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Kaum bekannte Krebsrisiken: So schützen Sie Ihre Gesundheit

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Von: Constantin Hoppe

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Rauchen, Übergewicht und ungeschützte Aufenthalte in der Sonne erhöhen das Krebsrisiko. Es gibt auch weniger bekannte Risikofaktoren.

Frankfurt – Viele Dinge können das Krebsrisiko erhöhen. Abgesehen vom Altern sind Rauchen und Übergewicht die beiden größten Risikofaktoren für Krebs. Doch es gibt auch zahlreiche unbekanntere Faktoren, die Schädigung von DNA verursachen und in Folge die Krebsentstehung begünstigen können, obwohl sich diese leicht vermeiden ließen. Es gibt eine Reihe von Symptomen, auf die man hinsichtlich einer möglichen Krebserkrankung achten sollte.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) hat nachgerechnet: In Deutschland gehen 37 Prozent der jährlichen Krebsfälle auf das Konto vermeidbarer Risikofaktoren. Doch um seine Gesundheit zu schützen, ist es wichtig, diese eher unbekannteren Ursachen zu kennen.

Krebs-Diagnose-MRT
Hirntumore zählen zu den gefährlichsten Krebsarten. Auf einem MRT-Bild tauchen sie meist als weiße Flecken auf.  © Bernd Wüstneck/dpa

Krebsrisiken: Der Sitzplatz im Flugzeug kann eine Rolle beim Krebsrisiko spielen

Risikofaktor 1: ein Fensterplatz im Flugzeug. Wer oft fliegt und dabei am Fenster sitzt, riskiert Hautschäden, wie eine Studie von Forschenden der Universität Harvard aufzeigt. Und diese können wiederum Krebs verursachen. Der Grund dafür ist, dass bei Flügen weniger UV-Strahlung durch die Atmosphäre abgeblockt wird und somit eine größere UV-Belastung auf den menschlichen Körper wirkt. Eine Studie aus den USA hat ergeben, dass Flugzeugscheiben gerade die gefährliche UV-A-Strahlung nicht ausreichend blockieren. Deshalb sollte man bei einem Flug auf einen Fensterplatz verzichten oder sich mit Sonnencreme schützen.

Risikofaktor 2: nicht genug Schlaf. Der Schlafmangel hat besonders in der modernen Zeit und mit dem Aufkommen von Smartphones zugenommen. Studien haben gezeigt, dass der Körper bei Schlafmangel zu wenig des Hormons Melatonin produziert, das den Schlaf-Wach-Rhythmus reguliert. Das begünstigt auch die Entstehung von Krebs. Besonders das künstliche Licht, das von Smartphones ausgeht, beeinflusst nach den Studien den Schlafrhythmus. Deshalb sollten Smartphones am besten Nachts ausbleiben.

Krebs gehört auch heute noch zu den tödlichsten Krankheiten: Wer an seinem Körper spezifische Symptome entdeckt, sollte sich untersuchen lassen.

Kaum bekannte Krebsrisiken: Vorsicht beim Kauf von Kosmetik-Produkten

Risikofaktor 3: Mineralöle in Kosmetika. In vielen kosmetischen Produkten, etwa in verschiedenen Hautcremes oder Lippenstiften, steckt Mineralöl. Nicht jedes davon gilt als krebserregend, doch die aromatischen Kohlen­wasser­stoffe (Moah) stehen im Verdacht, Krebs zu erregen. Die europäische Kosmetikverordnung setzt voraus, dass Hersteller nur Mineralöle einsetzen, die gesundheitlich unbedenklich sind, doch Stiftung Warentest hat bereits 2015 bei Stichproben die kritischen Moah in verschiedenen Produkten nachweisen können. Als Empfehlung gilt hier: auf mineralölfreie Produkte, wie Bio-Kosmetika zurückgreifen.

Risikofaktor 4: das Feierabendbier. Alkohol kann die Entstehung von Krebs begünstigen, insbesondere Krebsarten im Mund- und Rachenraum, Hals oder Darm. Mit steigendem Alkoholkonsum nimmt auch das Krebsrisiko zu, wie das DKFZ berichtet. Auf welche Weise der Alkohol die Krebsentstehung fördert, ist noch nicht eindeutig geklärt. Deshalb sollte auf Alkohol am besten verzichtet werden oder dieser nur in geringen Mengen konsumiert werden.

Krebserkrankungen im Überblick
Arten von KrebsMehr als 300
Jährliche Erkrankungen395.00
Häufigste KrebssortenMänner: Prostatakrebs; Frauen: Brustkrebs

Kaum bekannte Krebsrisiken: Heißen Tee und Kaffee vermeiden

Risikofaktor 5: bei offenem Fenster Autofahren. Feinstaub und Abgase aus dem Kraftverkehr, insbesondere von Diesel-Treibstoffen, können laut DKFZ Lungenkrebs verursachen. Deshalb sollte man bei Autofahrten – vornehmlich im Arbeitsverkehr oder auf der Autobahn – besser die Fenster geschlossen halten.

Risikofaktor 6: sehr heiße Getränke. Das Trinken sehr heißer Getränke, also ab 65 Grad Celsius und heißer, gilt als wahrscheinlicher Risikofaktor für die Entstehung von Krebs in der Speiseröhre, meldet das DKFZ. Wird die Schleimhaut durch Verbrühen wiederholt geschädigt, könnte das langfristig die Entstehung von Krebs fördern, vermuten Fachleute. Deshalb sollte man heiße Getränke besser kurz abkühlen lassen.

Kaum bekannte Krebsrisiken: Frühzeitige Diagnosen retten Leben

Risikofaktor 7: den Besuch beim Arzt oder Ärztin meiden. Wer nicht zum Arzt oder der Ärztin geht, bekommt deswegen keinen Krebs. Ärzt:innen können aber Krebs-Anzeichen früh erkennen und entsprechende Schritte einleiten. Zum Beispiel durch eine Darmspiegelung oder den Abstrich beim Frauenarzt. Deshalb sollte man Vorsorge-Termine ausmachen und einhalten, um eine frühzeitige Diagnose zu ermöglichen. Denn je früher eine Krebs-Erkrankung bemerkt wird, desto besser stehen die Heilungsaussichten.

Hinweis der Redaktion

Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

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