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Kaffee vor dem Frühstück: Gefahren und Risiken

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Von: Juliane Gutmann

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Der schnelle morgendliche Kaffee kann sich negativ auswirken – wenn er auf nüchternen Magen getrunken wird.
Der schnelle morgendliche Kaffee kann sich negativ auswirken – wenn er auf nüchternen Magen getrunken wird. © Katarina Premfors/arabianEye/Imago

Was der Kaffee im Körper bewirken kann, vor allem wenn er vor dem Frühstück getrunken wird? Das haben britische Wissenschaftler/innen untersucht.

Ganze 166 Liter konsumiert jeder Bundesbürger/jede Bundesbürgerin durchschnittlich pro Jahr, wie der Deutsche Kaffeeverband informiert. Damit ist Kaffee das absolute Lieblingsgetränk hierzulande. Dem Trank werden viele gesunde Effekte nachgesagt – allerdings gibt es auch Kontraindikationen. So sollten Menschen mit Herzrhythmusstörungen genau auf körperliche Symptome nach dem Kaffeegenuss achten und bei Beschwerden die Menge reduzieren oder ganz auf Kaffee verzichten, wie die Deutsche Herzstiftung informiert.

Für gesunde Erwachsene gilt: Bis zu fünf Tassen Kaffee über den Tag verteilt haben keine negativen gesundheitlichen Effekte. Der Techniker Krankenkasse (TK) zufolge liegt die maximal empfohlene tägliche Dosis Kaffee bei 400 Milligramm (das entspricht etwa vier Tassen à 200 Milliliter Filterkaffee oder vier einfachen Espresso). Als Einzeldosis stellen Mengen von bis zu 200 Milliliter kein gesundheitliches Risiko dar, heißt es weiter. Die TK zitiert hier ein Gutachten der European Food Safety Authority (EFSA) aus 2015. Doch nicht nur die Menge spielt eine Rolle: Auch der Zeitpunkt des Konsums beeinflusst, wie gesunde Kaffee wirklich ist.

Der Nachmittags-Kaffee ist für viele eine willkommene Unterbrechung im Arbeitsalltag.
Der Nachmittags-Kaffee ist für viele eine willkommene Unterbrechung im Arbeitsalltag. © Gustafsson via www.imago-images.de

Kaffee vor dem Frühstück erhöht Blutzuckerspiegel immens

So hat ein britisches Forscherteam der University of Bath untersucht, wie sich der Zeitpunkt des Kaffee-Konsums auf die Blutzuckerwerte auswirkt. Die Wissenschaftler/innen vom Centre for Nutrition, Exercise & Metabolism untersuchten für ihre Studie 29 Erwachsene mithilfe von oralen Glukosetoleranztests. Zum einen wurde die Schlafqualität, aber auch der Einfluss von Kaffee-Genuss auf den Körper analysiert. Das Studienergebnis: Die Schlafqualität hat keinen Einfluss auf die Blutzuckerwerte, wohl aber der Kaffee. So stiegen die Werte bei denjenigen Probanden, die rund eine Stunde nach dem Aufwachen auf nüchternen Magen Kaffee getrunken hatten (ca. 300 Milligramm Koffein als schwarzer Kaffee). Der vor dem Frühstück getrunkene schwarze Kaffee hatte den Blutzucker um rund 50 Prozent erhöht.

Das Fazit der Forschenden: „Morgenkaffee (....) kann die Glukosetoleranz und die Insulinempfindlichkeit bei gesunden Erwachsenen beeinträchtigen“. Weiter heißt es in der Studie, die im British Journal of Nutrition veröffentlicht wurde: „Individuelle Spitzenplasmaglukose- und Insulinkonzentrationen wurden durch die Schlafqualität nicht beeinflusst, waren jedoch nach dem Kaffeekonsum höher“. Ein erhöhter Blutzuckerspiegel fördert maßgeblich die Entstehung einer Insulinresistenz und damit Diabetes.

Um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten, empfehlen die Forscher/innen, Kaffee erst zum oder nach dem Frühstück zu trinken. Allerdings müssten die Studienergebnisse aufgrund der niedrigen Teilnehmerzahl durch weitere Untersuchungen untermauert werden, heißt es.

Mehr Quellen: https://www.herzstiftung.de/ihre-herzgesundheit/; https://www.tk.de/techniker/magazin/ernaehrung/

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