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Menschen gehen zur Corona-Impfung am Erlebnis-Zoo Hannover. Am Zoo gibt es ein neues Impfangebot, welches sich dann zukünftig vor allem auch an Kinder richten soll.
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Auch am Zoo in Hannover können sich Bürger und Bürgerinnen gegen Corona impfen lassen. Wie sinnvoll das wirklich ist, zeigt eine aktuelle Studie. (Archivbild)

Risiko stark erhöht

Studie zeigt Komplikationen nach Impfung und nach Corona-Infektion im Vergleich: Weit mehr Herzinfarkte

  • Juliane Gutmann
    VonJuliane Gutmann
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Angst vor einer Ansteckung mit Coronaviren und Angst vor der Impfung: Beides herrscht aktuell bei vielen Menschen vor. Wie berechtigt dies ist, zeigt eine neue Studie.

Nach einer Corona-Impfung kam es zu einer Thrombose oder einem Herzinfarkt: Fast jeder kennt derartige Berichte von Bekannten oder aus sozialen Netzwerken. Doch wie sind solche Informationen einzustufen? Sind es Einzelfälle oder sogar Fake-News, die die Runde machen? Oder ist das Risiko einer schwerwiegenden Impf-Nebenwirkung doch größer als Behörden der Öffentlichkeit vermitteln? Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit ermitteln derzeit in groß angelegten Studien, wie häufig es bislang wirklich zu schweren Nebenwirkungen nach der Corona-Impfung kam.

Eine der eindrucksvollsten Studien zum Thema wurde im September 2021 im Fachblatt The New England Journal of Medicine veröffentlicht. Ben Reis von der britischen Harvard University und seine Kolleginnen und Kollegen hatten auf Grundlage israelischer Daten von mehr als drei Millionen geimpften und ungeimpften Menschen sogenannte „epidemiologische Zwillinge“ herausgefiltert. „Eine geimpfte 60-jährige Diabetikerin haben wir einer ungeimpften 60-jährigen Diabetikerin zugeordnet“, wird Reis von der Welt zitiert. Bei mehr als 800.000 solcher Paarungen hatten Reis und seine Kollegen Erkrankungen verglichen, die in den sechs Wochen nach der Biontech-Impfung berichtet wurden, heißt es weiter auf welt.de.

Die Studienergebnisse sprechen für sich.

Nierenversagen, Herzinfarkt und Venenthrombosen: Risiko erhöht sich durch Corona-Infektion

„In dieser Studie, die im Rahmen einer landesweiten Massenimpfung durchgeführt wurde, war der BNT162b2-Impfstoff nicht mit einem erhöhten Risiko für die meisten der untersuchten unerwünschten Ereignisse verbunden. Der Impfstoff war mit einem erhöhten Risiko für Myokarditis (Herzmuskelentzündung) verbunden (1 bis 5 Ereignisse pro 100.000 Personen). Das Risiko dieses potenziell schwerwiegenden unerwünschten Ereignisses und vieler anderer schwerwiegender unerwünschter Ereignisse war nach einer SARS-CoV-2-Infektion allerdings deutlich erhöht“, so die Schlussfolgerung, die die Forscherinnen und Forscher aus ihrer Studie zogen.

Das Newsportal Welt.de hat auf Grundlage der Studienveröffentlichung in einer Grafik veranschaulicht, wie häufig es nach einer Biontech-Impfung und nach einer Corona-Infektion zu schweren gesundheitlichen Problemen kam. Die Forscherinnen und Forscher hatten diese auf Grundlage gemeldeter Impfkomplikationen aufgeschlüsselt (Fallzahl pro 100.000 Personen):

  • Herzrhythmusstörungen: nach Impfung -6 Fälle, nach Corona-Infektion 166 Fälle
  • Lungenembolie: nach Impfung -1, nach Corona-Infektion 62
  • Akutes Nierenversagen: nach Impfung: -5, nach Corona-Infektion 125 Fälle
  • Herzinfarkt: nach Impfung: 1 Vorfall, nach Corona-Infektion 25 Betroffene
  • Tiefe Venenthrombose: nach Impfung. -1, nach Corona-Infektion 43

Lesen Sie auch: Corona in Zahlen: Für zwei Gruppen ist das Virus am tödlichsten

Gefahr von Komplikationen durch Corona selbst weit größer als durch eine Impfung

Die Ergebnisse zeigen nur für ein Ereignis eine erhöhte Wahrscheinlichkeit nach der Impfung: Zu einer Gürtelrose kam es nach der Impfung bezogen auf 100.000 Menschen 16-mal. Eine Infektion mit dem Coronavirus hatte dagegen in keinem Fall zur Gürtelrose geführt. In Hinblick auf die lebensbedrohlichen Krankheiten kann anhand der Studie allerdings klar abgeleitet werden, dass die Gefahr durch die Erkrankung selbst weit größer ist als durch eine Impfung.

Zu berücksichtigen ist allerdings, dass die oben genannten an die Meldebehörden übermittelten Impf-Komplikationen und Ursachen für Corona-Todesfälle nicht immer eindeutig auf die Impfung oder die Erkrankung zurückgeführt werden können. Andere Auslöser wie Infekte können nicht immer diagnostiziert werden und auch Pathologinnen und Pathologen können nach Todesfällen nicht immer gänzlich nachvollziehen, woran ein Mensch am Ende verstorben ist. (jg) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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