1. Startseite
  2. Ratgeber
  3. Gesundheit

Herzinfarkt-Gefahr bei jedem fünften Arbeitnehmer: Zwei Gegenmaßnahmen sollten Sie kennen

Erstellt:

Von: Juliane Gutmann

Kommentare

Menschen arbeiten im Großraumbüro
Ein aktueller Bericht zeigt: Stress in der Arbeit kann das Herz krank machen. © Imago

Arbeitsstress, Depression, Angststörung: Knapp jede/r fünfte Arbeitnehmer/in hat dem DAK-Gesundheitsreport zufolge mindestens einen psychischen Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Krankheiten.

Herzinfarkt, Schlaganfall und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigsten Todesursachen in Deutschland. Im Jahr 2020 wurden dem Statistischen Bundesamt zufolge rund 338.000 Todesfälle auf Herz- und Kreislauf-Krankheiten zurückgeführt. Im aktuellen DAK-Gesundheitsreport „Risiko Psyche: Wie Depressionen, Ängste und Stress das Herz belasten“ wird unter anderem beleuchtet, wie stark psychische Leiden das Herzinfarkt-Risiko beeinflussen. Eines der wichtigsten Ergebnisse: Hochgerechnet haben 8,6 Millionen Erwerbstätige ein psychisches Risiko für einen Herzinfarkt, das entspricht etwa jedem/jeder fünften Arbeitnehmer/in. Zu diesen Risikofaktoren zählen neben Stress in der Arbeit auch behandlungsbedürftige psychische Krankheiten wie Angststörungen oder Depressionen.

Im Rahmen des DAK-Gesundheitsreports 2022 hat das IGES Institut in Berlin die Daten von 2,45 Millionen erwerbstätigen DAK-Versicherten ausgewertet, außerdem wurden rund 7.100 erwerbstätige Frauen und Männer durch das Forsa-Institut befragt.

Psychische Krankheiten und Stress „gehen aber auch buchstäblich ans Herz“

„Depressionen, Ängste und negativer Stress sind bereits für sich genommen eine große Belastung. Sie gehen aber auch buchstäblich ans Herz!“, erklärt Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit. Das Herzrisiko Psyche wird oft unterschätzt, führt Storm weiter aus. Auch Professor Christoph Herrmann-Lingen, Leiter der Klinik für Psychosomatische Medizin an der Universitätsmedizin Göttingen, stimmt der DAK Gesundheit zufolge zu: „Zum einen ist es so, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen häufiger Herzprobleme entwickeln. Zum anderen sehen wir bei vielen Herz-Kreislauf-Patientinnen und -Patienten in der Folge eine psychische Erkrankung“.

Mit Vorsorge und Prävention gegen Herzprobleme

Nicht nur ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und ausreichend Bewegung, sondern auch Entspannung im Alltag tut dem Herzen gut. Erholungspausen oder einfache Atemübungen, die man einfach in den Alltag einbauen kann, können den Stresslevel immens senken. Ab dem 35. Lebensjahr haben Sie zudem Anspruch auf eine kostenlose Gesundheitsuntersuchung, die unter anderem einen Bluttest umfasst. Alle drei Jahre ist der kostenlose Check-up möglich. Doch mehr als ein Drittel der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen weiß nichts von dieser Früherkennungsmaßnahme, so die DAK Gesundheit. Weiter heißt es, dass nur die Hälfte der Befragten das Angebot nutzen würden.

Auch Präventions- und Gesundheitskurse, die von vielen Krankenkassen angeboten werden, werden häufig nicht genutzt. So sind nur etwa 60 Prozent der Beschäftigten über Präventionskurse informiert, wie aus dem DAK-Gesundheitsreport hervorgeht. (jg)

Auch interessant

Kommentare