Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Der schnelle morgendliche Kaffee kann sich negativ auswirken – wenn er auf nüchternen Magen getrunken wird.
+
Der schnelle morgendliche Kaffee kann sich negativ auswirken – wenn er auf nüchternen Magen getrunken wird.

Morgendliche Sünde?

Kaffee vor dem Frühstück: Gefahren und Risiken

  • Juliane Gutmann
    VonJuliane Gutmann
    schließen

Was der Kaffee im Körper bewirken kann, vor allem wenn er vor dem Frühstück getrunken wird? Das haben britische Wissenschaftler/innen untersucht.

Ganze 166 Liter konsumiert jeder Bundesbürger/jede Bundesbürgerin durchschnittlich pro Jahr, wie der Deutsche Kaffeeverband informiert. Damit ist Kaffee das absolute Lieblingsgetränk hierzulande. Dem Trank werden viele gesunde Effekte nachgesagt – allerdings gibt es auch Kontraindikationen. So sollten Menschen mit Herzrhythmusstörungen genau auf körperliche Symptome nach dem Kaffeegenuss achten und bei Beschwerden die Menge reduzieren oder ganz auf Kaffee verzichten, wie die Deutsche Herzstiftung informiert.

Für gesunde Erwachsene gilt: Bis zu fünf Tassen Kaffee über den Tag verteilt haben keine negativen gesundheitlichen Effekte. Der Techniker Krankenkasse (TK) zufolge liegt die maximal empfohlene tägliche Dosis Kaffee bei 400 Milligramm (das entspricht etwa vier Tassen à 200 Milliliter Filterkaffee oder vier einfachen Espresso). Als Einzeldosis stellen Mengen von bis zu 200 Milliliter kein gesundheitliches Risiko dar, heißt es weiter. Die TK zitiert hier ein Gutachten der European Food Safety Authority (EFSA) aus 2015. Doch nicht nur die Menge spielt eine Rolle: Auch der Zeitpunkt des Konsums beeinflusst, wie gesunde Kaffee wirklich ist.

Der Nachmittags-Kaffee ist für viele eine willkommene Unterbrechung im Arbeitsalltag.

Kaffee vor dem Frühstück erhöht Blutzuckerspiegel immens

So hat ein britisches Forscherteam der University of Bath untersucht, wie sich der Zeitpunkt des Kaffee-Konsums auf die Blutzuckerwerte auswirkt. Die Wissenschaftler/innen vom Centre for Nutrition, Exercise & Metabolism untersuchten für ihre Studie 29 Erwachsene mithilfe von oralen Glukosetoleranztests. Zum einen wurde die Schlafqualität, aber auch der Einfluss von Kaffee-Genuss auf den Körper analysiert. Das Studienergebnis: Die Schlafqualität hat keinen Einfluss auf die Blutzuckerwerte, wohl aber der Kaffee. So stiegen die Werte bei denjenigen Probanden, die rund eine Stunde nach dem Aufwachen auf nüchternen Magen Kaffee getrunken hatten (ca. 300 Milligramm Koffein als schwarzer Kaffee). Der vor dem Frühstück getrunkene schwarze Kaffee hatte den Blutzucker um rund 50 Prozent erhöht.

Das Fazit der Forschenden: „Morgenkaffee (....) kann die Glukosetoleranz und die Insulinempfindlichkeit bei gesunden Erwachsenen beeinträchtigen“. Weiter heißt es in der Studie, die im British Journal of Nutrition veröffentlicht wurde: „Individuelle Spitzenplasmaglukose- und Insulinkonzentrationen wurden durch die Schlafqualität nicht beeinflusst, waren jedoch nach dem Kaffeekonsum höher“. Ein erhöhter Blutzuckerspiegel fördert maßgeblich die Entstehung einer Insulinresistenz und damit Diabetes.

Um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten, empfehlen die Forscher/innen, Kaffee erst zum oder nach dem Frühstück zu trinken. Allerdings müssten die Studienergebnisse aufgrund der niedrigen Teilnehmerzahl durch weitere Untersuchungen untermauert werden, heißt es. (jg)

Mehr Quellen: https://www.herzstiftung.de/ihre-herzgesundheit/; https://www.tk.de/techniker/magazin/ernaehrung/

