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Wer täglich Medikamente einnimmt, sollte sich von Arzt und Apotheker gut über mögliche Wechsel- und Nebenwirkungen der Arzneimittel informieren lassen.
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Wer täglich Medikamente einnimmt, sollte sich von Arzt/Ärztin und Apotheker/in gut über mögliche Wechsel- und Nebenwirkungen der Arzneimittel informieren lassen.

Herzkreislauferkrankungen vorbeugen

Innere Blutungen durch Gerinnungshemmer: Welche Symptome Sie zum Arzt/zur Ärztin führen sollten

  • Juliane Gutmann
    VonJuliane Gutmann
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Rund eine Million Deutsche nehmen regelmäßig Blutverdünner ein. Sie beugen Herzinfarkt und Schlaganfall effektiv vor – bergen aber auch Nebenwirkungen.

Gerinnungshemmer wie Marcumar werden umgangssprachlich als Blutverdünner bezeichnet. Sie zählen zu den am häufigsten eingenommenen Medikamenten in Deutschland: Rund eine Million Deutsche nehmen regelmäßig blutgerinnungshemmende Medikamente ein, wie die deutsche Herzstiftung informiert. Diese medikamentöse Therapie ist eine wichtige Säule in der Behandlung verschiedener Herz-Kreislauf-Erkrankungen. So empfehlen Mediziner/innen dem Portal Apotheken Umschau zufolge nach wiederholten Thrombosen und Embolien eine dauerhafte Behandlung mit Gerinnungshemmern.

Die Hauptaufgabe von blutgerinnungshemmenden Medikamenten ist das Vorbeugen von Blutgerinnseln, die einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Lungenembolie auslösen können. Manche Patienten/Patientinnen sollten Blutverdünner über Jahre einnehmen, andere nur wenige Monate. Wie lange eine Therapie andauert, wird von dem/der behandelnden Arzt/Ärztin entschieden.

Wann Blutverdünner der Apotheken Umschau zufolge dauerhaft zum Einsatz kommen:

  • bei dauerhaftem Vorhofflimmern
  • nach dem Einsetzen mechanischer Herzklappen
  • nach einer Thrombose oder Lungenembolie

Innere Blutungen als häufige Nebenwirkung von Gerinnungshemmern

Blutgerinnungshemmende Medikamente beugen den häufigsten Todesursachen in Deutschland vor: den Herz-Kreislauferkrankungen. So verstarben 2019 331.200 Menschen an einer Herzkreislauferkrankung, wie das Statistische Bundesamt informiert. Dazu zählen Herzinfarkt und Schlaganfall. Jedoch bergen Blutverdünner auch Nebenwirkungen, die mitunter gefährliche Folgen haben können. Die häufigsten Nebenwirkungen von Gerinnungshemmern sind Blutungen, vor allem im Magen-Darm-Trakt, meldet das Portal Gesundheitsinformation.de des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen.

Je nachdem, wo es im Körper zu inneren Blutungen kommt, können die Symptome unterschiedlich sein. So sind Gesundheitsinformation.de zufolge leichtes Nasen- oder Zahnfleischbluten sowie blaue Flecken auf der Haut in der Regel unproblematisch.

Bei folgenden Anzeichen sollten Sie allerdings schnell eine/n Arzt/Ärztin aufzusuchen:

  • starkes, anhaltendes Nasen- oder Zahnfleischbluten
  • große Blutergüsse
  • rot verfärbter Urin
  • Blutspuren im Stuhl (dunkelrot oder schwarz verfärbter Stuhl)
  • Blutspuren in Erbrochenem

Sehr selten kommt es zu Hirnblutungen als Nebenwirkung von Gerinnungshemmern. Bei folgenden möglichen Anzeichen sollten Sie Gesundheitsinformation zufolge sofort den Notruf alarmieren:

  • starke, plötzlich auftretende Kopfschmerzen
  • Sehstörungen, Schwindel, Lähmungserscheinungen oder Taubheitsgefühle
  • Bewusstseinsstörungen oder nachlassende Reaktionsfähigkeit
  • Krämpfe

(jg)

Mehr Quellen: https://www.herzstiftung.de/infos-zu-herzerkrankungen/

Weiterlesen: Rund 35 Prozent der Deutschen betroffen: So erkennen Sie das metabolische Syndrom als „tödliches Quartett“

So erkennen Sie einen Schlaganfall

Schlaganfall Symptome
Diagnose Schlaganfall – je eher er entdeckt wird, umso besser sind die Heilungs- und Überlebenschancen für den Patienten. Es gibt vier typische Symptome, mit denen Ärzte, aber auch Angehörige prüfen können, ob jemand kurz zuvor einen Schlaganfall erlitten hat. © picture-alliance / dpa
Lächeln: Schlaganfall-Patienten können oft nicht mehr richtig lachen, der Mund wird schief.
Lächeln: Schlaganfall-Patienten können oft nicht mehr richtig lachen, der Mund wird schief. © dpa
Sprechen: Wer einen Schlaganfall erlitten hat, kann meistens keine zusammenhängenden Sätze mehr formulieren. Wer also stottert und sprachliche Probleme hat, hat möglicherweise einen Schlaganfall.
Sprechen: Wer einen Schlaganfall erlitten hat, kann meistens keine zusammenhängenden Sätze mehr formulieren. Wer also stottert und sprachliche Probleme hat, hat möglicherweise einen Schlaganfall. © dpa
Arme: „Heben Sie doch einmal beide Arme nach oben!“ Wer einen Schlaganfall erlitten hat, kann meist nicht mehr selbstständig beide Arme in die Höhe strecken.
Arme: „Heben Sie doch einmal beide Arme nach oben!“ Wer einen Schlaganfall erlitten hat, kann meist nicht mehr selbstständig beide Arme in die Höhe strecken. © picture alliance / dpa
Schlaganfall
Zunge: „Zeigen Sie mal Ihre Zunge.“ Das Herausstrecken funktioniert nicht mehr richtig, die Zunge ist gekrümmt und wandert von einer Seite zur anderen. © dpa
Schlaganfall
Risiko-Faktoren und mögliche Auslöser für einen Schlaganfall: Bluthochdruck, Herzkrankheiten besonders Vorhofflimmern, Bewegungsmangel, Diabetes, Rauchen, Übergewicht. © dpa
Schlaganfall
Faktoren, die sich naturgemäß nicht beeinflussen lassen, sind das Alter, Geschlecht (Männer sind gefährdeter) und schlicht die Veranlagung. © dpa

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