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Eine Frau putzt sich die Nase.
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Erkältungen werden durch Viren ausgelöst – gegen die Antibiotika keine Wirkung zeigen.

Geeignete Therapie

Antibiotika hilft nur in ganz bestimmten Fällen gegen Grippe

  • Juliane Gutmann
    VonJuliane Gutmann
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Fieber, Hals- und Kopfschmerzen: Wenn heftige Erkältungssymptome über Nacht kommen, kann eine Virusgrippe dahinter stecken. Wirken Antibiotika dagegen?

Viren und Bakterien können unzählige Krankheiten auslösen. Dazu zählen harmlose Beschwerden, die auf Erkältungsviren zurückzuführen sind, aber auch potenziell tödliche Krankheiten wie Ebola, das durch das Ebolavirus ausgelöst wird. Bakterielle Infektionen können auch schwerwiegende gesundheitliche Probleme nach sich ziehen. Als Beispiele für bakterielle Infektionen führt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Tuberkulose, Keuchhusten, Scharlach oder Harnwegsinfekte auf.

Viruserkrankungen und bakterielle Infektionen unterscheiden sich nicht nur in den Krankheitsbildern: Auch die Behandlung variiert je nach Krankheitserreger. Antibiotika zeigen zwar gegen Viren keinen Nutzen, kommen aber in bestimmten Fällen trotzdem bei einer Grippe zum Einsatz.

Umfrage zum Thema Grippe-Impfung

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Antibiotika bei Grippe nur bei bakterieller Folge-Infektion

Antibiotika können Bakterien abtöten, wirken aber nicht gegen Viren, berichtet das Portal Gesundheitsinformation.de des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Aus diesem Grund können die Medikamente gegen eine Erkältung auch in der Regel nichts ausrichten, heißt es weiter. Auch die „echte“ Grippe wird durch Viren ausgelöst. Influenzaviren reagieren allerdings ebenfalls nicht auf Antibiotika. Es gibt nur eine Arzneistoffgruppe, die Grippeviren bekämpft*.

Antibiotika sollten erst dann erwogen werden, wenn durch eine Folge-Infektion mit Bakterien Komplikationen auftreten, so die Empfehlung des IQWiG. Nicht nur der fehlende Nutzen bei Viruserkrankungen spreche dafür: Übermäßiger Antibiotika-Einsatz kann dazu führen, dass Bakterien Resistenzen gegen das Medikament entwickeln. Im schlimmsten Fall sprechen Patienten auf kein verfügbares Antibiotikum mehr an, was den Tod zur Folge haben kann.

Antibiotika sollen also so selten wie nötig zum Einsatz kommen. Dafür sprechen auch die Nebenwirkungen einer Antibiotika-Therapie. (jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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