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Im Fall des Corona-Impfstoffs des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson reicht eine Dosis aus. In den USA wurden nach der Impfung sechs Sinusvenenthrombosen erfasst.
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Im Fall des Corona-Impfstoffs des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson reicht eine Dosis aus. In den USA wurden nach der Impfung sechs Sinusvenenthrombosen erfasst.

Johnson & Johnson-Impfstoff jetzt auch in Deutschland

Johnson & Johnson-Impfung zeigt schnelle Wirkung gegen schweres Covid – Überblick über mögliche Impf-Komplikationen

Der Impfstoff von Johnson & Johnson muss nur einmal verimpft werden und zeigt in Studien hohe Wirksamkeit. Jedoch führten Zwischenfälle in den USA zu einem Impfstoff.

Der Impfstoff von US-Hersteller Johnson & Johnson, auch Ad26.COV2.S genannt, wird seit Anfang Mai auch in Deutschland verimpft. In den USA kam es allerdings Anfang April zu einem Impfstopp mit dem Vakzin. Grund dafür waren sechs Fälle von Hirnvenenthrombosen, die nach der Impfung aufgetreten sind. Rund zehn Tage dauerte die vorübergehende Aussetzung an, für die sich die amerikanischen Behörden entschlossen hatten. Die Aussetzung sei aus einem „Übermaß an Vor­sicht“ empfohlen worden, zitiert das Ärzteblatt die Gesundheitsbehörde CDC und die Arzneimittelbehörde FDA.

Dieser Fall erinnert an das Vorgehen des deutschen Bundesgesundheitsministeriums im Fall des Impfstoffes von Astrazeneca. Auch hier wurde ein Zusammenhang zwischen der Impfung und der Entstehung von Thrombosen vor allem für unter 60-Jährige hergestellt. In der Konsequenz kam es zu einem kurzen Impfstopp im März. In beiden Fällen – bei dem Astrazeneca- und Johnson & Johnson-Präparat – handelt es sich um Vektorimpfstoffe. Beide Präparate werden wieder eingesetzt, da die zuständigen Behörden zu dem Schluss gekommen sind, dass die Vorteile der Impfung die Risiken überwiegen.

Mehr zur Häufigkeit von Nebenwirkungen nach einer Corona-Impfung erfahren Sie hier.

Corona-Impfung von Johnson & Johnson: Gute Wirksamkeit nachgewiesen

Tatsächlich zeigt eine aktuelle Studie, die im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht wurde, dass der Johnson & Johnson-Impfstoff bereits sieben Tage nach der Impfung als wirksam gegen schweres/kritisches Covid-19 wirkt. Außerdem verhindert sie offenbar auch symptomatische Infektionen mit den Varianten, die in Südafrika und Brasilien vorherrschen, informiert die Deutsche Apotheker Zeitung (DAZ). Für die Auswertung wurde von September 2020 bis Januar 2021 beobachtet, wie sich die Johnson & Johnson-Impfung auf das Corona-Risiko auswirkt. Dafür hatten die Forscher:innen 44.325 erwachsene Teilnehmer im Verhältnis 1:1 nach dem Zufallsprinzip einer Einzeldosis Ad26.COV2.S (5×1010 Viruspartikel) oder Placebo zugeordnet. 34 Prozent der Teilnehmer:innen waren über 60 Jahre alt, zitiert die Deutsche Apotheker Zeitung.

Die Untersuchung zeigte, dass die Impfung nach rund zwei Wochen eine Wirksamkeit von 77 Prozent gegen schweres Covid zeigt. Nach 28 Tagen waren die Menschen sogar zu rund 85 Prozent davor geschützt, an kritischen Corona-Verläufen zu erkranken. Außerdem nahm die Wirksamkeit über ungefähr acht Wochen nach der Impfung weiter zu, so die DAZ. Es gebe zudem keine Hinweise darauf, dass der Schutz im Laufe der Zeit abnimmt.

Der Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson wird seit Anfang Mai auch in Deutschland verabreicht.

Mögliche Nebenwirkungen der Johnson & Johnson-Impfung

Im Rahmen der Zulassungsstudie für den Johnson & Johnson-Impfstoff wurde unter anderem getestet, zu welchen Nebenwirkungen die Impfung führen kann. Das Portal Gesundheitsinformation.de, das vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in Auftrag gegeben wird, informiert, dass der Impfstoff in der Zulassungsstudie an etwa 44.000 Teilnehmenden erprobt wurde. Neben leichten und vorübergehenden Impfreaktionen wie Schmerzen an der Einstichstelle konnten die Studienleiter keine schweren Nebenwirkungen an den Teilnehmern beobachten, heißt es.

Sehr seltene Nebenwirkungen können während der Zulassungsstudien eines Impfstoffs allerdings meist nicht erkannt werden, so Gesundheitsinformation.de. Deshalb würden internationale Behörden nach der Zulassung von Impfstoffen immer die Verdachtsmeldungen zu Nebenwirkungen überwachen. So wurden auch die sechs Fälle von Hirnvenenthrombosen in den USA nach der Johnson & Johnson-Impfung bekannt. Dabei handelt es sich bislang um sehr selten auftretende Komplikationen, jedoch sollten Geimpfte bei Verdacht auf eine Thrombose sofort handeln. Welche Symptome eine Thrombose kennzeichnen und wie Sie sich im Notfall verhalten, erfahren Sie hier. (jg)

Vektorimpfsoff oder mRNA-Impfstoff: Erfahren Sie hier mehr über die Unterschiede zwischen den beiden Technologien.

Weiterlesen: Wirksamkeit der Corona-Impfung: Wer dieses Gewicht überschreitet, riskiert einen schlechteren Impfschutz.

Mehr Quellen: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/; https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

Eine mit Coronaviren befallene Zelle
Ende 2019 wurde zum ersten Mal über das Coronavirus Sars-CoV-2 berichtet. Zuerst nur in China diagnostiziert, breitete sich die durch Coronaviren ausgelöste Krankheit Covid-19 weltweit aus. Die Pandemie hat im Jahr 2020 weltweit etwa 1.900.000 Todesopfer gefordert. Auf der Darstellung oben ist eine menschliche Zelle (grün) zu sehen, die mit Coronaviren (gelb) infiziert ist.  © Niaid/dpa
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat. © dpa/dpaweb-mm
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Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. © dpa
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Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff. © dpa
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Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung. © dpa
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Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. © dpa
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