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Kalzium-Mangel tritt häufig als Folge einseitiger und kalziumarmer Ernährung auf: Milchprodukte können helfen. (Archivbild)
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Kalzium-Mangel tritt häufig als Folge einseitiger und kalziumarmer Ernährung auf: Milchprodukte können helfen. (Archivbild)

Gesundheit

Kalzium-Mangel: Bei diesen Symptomen sollten Sie reagieren

  • Yannick Wenig
    VonYannick Wenig
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Der Mensch benötigt viele Nährstoffe: Wird er nicht ausreichend versorgt, baut der Körper ab. Ein Kalzium-Mangel kann schwere Folgen haben – sogar Depressionen.

Frankfurt – Für ein gesundes Leben braucht es eine gesunde Ernährung. Dass sich bestimmte Lebensmittel dafür besser eignen als andere, ist offensichtlich. Doch auf der Ebene der Mikronährstoffe sind viele Prozesse eher nicht geläufig. Doch die Unterversorgung von Mineralstoffen kann weitreichende Folgen für die Gesundheit haben.

Von leicht zu behandelnden Symptomen bis hin zu schweren Erkrankungen. Gerade Kalzium gilt laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) als „mengenmäßig wichtigster Mineralstoff im menschlichen Körper“. Insbesondere für Knochen und Zähne. Doch welche Auswirkungen hat eine Mangelversorgung?

Fast 100 Prozent des Kalziums im Körper ist in den Knochen und Zähnen enthalten. Es hält sie stabil und gilt daher als der wichtigste Knochenbaustein. Ein geringer Teil des Kalziums zirkuliert jedoch auch in unserem Blut. Der Mineralstoff hat Einfluss auf die Blutgerinnung und die Funktionalität der Körperzellen, wie die DGE aufklärt. „Es stabilisiert die Zellwände, ist an der Signalübermittlung in der Zelle sowie an der Weiterleitung von Reizen im Nervensystem und in der Muskulatur beteiligt.“ Es bedingt somit auch unsere Wahrnehmung beim Hören und Sehen und bei Berührungen auf der Haut.

Kalzium-Mangel: Langfristiges Defizit kann schwerwiegende Folgen haben

Laut dem Gesundheitsportal MSD Manual kann ein zu niedriger Kalziumspiegel zahlreiche verschiedene Symptome zur Folge haben. Allerdings: Ein Kalzium-Mangel (Hypokalzämie) kann kurzzeitig auch symptomfrei bestehen. Gefährlich kann es aber dann werden, wenn der Kalziumspiegel über einen längeren Zeitraum unter dem Soll-Wert liegt.

Besteht über längere Zeit ein Kalzium-Mangel, klagen Betroffene demnach häufig über trockene, schuppige Haut, brüchige Nägel und strohiges Haar. Auch Muskelkrämpfe – insbesondere in den großen Muskelpartien von Rücken und Beinen – können infolgedessen vermehrt auftreten. Auch Osteoporose (Knochenschwund), eine der Volkskrankheiten in Deutschland, wird durch einen zu niedriger Kalziumspiegel begünstigt.

Doch eine langwierig unbehandelte Unterversorgung mit Kalzium könne auch schwerwiegende Beeinträchtigung des Gehirns nach sich ziehen. Neurologische und psychische Störungen sind die Folge. Beispielshaft nennt MSD Manual hierzu Verwirrtheit, Amnesie, Halluzination und sogar Depression. „Diese Symptome verschwinden, wenn der normale Kalziumspiegel wiederhergestellt wird“, heißt es vonseiten des Portals.

Symptome, die auf einen Kalzium-Mangel hindeuten:

  • Muskelkrämpfe und Muskelzittern
  • Brüchige Fingernägel
  • strohiges Haar und Haarveränderungen
  • trockene, schuppige und rissige Haut
  • Psychische Störungen
  • Osteoporose
  • Quelle: msdmanuals.com

Kalzium-Mangel: Häufig als Folge einseitiger Ernährung - Diese Lebensmittel helfen

Ursachen für einen möglichen Kalzium-Mangel sind vielschichtig. Neben Erkrankungen oder Nierenfunktionsstörungen kann die Unterversorgung des Körpers auch als folge von Magnesiums- oder Vitamin-D-Mangel auftreten. Auch bei Frauen in der Schwangerschaft kann durch den erhöhten Kalziumbedarf schnell ein Mangel entstehen. In jedem Fall gilt es, eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen, um die Behandlung von etwaig auftretenden Symptomen zu besprechen.

Häufig ist auch einseitige, kalziumarme Ernährung der Grund für einen niedrigen Kalziumspiegel. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen eine tägliche Kalziumzufuhr von 1000 Milligramm. Jugendlichen im Wachstum – im Alter von 13 bis 18 Jahren – empfiehlt die DGE eine Zufuhr 1200 Milligramm pro Tag, Kindern zwischen 10 und 12 Jahren 1100 Milligramm täglich.

Eine gesunde und vor allem ausgewogene Ernährung kann somit einen Kalzium-Mangel vermeiden. Dafür gehören vor allem kalziumreiche Lebensmittel auf den Speiseplan. Gerade Milch und Milchprodukte wie Käse und Joghurt gelten als echte Kalziumlieferanten. Aber auch grünes Gemüse wie Broccoli oder Blattspinat. Auch besonders kalziumreiches Mineralwasser kann helfen, einem Mangel schnell entgegenzuwirken. Übermäßiger Konsum von Zucker, Alkohol, Salz und Phosphaten kann dagegen zu einer negativen Kalziumbilanz führen. Überhaupt hat der Verzicht auf Alkohol und Zucker eine große Wirkung auf den Körper.

Kalzium-Mangel: Nahrungsergänzungsmittel können helfen – Empfehlungen nicht überschreiten

Auch Nahrungsergänzungsmittel können bei harmlosen Ursachen für eine Kalzium-Unterversorgung Abhilfe schaffen. Wichtig: Ergänzungspräparate sollten stets nach Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt eingenommen werden. Denn eine Überdosierung kann das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen, wie die Pharmazeutische Zeitung (PZ) berichtet. Eine tägliche Gesamtzufuhr von 1400 Milligramm sollte dabei nicht überschritten werden. Der Grund: Das Kalzium kann als Bestandteil sogenannter atherosklerotischer Plaques Verschlüsse in den Blutgefäßen des Körpers begünstigen.

Im Übrigen ist die Kalziumaufnahme im Darm eng an die des Vitamin-D-Haushaltes des Körpers geknüpft. Bei Kalzium-Mangel kann also auch die Einnahme von Vitamin-D-Ergänzungsmitteln hilfreich sein, weil sie die Aufnahme von Kalzium im Verdauungstrakt verbessern. Der Organismus benötigt das Vitamin D nämlich, um das Kalzium nach dem Verzehr aus dem Verdauungstrakt im Körper aufgenommen und in die Knochensubstanz eingebaut werden kann. (yw)

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