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Studie belegt: Welche Lebensmittel das Krebsrisiko senken

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Von: Jan Oeftger

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Bananen liegen in einem Supermarkt.
Unreife Bananen sollen besitzen resistente Stärke und helfen daher bei der Krebsprävention. © Imago

Britische Wissenschaftler:innen haben herausgefunden, dass sich mit resistenter Stärke das Risiko, an Krebs zu erkranken, minimieren lässt. Eine unreife Banane genügt.

Newcastle – Die Aufnahme einer bestimmten Art von Kohlenhydraten kann das Krebsrisiko um bis zu 60 Prozent senken. Das haben Professor Dr. John C. Mathers und sein britisches Forschungsteam von der Newcastle University in einer Studie herausgefunden.

Es geht dabei um Lebensmittel mit resistenter Stärke, die nicht im Dünndarm, sondern im Dickdarm fermentiert werden. Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Beteiligten im Fachjournal Cancer Prevention Research.

Krebs-Risiko verringern: Diese Lebensmittel enthalten resistente Stärke

Die resistente Stärke entsteht in Lebensmitteln, die Stärke enthalten. Dazu zählen Kartoffeln, Pasta, Reis oder Vollkornbrot. Resistente Stärke befindet sich in gekochten Kartoffeln, die anschließend stark abgekühlt sind. Gleiches gilt auch für die Nudeln und den Reis. Auch durch das Vollkornbrot kann man resistente Stärke aufnehmen. Zudem gelte das für unreife Bananen. „Die in der Studie verwendete Dosis entspricht dem täglichen Verzehr einer Banane“, erklärt Mathers: „Bevor sie zu reif und weich wird, widersteht die Stärke in den Bananen dem Abbau und erreicht den Darm, wo sie die Art der dort lebenden Bakterien verändern kann.“

Krebs: Durch Aufnahme von resistenter Stärke sinkt das Risiko einer Erkrankung

Die enzymatische Spaltung des Kohlenhydrats beginnt bei diesen Lebensmitteln bereits im Mund. Im Darm wird es dann als Glukose in das Blut aufgenommen. Die Kohlenhydrate werden von Dickdarmbakterien fermentiert. Daraus entstehen Stoffwechselprodukte. Diese sind die Nahrung für nützliche Darmbakterien, wie die Pharmazeutische Zeitung erklärt.

Den genauen Grund, warum dadurch das Krebsrisiko sinkt, konnte das Forschungsteam noch nicht ermitteln. Allerdings gehen die Beteiligten davon aus, dass die Stärke den bakteriellen Stoffwechsel von Gallensäuren verändert. Dadurch würden DNA-schädigende und krebsverursachende Gallensäuren verringert.

Krebs: Bestimmte Lebensmittel können das Risiko von Krebserkrankungen senken

Dass diese resistente Stärke einen Einfluss darauf hat, nicht an Krebs zu erkranken, konnte die 20 Jahre dauernde Studie aber belegen. Erblich bedingter Darmkrebs konnte durch diese Ernährung zwar nicht verhindert werden, andere Krebsarten hingegen schon. „Wir haben festgestellt, dass resistente Stärke eine Reihe von Krebsarten um mehr als 60 Prozent reduziert. Die Wirkung war im oberen Teil des Darms am deutlichsten“, erklärte Wissenschaftler Mathers.

An der Studie nahmen 937 Menschen teil. Alle leiden unter der Erbkrankheit Lynch-Syndrom (LS). Bei ihnen besteht ein besonders großes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. 463 von ihnen erhielten im Rahmen der Studie vier Jahre lang täglich 30 Gramm resistente Stärke, 455 ein Placebo. Bei ersterer Gruppe traten nur fünf Krebsfälle des oberen Verdauungstraktes auf. In der Placebo-Gruppe ganze 21. Bei bestimmten Anzeichen einer Krebserkrankung sollten Sie sofort zum Arzt gehen. Vor einer Reise sollten Krebspatienten und Patientinnen ein paar Dinge beachten. (jo)

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