Weiterlesen: Zunge verbrannt? Dieser Trick lindert den Schmerz sofort

Schnell schlank und fit: Sechs gesunde Zuckeralternativen

Die wenigsten kennen ihn, doch Veganer schätzen ihn schon seit langem: den Reissirup. Auf den ersten Blick hat er die gleiche Konsistenz und Farbe wie Honig, doch er ist transparenter. Dennoch kann man mit Reissirup sein Frühstück aufpeppen. Er süßt zwar etwas weniger als Haushaltszucker, hat dafür aber einen leicht karamellartigen Geschmack. Zudem enthält er viele Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen oder Kalzium und hält dank seiner Mehrfachzucker den Zuckerausstoß gering.
Die wenigsten kennen ihn, doch Veganer schätzen ihn schon seit langem: den Reissirup. Auf den ersten Blick hat er die gleiche Konsistenz und Farbe wie Honig, doch er ist transparenter. Dennoch kann man mit Reissirup sein Frühstück aufpeppen. Er süßt zwar etwas weniger als Haushaltszucker, hat dafür aber einen leicht karamellartigen Geschmack. Zudem enthält er viele Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen oder Kalzium und hält dank seiner Mehrfachzucker den Zuckerausstoß gering. © pixabay/ponce_photography
Kokosblütenzucker, auch Kokos- oder Palmzucker genannt, ist erst seit kurzem bekannt, aber dank seines niedrigen glykämischen Index bereits ein Star in der veganen und der Paleo-Community. Deshalb wird er besonders bei Diabetes, hohem Blutdruck oder Herzerkrankungen empfohlen. Der Kokoszucker wird aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt und ist ebenfalls reich an diversen Mineralstoffen. Dennoch schmeckt er nicht nach Kokos, sondern hat ebenfalls eine karamellige Note. Man kann ihn 1:1 wie braunen Zucker verwenden.
Kokosblütenzucker, auch Kokos- oder Palmzucker genannt, ist erst seit kurzem bekannt, aber dank seines niedrigen glykämischen Index bereits ein Star in der veganen und der Paleo-Community. Deshalb wird er besonders bei Diabetes, hohem Blutdruck oder Herzerkrankungen empfohlen. Der Kokoszucker wird aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt und ist ebenfalls reich an diversen Mineralstoffen. Dennoch schmeckt er nicht nach Kokos, sondern hat ebenfalls eine karamellige Note. Man kann ihn 1:1 wie braunen Zucker verwenden. © pixabay/Couleur
Wer schon einmal in den USA oder Kanada war, kennt ihn meist auf Pancakes zum Frühstück: den Ahornsirup. Als gesunde Alternative ist er bei Veganern sehr beliebt. Er wird aus kanadischen Ahornbäumen gewonnen und als Saft eingekocht. Er gilt als natürliches Süßungsmittel und ist in verschiedenen Qualitätsgraden (AA, A, B, C, D) erhältlich. Auch Ahornsirup wird für seine vielen Mineralstoffe und Spurenelemente geschätzt. Zudem sollen darin befindliche Substanzen antioxidativ und entzündungshemmend wirken.
Wer schon einmal in den USA oder Kanada war, kennt ihn meist auf Pancakes zum Frühstück: den Ahornsirup. Als gesunde Alternative ist er bei Veganern sehr beliebt. Er wird aus kanadischen Ahornbäumen gewonnen und als Saft eingekocht. Er gilt als natürliches Süßungsmittel und ist in verschiedenen Qualitätsgraden (AA, A, B, C, D) erhältlich. Auch Ahornsirup wird für seine vielen Mineralstoffe und Spurenelemente geschätzt. Zudem sollen darin befindliche Substanzen antioxidativ und entzündungshemmend wirken. © Pixabay
Neben Xylit gehört auch Erythrit zu den Zuckeralkoholen und wird als Zuckeraustauschstoff verwendet. Er sieht dem Haushaltszucker ebenfalls gleich und schmeckt süß. Er kommt in natürlicher Form in Käse, Mais oder Obst vor und wird durch Fermentation gewonnen. Erythrit enthält ebenfalls kaum Kalorien und beeinflusst nicht den Blutzucker- oder Insulinspiegel. Daher wird er bei Diabetes oder Übergewicht empfohlen. Allerdings süßt er nicht so stark wie Xylit oder normaler Haushaltszucker.
Neben Xylit gehört auch Erythrit zu den Zuckeralkoholen und wird als Zuckeraustauschstoff verwendet. Er sieht dem Haushaltszucker ebenfalls gleich und schmeckt süß. Er kommt in natürlicher Form in Käse, Mais oder Obst vor und wird durch Fermentation gewonnen. Erythrit enthält ebenfalls kaum Kalorien und beeinflusst nicht den Blutzucker- oder Insulinspiegel. Daher wird er bei Diabetes oder Übergewicht empfohlen. Allerdings süßt er nicht so stark wie Xylit oder normaler Haushaltszucker. © pixabay/Pezibear
Honig gilt seit Menschengedenken als wertvolles Nahrungs- und Heilmittel. Er wird von Bienen aus gesammeltem Nektar von Blüten oder durch Ausscheidungsprodukte verschiedener Läusearten, dem sogenannten Honigtau, produziert. Honig besteht zu 80 Prozent aus reinem Zucker. Heutzutage wird er als Süßungsmittel genutzt und seit der Antike für seine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung bei diversen Erkrankungen gerühmt.
Honig gilt seit Menschengedenken als wertvolles Nahrungs- und Heilmittel. Er wird von Bienen aus gesammeltem Nektar von Blüten oder durch Ausscheidungsprodukte verschiedener Läusearten, dem sogenannten Honigtau, produziert. Honig besteht zu 80 Prozent aus reinem Zucker. Heutzutage wird er als Süßungsmittel genutzt und seit der Antike für seine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung bei diversen Erkrankungen gerühmt. © Pixabay
Stevia wird aus der südamerikanischen Pflanze Stevia rebaudiana (auch "Süßkraut" oder "Honigkraut" genannt) gewonnen und ist ebenfalls ein natürlicher und beliebter Süßstoff. Er besteht großteils aus den sogenannten Stevioglycosiden und hat weder Kalorien noch Zucker. Daher ist Stevia bei Diabetes, Insulinresistenz und sogar zur Kariesprophylaxe geeignet. Doch Vorsicht: Der Süßstoff ist bis zu 300 Mal süßer als herkömmlicher Haushaltszucker.
Stevia wird aus der südamerikanischen Pflanze Stevia rebaudiana (auch "Süßkraut" oder "Honigkraut" genannt) gewonnen und ist ebenfalls ein natürlicher und beliebter Süßstoff. Er besteht großteils aus den sogenannten Stevioglycosiden und hat weder Kalorien noch Zucker. Daher ist Stevia bei Diabetes, Insulinresistenz und sogar zur Kariesprophylaxe geeignet. Doch Vorsicht: Der Süßstoff ist bis zu 300 Mal süßer als herkömmlicher Haushaltszucker. © picture alliance / dpa / Marijan Murat

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare