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Bildung und Einkommen: Studie entdeckt Zusammenhang mit Lungenkrebs-Risiko

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Von: Lea-Sophie Mollus

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Das Röntgenbild einer von Krebs befallenen Lunge.
Einer neuen Studie zufolge, hängen das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, und ein geringes Bildungs- und Einkommensniveau zusammen. (Archivfoto) © Rainer Jensen/dpa

Krebs und ein geringes Bildungs- und Einkommensniveau: Das steht laut einer aktuellen Studie miteinander in Verbindung. Was steckt dahinter?

Frankfurt – Kommt es in den USA zu Todesfällen, die mit Krebs in Verbindung stehen, ist Lungenkrebs die Hauptursache. Auch in Deutschland gehört Lungenkrebs laut Bundesgesundheitsministerium zu den häufigsten Krebserkrankungen. Daher sind eine Früherkennung und direkte Behandlung essenziell, um das Leben der Patienten und Patientinnen zu retten.

Laut einer aktuellen Studie von „Wiley online“, einer Sammlung wissenschaftlicher Forschungsartikel, Zeitschriften und Bücher, in der Zeitschrift „Cancer“ der „American Cancer Society“ besteht ein Zusammenhang zwischen dem Bildungsstand, dem Einkommen und dem Lungenkrebsstadium der Patienten.

Aktuelle Krebs-Studie: Geringes Einkommen und wenig Bildung erhöhen Lungenkrebs-Risiko

Der Krebs-Studie zufolge haben Patienten und Patientinnen mit niedrigerem Einkommens- und Bildungsniveau überdurchschnittlich schlechte Überlebenschancen bei Lungenkrebs. Auch bei ethnischen Minderheiten und Menschen aus sozioökonomisch unterversorgten Regionen wurden höhere Sterblichkeitsraten, bedingt durch Lungenkrebs, festgestellt.

Die Untersuchungen haben ergeben, dass Patienten und Patientinnen aus Regionen mit besonders niedrigem Bildungsniveau und Einkommen zum Zeitpunkt der Diagnose eine um 13 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit haben, an Lungenkrebs in fortgeschrittenem Stadium zu erkranken. Ein neues Krebs-Medikament, das in den USA bereits zugelassen ist, könnte die Therapie erleichtern.

Festgestellt wurde während der Studie auch, dass bei schwarzen Menschen, die in Regionen mit hoher Bildung und hohem Einkommen leben, eine größere Wahrscheinlichkeit besteht, Krebs zu bekommen, als weiße Menschen aus Regionen mit niedrigem Bildungs- und Einkommensniveau.  

Krebs-Studie: Armut als „grundlegende Ursache für schlechte Ergebnisse bei Lungenkrebs“

„Unsere Ergebnisse unterstützen, dass Armut eine grundlegende Ursache für schlechte Ergebnisse bei Lungenkrebs ist“, sagte der Leiter der Studie, Dr. Tomi F. Akinyemiju von der Duke University School of Medicine in Durham, North Carolina. „Erstaunlicherweise bedeutete für Schwarze ein höheres Einkommen nicht unbedingt bessere Ergebnisse im Vergleich zu Weißen. Das zeigt, wie dringend notwendig gezielte Anwendungen sind, um einen gleichberechtigten Zugang zur Raucherentwöhnung und Lungenkrebs-Früherkennung zu gewährleisten. Auch zusätzliche Forschung zu anderen Faktoren, die die Aggressivität von Lungenkrebs bei Schwarzen fördern, ist unerlässlich.“

Untersucht wurden Daten von rund 1.330.000 US-Amerikanern und -Amerikanerinnen im Alter zwischen 18 und 89 Jahren aus der „National Cancer Database“ der Jahre 2004 bis 2016 mit der Diagnose „nicht-kleinzelliger Lungenkrebs“ (NSCLC, non-small-cell lung cancer). Das Team um Dr. Akinyemiju sammelte Informationen zu Bildungsstatus, Einkommen und Wohnort der Krebs-Patienten und -Patientinnen sowie Angaben zum Krankenversicherungsstatus und dem Ort der medizinischen Versorgung. Auch Lebensmittel haben einen großen Einfluss auf das Krebs-Risiko. (Lea-Sophie Mollus)

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