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Gesüßte Getränke steigern Krebs-Risiko - Studie liefert neue Details

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Von: Lea-Sophie Mollus

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Der Verzehr zuckerhaltiger Getränke erhöhen das Leberkrebs-Risiko bei Frauen um rund 80 Prozent. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor.

Frankfurt – Mindestens ein zuckerhaltiges Getränk täglich steigert bei Frauen das Risiko, an Leberkrebs zu erkranken. Das ergab eine aktuelle Studie der Amerikanischen Gesellschaft für Diätetik und Ernährung (American Dietetic Association (ADA)) in Cleveland, Ohio.

Im Rahmen der Studie wurden die Daten von rund 90.000 Frauen ausgewertet, die sich alterstechnisch zwischen ihrer Menopause und dem 65. Lebensjahr befinden – in dieser Zeit produziert der weibliche Körper praktisch keine Östrogene, also weiblichen Hormone, mehr. Anhand ihrer Krankenakten und auf Grundlage ihrer Angaben dazu, wie oft sie bestimmte Lebensmittel konsumieren, bewerteten und bestätigten Forscher die Krebsdiagnosen.

Erhöhtes Krebs-Risiko bei Frauen durch zuckerhaltige Getränke

Das Ergebnis: Frauen, die in ihrem Leben täglich mindestens ein gesüßtes Getränk zu sich genommen haben, hatten nachweislich ein 78 Prozent höheres Krebs-Risiko zu erkranken, als Frauen, die keine oder weniger als drei zuckerhaltige Getränke im Monat getrunken haben.

Zuckerhaltige Getränke erhöhen laut einer Studie bei Frauen das Risiko, an Krebs zu erkranken.
Zuckerhaltige Getränke erhöhen laut einer Studie bei Frauen das Risiko, an Krebs zu erkranken. © Imago/Juan Alberto Ruiz

Studie: Gesüßte Getränke erhöhen das Leberkrebs-Risiko bei Frauen

Der Konsum von gesüßten Getränken ist also ein potenziell modifizierbarer Risikofaktor für Leberkrebs, sagte der Hauptautor der Studie, Longgang Zhao, Doktorand an der University of South Carolina. Sollten sich die Ergebnisse der Studie bestätigen, sei das ein guter Ansatz, Leberkrebs-Erkrankungen zukünftig verringern zu können. Zudem gibt es einige Maßnahmen, die das Krebsrisiko generell senken können.

In den USA ist die Zahl der an Leberkrebs Erkrankten in den vergangenen drei Jahrzehnten stark gestiegen. In 60 Prozent der Fälle spielten chronische Hepatitis-Infektionen, Alkoholkonsum und Diabetes eine Rolle – die Ursache bei den restlichen 40 Prozent war lange unklar. Forscher wollten daher herausfinden, inwiefern die Ernährung das Risiko, an Leberkrebs zu erkranken, beeinflusst.

Den Konsum zuckerhaltiger Getränke reduzieren, um das Krebs-Risiko zu verringern.

Um den genauen Zusammenhang zwischen dem Konsum zuckerhaltiger Getränke und Leberkrebs bestimmen zu können, seien laut Aussage der Forscher zwar weitere Studien erforderlich. Da gesüßte Getränke das Risiko für Fettleibigkeit und Typ-2-Diabetes aber ohnehin erhöhen würden, sei das Risiko, an Leberkrebs zu erkranken, durch den Konsum zuckerhaltiger Getränke bereits gegeben.

Auch Insulinresistenz und der Aufbau von Fett in der Leber würden durch gesüßte Getränke begünstigt. Generell hat Zucker einige negative Auswirkungen auf die Gesundheit.

Bei der Studie handele sich um eine Beobachtungsstudie und um die genauen Auswirkungen aufzeigen zu können, seien zudem Studien mit Männern und jüngeren Frauen nötig. (Lea-Sophie Mollus)

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