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Neue Studie: So kann sich das Herz verjüngern lassen

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Von: Kilian Bäuml

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Eine Gruppe Jogger läuft durch den Wald
Dass Sport gut fürs Herz ist, lässt sich bisher nur schwer wissenschaftlich belegen. (Symbolfoto) © Foto: Frank Sorge via www.imago-images.de

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland. Eine neue Studie hat untersucht, wie sich das Herz verjüngen lässt.

Frankfurt – Mehr als 300.000 Menschen erleiden jedes Jahr allein in Deutschland einen Herzinfarkt. Laut dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) ist dieser eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Nimmt man alle Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusammen, handelt es sich sogar um die häufigste.

In einer neuen Studie der Uniklinik Heidelberg, haben Forschende jetzt herausgefunden, wie sich die Neubildung gealterter Herzmuskelzellen fördern lässt.

Herz-Gesundheit: Studie wurde an Mäusen durchgeführt

Das Herz hat eine begrenzte Fähigkeit, seine Herzmuskelzellen neu zu bilden. Diese Fähigkeit der Neubildung und Regeneration nimmt im Alter ab, gleichzeitig steigt jedoch die Gefahr für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In einem Versuch mit Mäusen konnten Forschende des Universitätsklinikums Heidelberg nachweisen, dass sich körperliche Aktivität positiv auf die Regeneration von Herzmuskelzellen auswirken kann. Dass Sport dem Herz guttut, war zwar vorher schon bekannt, konnte bisher aber nur schwer wissenschaftlich belegen, schreibt die DZHK.

Das Forschungsteam um Dr. Carolin Lerchenmüller von der Universitätsklinik Heidelberg konnte in seiner Studie jetzt Anzeichen dafür feststellen, dass sich durch Bewegung sogar bei älteren Mäusen der Neubildungsprozess von Herzmuskelzellen ankurbeln lässt. Auch ein gesunder Lebensstil und eine ausgewogene Ernährung können sich positiv auf die Herz-Gesundheit auswirken.

„In früheren Arbeiten haben wir bereits nachgewiesen, dass ausdauernde Bewegung die Kardiomyogenese jüngerer Mäuse effektiv stimuliert. Jetzt haben wir den Einfluss der körperlichen Aktivität auf die zellulären und molekularen Mechanismen der Kardiomyogenese bei älteren Mäusen untersucht“, erklärte Lerchenmüller in einer Pressemitteilung der Uniklinik Heidelberg.

Herz-Gesundheit: Studie untersucht, wie sich Bewegung auf das Herz von Mäusen auswirkt

Für den Versuch wurden Mäuse untersucht, die 20 Monate alt waren. Eine Gruppe Mäuse bekam die Möglichkeit, in einem Laufrad zu rennen, die andere nicht. Anschließend wertete das Forscherteam aus, wie sich die Bewegung auf die Neubildung von Herzmuskelzellen ausgewirkt hatte. Die Daten der Mäuse mit Möglichkeit zum Rennen wurden dann mit denen von Mäusen verglichen, die weniger körperlich aktiv waren.

Das Ergebnis der Studie: Die Mäuse mit Rennrad entwickelten 2,3 Prozent neue Herzmuskeln jährlich. Die gleichaltrigen Mäuse ohne körperliche Aktivität verzeichneten keine neuen Herzmuskelzellen. „Weitere Untersuchungen sollen nun zeigen, ob sich aus den Erkenntnissen Möglichkeiten zur Prävention und Therapie von Herzerkrankungen beim Menschen ableiten lassen“, erklärte Dr. Lerchenmüller. Bereits in einer früheren Studie aus dem Jahr 2019 stellten die Forschenden fest, dass sich die Herzmuskelzellen von jungen Mäusen durch körperliche Aktivität sogar um jährlich 7,5 Prozent steigern ließen. (Kilian Bäuml)

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