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Kaffee: Mit der richtigen Zubereitungsart wird er zum Gesundheits-Booster

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Von: Helena Gries

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Kaffee gilt als beliebtes Genussmittel. Wie viel Kaffee gesund ist, darüber diskutieren Forschende weltweit. Neue Studien zeigen: Auf die Zubereitung kommt es an.

Frankfurt – Kaffee ist ein beliebtes Getränk - egal ob als Wachmacher oder als gemütliches Genussmittel. Laut einer Umfrage des Deutschen Kaffeeverbandes haben die Menschen in Deutschland im Jahr 2020 rund 168 Liter Kaffee pro Kopf getrunken. Zu dem heißgeliebten Getränk gibt es bereits zahlreiche Studien, die sich über die Vor- und Nachteile uneins sind. Ist Kaffee wirklich gesund?

Die Meinungen der Expertinnen und Experten gehen auseinander. Einige Studien geben an, dass Menschen, die regelmäßig Kaffee trinken, ein geringeres Sterberisiko im frühen Alter aufweisen sollen. Andere Forschende raten von regelmäßigem Kaffeegenuss ab, weil dieser die Blutzuckerwerte enorm ansteigen lässt und damit die Entstehung von Diabetes fördern kann. Eine neue Studie zeigt jedoch, dass die Zubereitung von Kaffee ausschlaggebend für die Gesundheit ist.

Kaffee richtig zubereiten: So bringt das Getränk Vorteile für die Gesundheit

Filterkaffee, French Press oder als Espresso? Die Art, wie wir Kaffee zubereiten, kann über dessen Zuträglichkeit für die Gesundheit entscheidend sein. Das hat ein Forscherteam um den Ernährungsexperten Walter C. Willet, Arzt und Epidemiologe der Harvard School of Medicine und Vorstand der Abteilung Ernährung an der Harvard School of Public Health, herausgefunden. Die Studie wurde im New England Journal of Medicine veröffentlicht.

Demnach kann die richtige Kaffeevariante sogar gesundheitsfördernd sein und täglicher Kaffeegenuss könne Expertinnen und Experten zufolge sogar das Leben verlängern. Wer jetzt an schonend zubereiteten Espresso oder Café Crema denkt, irrt. Denn wie die Forschenden rausgefunden haben, ist schlichter Filterkaffee am gesündesten.

Gesunder Kaffee: Richtige Zubereitung kann Gesundheit fördern

Beim Rösten der Bohnen können nämlich Schadstoffe entstehen. Ungefilterte Varianten, beispielsweise Kaffee aus der French Press oder türkischer Kaffee, enthalten Stoffe, die den Cholesterinspiegel erhöhen können. Auch schonend aufgebrühter Espresso kann ungesund sein, da die kleine Menge Kaffeesatz, die in der Tasse verbleibt, oft mitgetrunken wird. Das Risiko von Herzkreislauferkrankungen ist bei anderen Kaffees als Filterkaffee um ganze 11 Prozent höher, heißt es in der Studie.

Ein Kaffee mit Herzform im Milchschaum steht auf einem Tisch.
Kaffee ist ein beliebtes Genussmittel. Doch ist er auch gesund? Studien zeigen, dass die Zubereitung den Unterschied macht. (Symbolbild) © Annette Riedl/dpa

Filterkaffee hat nach Angaben der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zahlreiche Gesundheitsvorteile. Er senkt nicht nur den Cholesterinspiegel, sondern soll sogar die Schmerzlinderung von Tabletten verstärken. Zudem wirkt er entzündungshemmend und senkt das Risiko für Herzerkrankungen. Doch auch hier spielt die Menge eine Rolle: Drei bis fünf Tassen Filterkaffee am Tag gelten noch als der Gesundheit zuträglich. (hg)

Ökotest hat 20 Kaffee-Produkte getestet und gesundheitsschädliche Substanzen gefunden. Nur ein Bio-Produkt bekommt die Note „gut“.

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