-Gedächtniszellen würden mindestens zwölf Monate nach der Infektion noch im Körper reifen. Virologe Alexander Kekulé erklärt es im MDR-Podcast folgendermaßen: „Dabei reifen diese B-Lymphozyten so weit, dass eben am Schluss diese langlebigen Knochenmark-Zellen entstehen. Und wenn man die nachgewiesen hat, dann beweist das, dass das Immunsystem sozusagen alle Register gezogen hat bei der Produktion der Antikörper“. (jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Zur Studie

Weiterlesen: Herdenimmunität: Lange hieß es, 60 Prozent Geimpfte sind nötig, jetzt plötzlich 80 Prozent – Warum das neue Ziel?

Alltagsmasken und die Materialfrage

Wer sich eine Maske nähen will, muss sich zwischen einer Vielzahl von Stoffen entscheiden. Foto: Mascha Brichta/dpa-tmn
Wer sich eine Maske nähen will, muss sich zwischen einer Vielzahl von Stoffen entscheiden. Foto: Mascha Brichta/dpa-tmn © Mascha Brichta
Die Maske des Bekleidungsherstellers Maloja ist auf der Außenseite mit einer Behandlung auf Basis von natürlichen Silbersalzen überzogen - diese soll das Wachstum von Viren reduzieren. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
Die Maske des Bekleidungsherstellers Maloja ist auf der Außenseite mit einer Behandlung auf Basis von natürlichen Silbersalzen überzogen - diese soll das Wachstum von Viren reduzieren. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn © Zacharie Scheurer
Partikelfiltrierende Masken (FFP) müssen bestimmte Normen erfüllen. Foto: Friso Gentsch/dpa/dpa-tmn
Partikelfiltrierende Masken (FFP) müssen bestimmte Normen erfüllen. Foto: Friso Gentsch/dpa/dpa-tmn © Friso Gentsch
In medizinischen Mund-Nasen-Schutzmasken sind Vliese verarbeitet, die aufgrund ihrer Faserstruktur besonders gut filtern. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
In medizinischen Mund-Nasen-Schutzmasken sind Vliese verarbeitet, die aufgrund ihrer Faserstruktur besonders gut filtern. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn © Zacharie Scheurer
Zur Eindämmung der Corona-Pandemie gilt an vielen Orten eine Maskenpflicht. Foto: Christoph Soeder/dpa/dpa-tmn
Zur Eindämmung der Corona-Pandemie gilt an vielen Orten eine Maskenpflicht. Foto: Christoph Soeder/dpa/dpa-tmn © Christoph Soeder
Manche nutzen Alltagsmasken auch als modisches Accessoire - an entsprechenden Angeboten mangelt es nicht. Foto: Kirsten Neumann/dpa-tmn
Manche nutzen Alltagsmasken auch als modisches Accessoire - an entsprechenden Angeboten mangelt es nicht. Foto: Kirsten Neumann/dpa-tmn © Kirsten Neumann

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