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Kaffee fürs Hirn: So viele Tassen Kaffee reduzieren das Demenzrisiko um 28 Prozent, wie neue Studie zeigt

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Von: Juliane Gutmann

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Frau trinkt Kaffee
Warum Sie sich öfter mal eine Kaffeepause gönnen sollten? Ein Forscherteam hat einen weiteren Grund dafür gefunden. © Jakob Helbig/Imago

Sie sind leidenschaftlicher Kaffeetrinker? Weiter so. Kaffeegenuss soll dem Gedächtnisverlust durch Demenz vorbeugen, wie Forschende jetzt herausfanden.

Erstmal einen Kaffee: Das koffeinhaltige Getränk aus Kaffeebohnen ist aus keinem Büro wegzudenken. Auch in Cafés und in heimischen Küchen kommen Unmengen von Kaffeebohnen zum Einsatz. Welche gesundheitlichen Effekte Filterkaffee bis Latte Macchiato entfalten, wird und wurde in unzähligen Studien untersucht. Eine der aktuelleren Erhebungen attestiert dem Kaffee sogar lebensverlängernde Wirkung. Ein Forscherteam der Semmelweis-Universität in Budapest, Ungarn, hat den Einfluss von Kaffee auf die Herzgesundheit untersucht. Die Schlussfolgerung der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen um Dr. Judit Simon vom Herz- und Gefäßzentrum der Universität, die sie auf dem Kongress der European Society of Cardiology (ESC) 2021 vorstellten: Bis zu drei Tassen Kaffee pro Tag sind mit einem geringeren Risiko für Schlaganfälle und tödliche Herzkrankheiten verbunden*.

Doch nicht nur das Herz soll von Kaffee profitieren. Auch das Demenzrisiko soll durch regelmäßigen Kaffeegenuss sinken. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forscherteam um Yuan Zhang von der School of Public Health an der Tianjin Medical University in Tianjin, China. Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen haben untersucht, wie viele Tassen Kaffee sich positiv auf die Hirngesundheit auswirken.

Lesen Sie auch: Wer täglich ein bis zwei Tassen Tee trinkt, beugt dem Schlaganfall vor – doch nur eine Sorte wirkt herzstärkend

Bis zu drei Tassen Kaffee täglich reduzieren Demenz-Risiko – besser auf Bio-Kaffee setzen

Wir fanden heraus, dass Kaffee- und Teekonsum einzeln oder in Kombination mit einem geringeren Schlaganfall- und Demenzrisiko verbunden sind“, so die wesentlichen Erkenntnisse der chinesisch-US-amerikanischen Forschergruppe. Für ihre Analyse hatten sie die Daten von 365.682 Menschen zwischen 50 und 74 Jahren aus der UK Biobank ausgewertet. Dabei handelt es sich um eine groß angelegte, britische Langzeitstudie. Der Beobachtungszeitraum lag bei rund 14 Jahren.

Diejenigen Studienteilnehmer und -teilnehmerinnen, die zwei bis drei Tassen Kaffee oder drei bis fünf Tassen Tee getrunken hatten, entwickelten am seltensten Schlaganfall oder Demenz. „Im Vergleich zu denjenigen, die weder Tee noch Kaffee tranken, war der Konsum von zwei bis drei Tassen Kaffee und zwei bis drei Tassen Tee pro Tag mit einem um 32 Prozent niedrigeren Schlaganfallrisiko und einem um 28 Prozent niedrigeren Demenzrisiko verbunden“, informierten die Forschenden in ihrer Studie, die im Online-Fachjournals Plos Medicine veröffentlicht wurde. Auch nach einem Schlaganfall zeigte Kaffeegenuss positive Effekte: „Der Konsum von Kaffee allein oder in Kombination mit Tee war mit einem geringeren Risiko für eine Demenz nach einem Schlaganfall verbunden“, so ein weiteres Ergebnis der Studie.

Bei der Wahl des Kaffees ist Vorsicht geboten: In vielen Kaffeemarken wurden bedenkliche Inhaltsstoffe gefunden. Wer das Risiko von Schadstoffen im Kaffee minimieren möchte, greift am besten zum Testsieger. Nämlich zu zertifiziertem Bio-Kaffee. (jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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