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Vor allem medizinisches Personal leidet in der Corona-Pandemie verstärkt unter Handekzemen. Was Hautärzten zufolge Abhilfe schaffen kann, erfahren Sie hier.
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Vor allem medizinisches Personal leidet in der Corona-Pandemie verstärkt unter Handekzemen. Was Hautärzten zufolge Abhilfe schaffen kann, erfahren Sie hier.

Hygiene-Regeln

Mehr desinfizieren, weniger Händewaschen? Der Vorschlag von Hautexperten sieht neues Vorgehen während Corona vor

Juckende Haut an den Händen, die nässt und schmerzt: Ein Handekzem kann durch zu viel Händewaschen entstehen. Hautärzte empfehlen neue Hygiene-Maßnahmen.

Gerötete und aufgerissene Haut an den Händen, die juckt und Bläschen bildet: Ein Handekzem sieht nicht nur unschön aus, sondern kann den Alltag immens einschränken. Manche Menschen müssen im Falle eines chronischen Handekzems sogar ihren Beruf wechseln. Das Hautproblem kann über Tage, Wochen oder im Fall der chronischen Form sogar länger bestehen bleiben. Die Betroffenen sind nicht allein: Rund zehn Prozent der Bevölkerung ist innerhalb eines Jahres betroffen, wie das Format „Gesundheit!“ des Bayerischen Rundfunks informiert. Damit sei das Handekzem eine der häufigsten Hauterkrankungen überhaupt.

Es gibt verschiedene Auslöser, in vielen Fällen steckt der Kontakt mit allergieauslösenden Substanzen wie Duftstoffen dahinter. Aber auch der Kontakt mit übermäßig viel Wasser und hautreizenden Stoffen wie Seife oder Desinfektionsmittel lösen Handekzeme aus. Seit Anbeginn der Corona-Pandemie häufen sich die Fälle – unter anderem bedingt durch die AHA-Formel zur Eindämmung der Pandemie. Diese empfiehlt die Kombination der Vorsorge-Maßnahmen „Abstand halten“, „Alltagsmaske tragen“ und Hygiene-Maßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen.

Besser desinfizieren als mit Seife waschen: Haut-Experten raten zu folgenden Maßnahmen

„Die empfohlenen intensivierten Maßnahmen der Handhygiene bergen ein nicht unerhebliches Gesundheitsrisiko für die Entstehung von Handekzemen“, zitiert die Bild den Sprecher der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG), Peter Elsner vom Uniklinikum Jena. Seltener die Hände zu waschen sei keine Option, so der Hautexperte: „Natürlich gelten in der Pandemie die AHA-Regeln“, betont er. Allerdings sei für eine gesunde Haut desinfizieren besser als einseifen. Der Grund dafür: Seife löse die Fette aus der Haut, die natürliche Barriere des Körpers würde so zerstört, zitiert die Bild.

Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft fordert in einer Pressemitteilung, die Handhygiene-Strategie in Pandemiezeiten zu ändern, um Handekzemen vorzubeugen. Desinfizieren plus Hautpflege mit Pflegepräparaten statt Händewaschen mit Seife, so der Vorschlag. Die Empfehlung der DDG im Detail, um die Hautgesundheit zu erhalten und sich trotzdem gegen Corona zu schützen:

  1. Eine Desinfektion mit einem viruswirksamen alkoholischen Händedesinfektionsmittel, nach Möglichkeit mit barriereschützenden Hilfsstoffen wie Glycerol, sollte bei fehlender sichtbarer Verschmutzung der Hände und Verfügbarkeit Vorrang haben vor Waschungen mit Seife oder Waschlotionen (Detergentien).
  2. Nach jedem Händewaschen und/oder Desinfektion sollte die Haut der Hände vollständig mit einem Pflegepräparat eingecremt werden, das die Regeneration der Hautbarriere unterstützt.
  3. Beim Auftreten von Hautveränderungen im Sinne eines Handekzems sollte eine hautärztliche Behandlung eingeleitet werden.

Zur Pressemitteilung

Weiterlesen: Ärzte befürchten: Diese psychische Störung wird durch die Coronavirus-Pandemie getriggert.

Wenn Zwangsgedanken die geistige Gesundheit gefährden

Die 7 hilft: Wenn Oliver Sechting der 58 begegnet, muss er sie neutralisieren - mit anderen Zahlen zum Beispiel. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Die 7 hilft: Wenn Oliver Sechting der 58 begegnet, muss er sie neutralisieren - mit anderen Zahlen zum Beispiel. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert © Klaus-Dietmar Gabbert
Wolf Hartmann ist Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen. Foto: Linda Hollatz
Wolf Hartmann ist Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen. Foto: Linda Hollatz © Linda Hollatz
Andreas Wahl-Kordon ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Ärztlicher Direktor der Oberbergklinik Schwarzwald. Foto: Amin Akhtar/Oberbergkliniken
Andreas Wahl-Kordon ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Ärztlicher Direktor der Oberbergklinik Schwarzwald. Foto: Amin Akhtar/Oberbergkliniken © Amin Akhtar
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Thomas Hillebrand ist Diplom-Psychologe aus Münster. Foto: D. Danczewitz © D. Danczewitz
Oliver Sechting, Der Zahlendieb: Mein Leben mit Zwangsstörungen, BALANCE Buch + Medien Verlag 2017, 191 Seiten, 16 Euro, ISBN: 978-3867391252. Foto: BALANCE buch + medien verlag, Köln 2017
Oliver Sechting, Der Zahlendieb: Mein Leben mit Zwangsstörungen, BALANCE Buch + Medien Verlag 2017, 191 Seiten, 16 Euro, ISBN: 978-3867391252. Foto: BALANCE buch + medien verlag, Köln 2017 © BALANCE buch + medien verlag
Seit 32 Jahren lebt Oliver Sechting mit magischen Zwangsgedanken. Über die Krankheit hat er ein Buch geschrieben. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Seit 32 Jahren lebt Oliver Sechting mit magischen Zwangsgedanken. Über die Krankheit hat er ein Buch geschrieben. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert © Klaus-Dietmar Gabbert

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