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Wartebereich in einem Corona-Impfzentrum
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Das Paul-Ehrlich-Institut informiert regelmäßig über mögliche Nebenwirkungen nach der Corona-Impfung. (Archivbild)

ADE als Impfkomplikation?

Schwerer Corona-Krankheitsverlauf trotz Impfung: Das müssen Sie über den ADE-Effekt wissen

  • Juliane Gutmann
    VonJuliane Gutmann
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Durch infektionsverstärkende Antikörper kann der ADE-Effekt schwere Krankheitsverläufe zur Folge haben. Wurde er auch nach der Corona-Impfung beobachtet?

Gesundheitsbehörden wie das Robert Koch-Institut empfehlen die Corona-Impfung. Der Nutzen für den Einzelnen und für die Allgemeinheit würde die möglichen Risiken einer Impfung überwiegen, heißt es von offizieller Seite. Wie Zulassungsstudien und die Sicherheitsberichte des Paul-Ehrlich-Instituts PEI (Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel) zeigen, handelt es sich bei Impf-Nebenwirkungen meist um vorübergehende Beschwerden wie Schmerzen an der Einstichstelle, Fieber, Schüttelfrost oder Müdigkeit. Die Melderate über schwerwiegende Reaktionen betrug dem aktuellen PEI-Sicherheitsbericht zufolge 0,2 pro 1.000 Impfdosen. Zu den schweren Impfkomplikationen zählen etwa Herzmuskelentzündung oder Thrombosen.

Zum aktuellen PEI-Sicherheitsbericht

Eine weitere mögliche Impfstoff-Nebenwirkung namens ADE wurde bereits 2020 bekannt. Dabei handelt es sich dem Bundesgesundheitsministerium zufolge um infektionsverstärkende Antikörper (Antibody Dependent Enhancement, ADE), die eine heftige Immunreaktion zur Folge haben können. Nicht nur die Infektion mit dem Coronavirus selbst, auch eine Impfung könne theoretisch ADE zur Folge haben, informiert das Paul-Ehrlich-Institut. Die von B-Immunzellen gebildeten Antikörper, die normalerweise das Virus attackieren sollen, tun in dem Fall genau das Gegenteil, wie die Frankfurter Allgemeine (FAZ) den ADE-Effekt beschreibt. Sie würden dem Virus den Eintritt in die menschlichen Zellen erleichtern und damit die Vermehrung des Krankheitserregers beschleunigen. ADE verschlimmert also die Krankheit statt sie zu lindern, so die FAZ.

ADE als „theoretisches Risiko von Covid-19-Impfstoffen“

Der ADE-Effekt wurde dem Bundesgesundheitsministerium zufolge beispielsweise bei Infektionen mit dem Dengue-Virus beobachtet. Bei SARS- und MERS-CoV gebe es Hinweise darauf, dass unerwünschte infektionsverstärkende Antikörper ADE nach einer Impfung oder einer durchgemachten Covid-19-Erkrankung bei einer weiteren Infektion im ungünstigen Fall zu einer verstärkten Infektion führen könnten, heißt es weiter. Die gute Nachricht: Bislang gibt es dem Paul-Ehrlich-Institut zufolge weder im Tierversuch einer Sars-CoV-2-Infektion, noch bei Covid-19-Genesenen oder SARS-CoV-2-Infizierten Hinweise auf das Vorkommen einer ADE-verursachten Infektionsverstärkung. Bei mRNA- und Vektor-Impfstoffkandidaten gegen andere Infektionskrankheiten wurde ein ADE bisher nicht beobachtet, heißt es weiter vonseiten des PEI. Das Institut betreibt Forschungsarbeit zu dieser Thematik und bezeichnet ADE als „theoretisches Risiko von Covid-19-Impfstoffen“, wie aus dem PEI-Internetauftritt hervorgeht. (jg)

Weiterlesen: Gürtelrose nach Corona-Impfung: Impfkomplikation oder Zufall?

Der lebensrettende Pieks: Diese Risikogruppen sollten sich gegen Grippe impfen lassen

Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin gibt Empfehlungen ab, welche Menschen sich impfen lassen sollten. Gehören Sie auch zur Risikogruppe? (Stand: Juli 2013) © dpa
Das Immunsystem älterer Menschen reagiert zwar weniger stark auf die Impfung, dennoch empfehlen die Experten das Serum. Im Falle einer Erkrankung fallen die Symptome schwächer aus. Da für Menschen über 60 Jahre ein erhöhtes Risiko für schwere oder gar tödliche Komplikationen besteht, ist die Impfung dringend angebracht. © dpa
Wie bei älteren Menschen besteht auch bei Schwangeren ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Daher raten die Gesundheitsexperten auch werdenden Müttern ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel zur Impfung. Schwangere, die bereits an einer Grunderkrankung leiden, können sich nach Absprache mit dem Arzt auch schon früher pieksen lassen. © dpa
Erwachsene und Kinder, die an einer chronischen Erkrankung wie beispielsweise Asthma leiden, gehören ebenfalls zu den Risikogruppen. © fkn, Mundipharma
Auch Menschen mit chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Bluthochdruck wird die Grippe-Impfung nahe gelegt. © dpa
Kinder dürfen frühestens ab einem Alter von sechs Monaten gegen die Grippe geimpft werden. © dpa
Wer an chronischen Stoffwechsel-Erkrankungen wie Zucker (Diabetes Mellitus), an chronischen Nierenerkrankungen, Blutarmut (Anämie), an angeborenen oder erworbenen Immunstörungen wie Abwehrschwäche nach Organtransplantationen, bei Chemotherapien oder HIV-Infektionen leidet, sollte sich die Grippe-Impfung nicht entgehen lassen. © dpa
Ebenso Menschen mit chronisch neurologischen Krankheiten wie beispielsweise Multipler Sklerose gehören zu den Risikogruppen. © dpa
Mitarbeiter in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Arztpraxen oder Angestellte in Einrichtungen mit erhöhtem Publikumsverkehr laufen Gefahr, durch ihre Arbeit sich selbst oder andere anzustecken - die Grippe-Impfung ist daher eigentlich Pflicht. © dpa
Die Bewohner von Pflege- und Altenheimen sind ebenfalls besonders gefährdet. © dpa
Urlauber ab 60 Jahren oder chronisch Kranke, die verreisen wollen, sollten sich spätestens zwei Wochen vor der Abreise pieksen lassen. © dpa
Menschen, die häufig mit Geflügel, auch mit Wildvögeln in Berührung kommen, zählen auch als Risikogruppe. © dpa
NICHT impfen lassen dürfen sich Menschen, die allergisch reagieren auf Hühnereiweiß. Der Impfstoff wird in Hühnereiern gezüchtet. Wer aktuell unter Fieber leidet, sollte mit der Imfpung warten, bis die Erkrankung abgeklungen ist.
Die meisten Krankenkassen in Deutschland übernehmen freiwillig die Kosten für die saisonale Grippeimpfung. Über-60-Jährige und chronisch Kranke müssen in der Regel nichts bezahlen. © dpa

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