Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Röntgenbilder einer PET/CT-Anlage, die einen Tumor in der Leber darstellen
+
Röntgenbilder einer PET/CT-Anlage, die einen Tumor in der Leber darstellen: Das Gerät erlaubt den Nachweis auch kleinster Tumore und Metastasen.

Streuen von Krebszellen stoppen

Durchbruch in der Krebsforschung? Diese Methode soll verhindern, dass sich Metastasen bilden

  • Juliane Gutmann
    VonJuliane Gutmann
    schließen

Krebs ist die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Forscher fanden jetzt einen neuen Therapie-Ansatz, der das Streuen von Krebszellen im Körper aufhalten soll.

  • Die meisten Todesfälle in Deutschland sind auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall zurückzuführen. Krebserkrankungen sind laut Statistischem Bundesamt die zweithäufigste Todesursache.
  • Frühzeitig erkannt, sind die Heilungschancen bei vielen Krebsarten heute sehr hoch. Doch je weiter der Krebs fortschreitet, desto höher die Gefahr der Mestastasierung – also der Verschleppung von Tumorzellen über das Blut oder die Lymphe in andere Körperbereiche oder -gewebe.
  • Damit verbunden ist die Gefahr, dass eine Krebstherapie nicht erfolgreich verläuft. Eine Gruppe deutscher Forscher will jetzt einen vielversprechenden Ansatz gefunden haben, der die Bildung von Metastasen verhindern soll.

Im Fall einer Krebserkrankung gilt: Je früher der Krebs – egal ob Hirn-, Brust- oder Prostatatumor* – erkannt wird, desto besser die Heilungschancen. Daher sollten Krebsfrüherkennungsuntersuchungen nicht vor sich hergeschoben werden. Die Medizin ist im Bereich der Krebstherapien bereits weit fortgeschritten: Neben ausgefeilten OP-Methoden stehen Medizinern Chemotherapie, Bestrahlung, Antikörper- oder Immuntherapie zur Verfügung. Doch Forscher sind nicht nur auf der Suche nach neuen, schonenden Krebstherapien. Damit es erst gar nicht zu fortgeschrittenen Krebsstadien kommt, liegt der Fokus der Forschung auch auf der Krebszelle selbst. So hat ein deutsches Team von Wissenschaftlern womöglich eine Methode gefunden, die Krebszellen isolieren und sie so vom Wandern in andere Körperareale abhalten kann.

Krebs-Metastasen verhindern: Forscher finden neuen Ansatz

Im Tierversuch hatten Forschende vom Deutschen Krebsforschungszentrum und der Medizinischen Fakultät Mannheim herausgefunden, dass ein bestimmter Botenstoff den Krebszellen das Wandern in andere Körperteile erleichtert. In ihrer im Fachblatt „Cancer Discovery“ veröffentlichten Studie bestätigten die Forscher, dass Krebszellen zunächst in nahegelegene Lymphknoten wandern und von dort aus andere Organe befallen.

Gewebeproben führten die Forscher schließlich zu der Erkenntnis, dass der Botenstoff Angiopoietin 2, der von Zellen in der Außenwand von Lymphgefäßen produziert wird, die Krebszellen bei ihrer Wanderung durch das Lymphsystem unterstützt. Als die Forscher Angiopoietin 2 blockierten, führte das im Mäuseversuch zum Absterben von Krebszellen. Auch signifikant weniger Metastasen hatten sich dadurch gebildet. Die Forscher sind zuversichtlich und können sich vorstellen, dass das Blockieren des Botenstoffs auch einen Krebsrückfall verhindern lässt. Nämlich dann, wenn nach einer Krebsoperation bösartige Krebszellen im Körper verbleiben. Bislang wurde die Methode allerdings nur im Tierversuch bestätigt. Im nächsten Schritt soll die Behandlung an Menschen getestet werden, wie unter anderem Heilpraxisnet berichtete. (jg) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Zur Studie

Weiterlesen: 88 Prozent weniger Krebs durch Standard-Impfung – doch der Impfzeitpunkt spielt entscheidende Rolle.

Achtung: Diese vier Erreger können Krebs auslösen

Das Magenbakterium Helicobacter pylori soll das Risiko in sich bergen, an Magenkrebs zu erkranken. Das Pikante daran: Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung trägt es bereits in sich. Helicobacter soll Magengeschwüre begünstigen, welche sich dann zu Krebs ausweiten können. Allerdings ist eine Behandlung in den meisten Fällen mit einer Kombination aus Antibiotika und Magensäureblocker äußerst erfolgreich.
Das Magenbakterium Helicobacter pylori soll das Risiko in sich bergen, an Magenkrebs zu erkranken. Das Pikante daran: Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung trägt es bereits in sich. Helicobacter soll Magengeschwüre begünstigen, welche sich dann zu Krebs ausweiten können. Allerdings ist eine Behandlung in den meisten Fällen mit einer Kombination aus Antibiotika und Magensäureblocker äußerst erfolgreich. © picture-alliance/ dpa/ dpaweb
Hepatitis B fördert dagegen Leberentzündungen. Auch diese können sich zu Leberkrebs weiterentwickeln. Allerdings können Sie sich gegen diesen Hepatitis-Typ beim Hausarzt impfen lassen.
Hepatitis B fördert dagegen Leberentzündungen. Auch diese können sich zu Leberkrebs weiterentwickeln. Allerdings können Sie sich gegen diesen Hepatitis-Typ beim Hausarzt impfen lassen. © pixabay
Gegen Hepatitis C unglücklicherweise (noch) nicht. Die aggressiven Erreger gelten sogar als die zweithäufigste Ursache für Leberkrebs. Etwa 8.500 Menschen sollen jährlich daran erkranken.
Gegen Hepatitis C unglücklicherweise (noch) nicht. Die aggressiven Erreger gelten sogar als die zweithäufigste Ursache für Leberkrebs. Etwa 8.500 Menschen sollen jährlich daran erkranken. © pixabay
Humane Papillomviren (HPV) sind meist ungefährlich - doch es gibt zwei Arten davon, die krebserregend wirken und Gebärmutterhalskrebs auslösen sollen. Zudem stehen sie im Verdacht, Anal- oder Peniskrebs zu begünstigen. Allerdings gibt es auch hier eine sehr effektive Schutzimpfung, die gegen alle HPV-Typen helfen soll.
Humane Papillomviren (HPV) sind meist ungefährlich - doch es gibt zwei Arten davon, die krebserregend wirken und Gebärmutterhalskrebs auslösen sollen. Zudem stehen sie im Verdacht, Anal- oder Peniskrebs zu begünstigen. Allerdings gibt es auch hier eine sehr effektive Schutzimpfung, die gegen alle HPV-Typen helfen soll. © pixabay/jrvalverde

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare