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Hanfsamen sind ergiebige Proteinlieferanten.

Hanfprodukte:

Trend in der Lebensmittelbranche

Hanfsamen und die daraus hergestellten Lebensmittel erleben eine immer größer werdende Resonanz. Die Produkte versprechen eine Vielzahl an gesundheitsfördernden Qualitäten und erhalten Einzug in Supermärkte sowie Online-Shops.

Der Cannabis und seine berühmtberüchtigte rauscherzeugende Wirkung war lange Zeit verpönt in der Gesellschaft. Dabei ist die Hanfpflanze eine alte Kulturpflanze aus Asien, die ein breitgefächertes Einsatzgebiet ermöglicht. Allerdings konnte sie ihr natürliches Potenzial nie wirklich entfalten, da mit Hanf immer das Betäubungsmittel und die Droge in Verbindung gebracht wurde.

Aus diesem Grund war es auf dem europäischen Kontinent untersagt, die Nutzpflanze anzubauen. Dieser Umstand änderte sich ab den 1990er Jahren und der Anbau von Faserhanf wurde in Deutschland legalisiert. Hanffasern können unter anderen zur Herstellung von Textilien oder Papier genutzt werden. Die Samen und Blätter diesen zudem als Grundlage für Lebensmittel.

Hanfhaltige Lebensmittel sind voll im Trend und treffen ganz genau den zivilgesellschaftlichen Duktus. Sie füllen die Regale von Supermärkten, Bioläden und Online-Shops. Das Angebot erstreckt sich von Hanfblätter-Tee über Hanföle, CBD Öle bis Hanfgetränke wie Bier oder Limonade.

Lebensmittel aus Hanf sind vielfältig

In Supermärkten, Bioläden und insbesondere in Online-Shops sind Hanfsamen roh oder geröstet, ungeschält oder geschält erhältlich – ganz legal. Der herb-würzige Geschmack erinnert an das Aroma von Nüssen und erfahren in der Küche eine ähnliche Verwendung. Beispielsweise als bissfestes Topping auf Suppe oder Salat, als verfeinerte Zutat für Müsli oder Dessert oder in beiliegender Funktion im Bratling oder in der Gemüsepfanne.

Gemahlene Samen eignen sich zudem ideal zum Backen und können dabei als Ersatz für das herkömmliche Mehl fungieren. Wer das Salatdressing passend verfeinern möchte, kann die Hanfsamen zu Öl pressen und dem Grünzeug eine besondere Note verpassen. Gemüsegerichte oder das Pesto der Pasta eigenen sich ebenfalls für die Nutzung des Öls.

Die getrockneten Blüten und Blätter der Hanfpflanze werden vor allem für Tees verwendet. Weiterverarbeitete Produkte aus den unterschiedlichen Teilen der Nutzpflanze sind noch nicht stark im Kosmos der Konsumenten verankert und müssen sich derzeit mit einer untergeordneten Rolle zufriedengeben.

Hanfmus, Hanfschokolade, geröstete und gewürzte Knabbersamen, Käse im Hanfblatt-Mante, Nudeln oder Kekse mit Hanf gehören aktuell nicht zu den etabliertesten Produkten und können am ehesten bei spezialisierten Händlern finden. Ausschlaggebend für diesen Umstand ist die fehlende Nachfrage seitens der Verbraucher.

Vitamine im Hanf

Lebensmittel aus Hanf können nicht nur eine individuelle Geschmacksnote ihr Eigen nennen, sondern dienen auch als Garant für gesundheitliche Qualitäten. So enthalten Hanfnüsschen reichhaltige Mengen an Antioxidantien sowie Vitamin E und B-Vitamine. Insbesondere für Vitamin B2, das sogenannte Riboflavin, ist Hanf eine hervorragende Quelle.

Bis dato waren Fleisch und Milchprodukte als üppigster Lieferant für Vitamin B2 verschrien. Lebensmittel aus Hanf können diesen Status für sich verbuchen, da sie deutlich mehr Vitamin B2 als tierische Produkte enthalten. Alles mit der Prämisse, dass Leber kein alltägliches Nahrungsmittel ist. Tatsächlich enthält das Organ nochmal eine höhere Dosis.

Vitamin B2 ist unter anderem maßgeblich beteiligt am Muskelaufbau, bei der Bildung der Stresshormone, für die Schilddrüse, die Augen und die Sehschärfe sowie an der Hautpflege. Falls es dem Körper an Riboflavin mangelt, können rissige Mundwinkel, gesprungene Lippen, brennenden Augen und schuppende Haut an Nase, Mund, Stirn oder Ohren entstehen.

Hanfsamen sind darüber hinaus potente Lieferanten für hochwertiges Protein, da sie zu 20 bis 24 Prozent aus dem Makromolekül in Form aller essenziellen Aminosäuren bestehen, die der Mensch benötigt, um den Aufbau des körpereigenen Eiweißes zu gewährleisten.

Dadurch gehört Hanf zu den wenigen Pflanzen, die ein für den Menschen vollständiges Aminosäureprofil bieten und gleichzeitig das wertvolle bioverfügbare Protein in ausreichender Menge bereithalten.

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