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Krebs-Risiko: Diese Lebensmittel schaden Ihrer Gesundheit

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Von: Sophia Lother

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Einer Forschungsarbeit zufolge können gewisse Lebensmittel das Krebsrisiko senken. 8Symbolfoto)
Einer Forschungsarbeit zufolge können gewisse Lebensmittel das Krebsrisiko senken. (Symbolfoto) ©  Image Source/Imago

Laut einer Studie mit mehr als 500.000 Teilnehmenden haben gewisse Lebensmittel einen großen Einfluss auf das Krebs-Risiko.

Frankfurt – Ernährung spielt nach Ansicht der Wissenschaft eine treibende Rolle bei vielen Krebserkrankungen. Neben Tabak- und Alkoholkonsum, Fettleibigkeit, zu wenig Bewegung und anderen Faktoren spielt es eine große Rolle, was der Körper täglich zu sich nimmt. In Deutschland und weltweit steigt die Anzahl der Krebsdiagnosen. Laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum sagen Fachleute für 2022 über 510.000 Krebsneuerkrankungen voraus. 

Eine aktuelle Übersichtsarbeit mit Daten aus zehn europäischen Ländern ermittelte nun, mit welcher Ernährung das Risiko bestimmter Krebsarten gemindert werden kann. Spanische Forschende werteten die Ergebnisse von insgesamt 110 Studien, die mit Daten der europäischen EPIC-Kohortenstudie (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition) arbeiteten, aus. Der Schwerpunkt lag auf einem möglichen Zusammenhang zwischen der Ernährung und der Inzidenz oder Mortalität der vier häufigsten Krebserkrankungen: Darm-, Brust-, Lungen- und Prostatakrebs.

Krebs-Neuerkrankungen bei FrauenKrebs-Neuerkrankungen bei Männern
Brustdrüse (30 Prozent)Prostata (24,6 Prozent)
Darm (11,5 Prozent)Lunge (13,3 Prozent)
Lunge (9,4 Prozent)Darm (12,8 Prozent)
Malignes Melanom der Haut (4,7 Prozent)Harnblase (5,1 Prozent)
Quelle: Robert Koch-Institut / RKI (Krebs in Deutschland für 2017/2018)

Krebs und die richtige Ernährung: Studie ermittelt Zusammenhänge

Bei über 519.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Kohorte wurde die Ernährung in den vergangenen zwölf Monaten mit Fragebögen erfasst. Auch Gewicht, Lebenswandel und die medizinische Historie der Probandinnen und Probanden wurde dabei erhoben. Neben Deutschland waren auch Teilnehmende aus Frankreich, Dänemark, Italien, Griechenland, den Niederlanden, Spanien, Norwegen, Schweden und Großbritannien beteiligt.

Insgesamt 110 „hochqualitative“ Studien, die sich mit der Datenanalyse aus dieser Stichprobe beschäftigten, wurden von den spanischen Forschenden ausgewählt und nochmals ausgewertet.

Darmkrebs und Ernährung: Diese Lebensmittel erhöhen das Krebs-Risiko

„Alkohol und der Verzehr von rotem und verarbeitetem Fleisch wurden mit einem signifikanten Anstieg des Darmkrebsrisikos in Verbindung gebracht“, erklären die Forschenden in ihrer Forschungsarbeit. Des Weiteren schien eine entzündungsfördernde Ernährung bei Männern das Risiko an Darmkrebs zu erkranken zu erhöhen.

Eine eher mediterane Diät und Lebensmittel wie Fisch, Ballaststoffe, Obst und Gemüse, Nüsse/Samen, Kalzium in der Nahrung, Milch, Joghurt, Vitamin-D-Konzentration im Blut senken das Darmkrebsrisiko dagegen, können das Risiko deutlich senken.

Ernährung: Diese Lebensmittel können das Brustkrebs-Risiko erhöhen

Ernährungsweisen mit geringerer Nährstoffqualität wurden mit einem höheren Risiko für Brustkrebs nach den Wechseljahren in Verbindung gebracht. Auch war das Risiko dann erhöht, wenn die Ernährungsweise aus vielen gesättigten Fettsäuren und Nahrungsmitteln mit einer hohen glykämischen Belastung bestand. Dagegen senken bestimmte Lebensmittel das Brustkrebs-Risiko.

„Gemüse, Obst und Gesamtballaststoffe, Ballaststoffe aus Gemüse und fetter Fisch schützen vor Brustkrebs“, so die Forscherinnen und Forscher.

Zusammenhang zwischen Ernährung und Krebs? Einige Lebensmittel erhöhen das Risiko für Lungen- und Prostatakrebs

Nur elf der insgesamt 110 ausgewählten Studien beschäftigten sich mit Lungenkrebs, berichten die Forschenden. Auch hier ergab sich, dass eine eher nährstoffarme Ernährung das Risiko erhöht. Dagegen sorgen wiederum Gemüse und Obst auf dem Speiseplan dafür, dass die Krebsgefahr gemindert wird.

Die Studien zu Prostatakrebs ergaben laut der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern „kontroverse“ Ergebnisse. „Eine Studie zeigte, dass der Verzehr von Obst eine schützende Wirkung bei Prostatakrebs haben könnte. Während in einer anderen Studie kein Zusammenhang mit dem Verzehr von Obst oder Gemüse festgestellt wurde“. Ein hoher Gesamtkalziumgehalt in der Nahrung, der Verzehr von Joghurt sowie von Kalzium und Eiweiß aus Milchprodukten hingen mit einem „mäßigen“ Anstieg des Prostatakrebsrisikos zusammen. Dennoch gab es keine Hinweise auf einen Zusammenhang mit dem Verzehr von Milcherzeugnissen und Prostatakrebs.

„Die Ergebnisse der EPIC-Studie könnten die Rolle, die die Ernährung bei der Entstehung von Prostatakrebs spielen kann, unterschätzen. Die Ursachenforschung von Prostatakrebs ist nach wie vor weitgehend unbekannt, und es werden immer mehr Belege dafür gesammelt, dass Ernährungsfaktoren eine wichtige Rolle bei der Erkrankung spielen“, erklären die Forschenden. (slo)

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