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Tropfender Wasserhahn
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Leitungswasser ist günstig und enthält Mineralstoffe wie Kalzium. Doch könnte das sogar der Herzgesundheit schaden?

Steigt Arteriosklerose-Risiko?

Kann Kalzium im Leitungswasser einen Herzinfarkt auslösen? Herzexperte erklärt, was zu beachten ist

  • Juliane Gutmann
    VonJuliane Gutmann
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Ein Herzinfarkt wird meist durch Arterienverkalkung ausgelöst. Professor Hauner informiert, welche Rolle kalkhaltiges Wasser spielt.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkte sind Todesursache Nummer Eins in Deutschland. Vor allem Kalkablagerungen in den Blutgefäßen (auch Arteriosklerose genannt) stellen eine Gefahr dar: Sie verstopfen die Blutbahn, etwas die Herzkranzgefäße, und führen im fortgeschrittenen Stadium dazu, dass das Blutgefäß komplett dicht macht. Gewebe wird so nicht mehr mit Sauerstoff versorgt und stirbt ab. Wird das Gefäß nicht so schnell wie möglich wieder geöffnet, droht Tod durch Herzinfarkt (Gefäßverschluss im Herzen) oder Schlaganfall (Gefäßverschluss im Gehirn). Daher gilt es, bei den ersten Anzeichen eines Herz- oder Hirninfarkts den Notruf zu alarmieren.

Die gute Nachricht: Der Lebensstil hat enormen Einfluss auf das Arteriosklerose-Risiko. So fördern vor allem folgende Faktoren eine Arterienverkalkung und somit einen Herzinfarkt, wie die Deutsche Herzstiftung informiert:

  • ungesunde Ernährung
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Rauchen
  • zu viel Alkohol

Mehr zum Thema: Rund 35 Prozent der Deutschen betroffen: So erkennen Sie das metabolische Syndrom als „tödliches Quartett“

Kalkablagerungen in den Blutgefäßen durch Leitungswasser? Herzexperte gibt Entwarnung

Diese Faktoren begünstigen der Herzstiftung zufolge Bluthochdruck, Diabetes und hohe Cholesterinwerte, die allesamt die Bildung von Ablagerungen (Plaques) in den Gefäßwänden fördern. Diese bestehen aus Blutfetten, Bindegewebe und aus Kalk (Kalziumablagerungen).

Sie leben in einer Region mit extrem kalkhaltigem Trinkwasser? Ihnen ist schon mal die Frage gekommen, ob es vielleicht schlecht fürs Herz sein könnte, dieses Wasser zu trinken? Professor Dr. med. Hans Hauner vom wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung gibt Entwarnung: „Die Frage, ob ein hoher Gehalt an Kalk im Trinkwasser mit der Verkalkung der Herzkranzgefäße in Verbindung steht, lässt sich mit einem klaren Nein beantworten. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Kalk über das Trinkwasser und dem Verkalken der Herzkranzgefäße“, so der Herzexperte. Gesunde Menschen sowie Herzpatienten und -patientinnen können unbesorgt kalkhaltiges Trinkwasser trinken, heißt es weiter. (jg)

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