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Tretbootfahren auf dem Schwarzen Meer
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Der Urlaub ist gebucht, doch die Corona-Impfung fällt in die Reisezeit: Kann man die Impfung einfach verschieben?

Schlechtes Timing

Wenn die Corona-Zweitimpfung in die Reisezeit fällt: Wann Sie den Impftermin verschieben können

Sie möchten Ihre Impfung verschieben? Es gibt nur wenige Gründe, die Mediziner/innen in dem Fall gelten lassen. Welche das sind, erfahren Sie hier.

Um einen optimalen Impfschutz zu gewährleisten, dürfen zwischen Erst- und Zweitimpfung mit dem Biontech-Vakzin drei bis sechs Wochen liegen. Bei Moderna-Impfungen sind es vier bis sechs Wochen und bei Corona-Impfungen mit dem Astrazeneca-Präparat gilt als zugelassenes Impfintervall* ein Zeitraum von vier bis zwölf Wochen. Wenn der zeitliche Abstand zwischen den Impfungen länger oder kürzer ist, besteht das Risiko einer geringeren Schutzwirkung. Dr. Markus Frühwein, einer der drei ärztlichen Koordinatoren der Stadt München, erklärt in Hinblick auf die Verschiebung von Astrazeneca-Zweitimpfungen: „Patient*innen tragen bei niedergelassenen Ärzt*innen oft vehement den Wunsch nach einer Verschiebung des Zweitimpftermins vor. Medizinisch ist eine Verkürzung des Impfabstandes jedoch nicht zu empfehlen, da die Wirksamkeit der Impfung nach wissenschaftlichen Erkenntnissen dann deutlich schlechter ist. Wenn der Impfabstand unter 6 Wochen liegt, beträgt die Wirkung in etwa 55 Prozent. Sind es mindestens 12 Wochen, liegt die Wirkung bei über 80 Prozent. Berufliche Gründe oder ein geplanter Urlaub sind aus ärztlicher Sicht keine nachvollziehbaren Gründe für eine Verschiebung“, wird Frühwein vom offiziellen Stadtportal Münchens zitiert.

Doch bei vielen Bürgern/Bürgerinnen fällt die Zweitimpfung – sei es mit dem Moderna-, Biontech-, Johnson & Johnson- oder Astrazeneca-Präparat – in die Ferienzeit. Wer dann nicht im Land ist oder auf Deutschlandtour, kann den Impftermin nicht wahrnehmen. Die einfachste Lösung: Den Urlaub so planen, dass der Impftermin eingehalten werden kann. Denn das Verschieben der Zweitimpfung ist nicht so einfach möglich.

Triftige Gründe nötig: Wann Sie die Corona-Zweitimpfung schieben können

Wie das Portal Nordbayern.de informiert, ist der Wunsch nach einer Verschiebung der Zweitimpfungen Thema Nummer 1 bei den Gesprächen an der Hotline des Nürnberger Impfzentrums. Dieses stellt klar: Termine für die Zweitimpfungen von den Impflingen mit mRNA-Impfstoffen sind grundsätzlich einzuhalten. Terminverschiebungen nach hinten sind nur in dringenden persönlichen Ausnahmefällen zulässig, die auch durch geeignete Nachweise belegt werden müssen. Folgende Gründe gelten als triftiger Grund, um die Zweitimpfung verschieben zu können:

  • Krankheit (ärztliches Attest muss bei der Impfstelle vorgelegt werden)
  • dringende berufliche Gründe (Bestätigung des Arbeitgebers muss vorgelegt werden)
  • anstehende Reha oder ein Krankenhausaufenthalt
  • Todesfall in der engsten Familie
Wenn der zweite Impftermin in die Urlaubszeit fällt, will so manch einer seine Corona-Zweitimpfung nach vorne oder hinten schieben.

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege betont Nordbayern.de zufolge, dass geplante Urlaubsreisen, Familientreffen oder ähnliche Anlässe nicht als dringender persönlicher Grund für die Verlegung von Impfterminen gelten. Bürgern, die aus solchen Gründen den Termin verschieben wollen, sollen keine Ersatztermine angeboten werden, heißt es weiter.

Dr. Christoph Specht spricht sich dem Stern zufolge für ein solches Vorgehen aus: „Das Ganze ist ja kein Spaß, sondern ein ernster Kampf gegen die Pandemie. Die Impfung sollte gerade wirklich oberste Priorität sein und Termine sollten deshalb unbedingt wahrgenommen werden. Ich persönlich würde direkt alles stehen und liegen lassen für diesen Impf-Termin, denn jeder der einen bekommt, sollte froh sein, bald geschützter gegen das Virus zu sein“, so der Mediziner. Er sieht außerdem die Gefahr, dass das Verschieben des Impftermins zur Folge hat, dass das empfohlene Impfintervall nicht eingehalten werden kann. Zu lange Abstände zwischen Erst- und Zweitimpfung gefährden Specht zufolge den Impfschutz.

Weiterlesen: Corona-Zweitimpfung: Warum Sie nicht auf die zweite Impfdosis verzichten dürfen*

(jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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