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Symptome der Hand-Mund-Fuß-Krankheit: So macht sie sich bei Erwachsenen bemerkbar

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Von: Karolin Schäfer

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Illustrierte Enteroviren, die die Hand-Fuß-Mund-Krankheit auslösen können.
Illustrierte Enteroviren, die die Hand-Fuß-Mund-Krankheit auslösen können. © Science Photo Library/imago

Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit kann jeden treffen, nicht nur Kinder sind betroffen. Diese Symptome deuten auf die hochansteckende Virus-Infektion hin.

Frankfurt – Ein etwas ungewöhnlicher Name, aber dadurch nicht weniger ernstzunehmend: Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit (HFMK). Die durch Viren verursachte Erkrankung zeichnet sich durch Ausschlag im Mund sowie an den Handflächen und Fußsohlen aus. Auch Gesäß, Genitalbereich, Knie oder Ellenbogen können betroffen sein.

Die Ansteckungsgefahr ist hoch, informierte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Dabei können die Erreger durch Körperflüssigkeiten etwa über die Hände oder verunreinigte Gegenstände wie Türgriffe oder Treppengeländer übertragen werden. Vor allem die Flüssigkeit aus den Bläschen des Ausschlags ist ansteckend. Eine Infektion ist auch über die Luft möglich.

Hand-Mund-Fuß-Krankheit: Diese Symptome deuten auf die Infektion hin

Grundsätzlich kann sich jeder mit den Viren infizieren, vermehrt tritt die Erkrankung aber bei Kindern unter zehn Jahren, vor allem im Spätsommer und Herbst auf, so die BZgA. Deshalb sollten Kinder während der Krankheitsphase keine Einrichtungen wie Kitas oder Schulen besuchen, um andere nicht anzustecken.

Wer sich infiziert hat, entwickelt meist innerhalb von drei bis zehn Tagen Symptome, die bei Kindern und Erwachsenen in der Regel gleich sind. Allerdings zeigen mehr als 80 Prozent der Infizierten keine Krankheitszeichen, hieß es seitens der BZgA. Das Virus könne sich aber trotzdem verbreiten. Das sind laut der Bundeszentrale typische Symptome, die auf die Hand-Mund-Fuß-Krankheit hindeuten:

Hand-Mund-Fuß-Krankheit: Untypische Symptome bei Erwachsenen

Allerdings kann es bei Erwachsenen auch zu untypisch schweren Verläufen kommen. Expert:innen bezeichnen den dafür verantwortlichen Erreger als Coxsackie-Virus-A6-Variante. Zu den Symptomen gehören dann hohes Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen sowie Abgeschlagenheit, informierte die Medizinerin Elke Oberhofer in einem Forschungsbericht im vergangenen Jahr. Die roten Bläschen würden sich dann eher unüblich an Hand- oder Fußrücken, Unterschenkeln und -armen sowie am Rumpf bilden. Zudem sei die Mundschleimhaut bei dieser Variante seltener befallen.

Untypische Symptome bei Erwachsenen durch Virus-Variante
Hohes Fieber
Kopf- und Muskelschmerzen
Abgeschlagenheit
Rote Bläschen an Hand- oder Fußrücken, Unterschenkeln oder -armen, Rumpf

Wer solche Symptome entdeckt, sollte unbedingt ärztlichen Rat aufsuchen, riet Oberhofer. Die atypische Hand-Mund-Fuß-Krankheit trete vermehrt in den Wintermonaten auf.

Hand-Mund-Fuß-Krankheit: Nur selten schwere Komplikationen

Die Ursprungs-Erreger verursachen eher selten schwere Verläufe, dementsprechend verläuft die Virus-Infektion in der Regel mild. Innerhalb von fünf bis sieben Tagen verschwinden die Symptome. Allerdings können auch noch Wochen nach der Erkrankung Viren über den Stuhl ausgeschieden und weiterverbreitet werden, warnte die BZgA. Ernsthafte Komplikationen, wie Hirnhautentzündung, Lähmungserscheinungen oder der Verlust von Finger- oder Zehennägel, würden nur sehr selten auftreten. Vor allem aber für Neugeborene kann die Krankheit gefährlich werden.

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit wird nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vor allem durch Enteroviren der Gruppe A (EV-A) verursacht. Dazu gehören sogenannte Coxsackie A-Viren, Enterovirus A71 und neuere Serotypen. „Dabei können vor allem EV-A71-Viren zu schweren Verläufen mit Beeinträchtigungen des zentralen Nervensystems oder der Ausbildung eines Lungenödems bis hin zum Tod führen“, so das RKI. Die Lockdowns während der Corona-Pandemie sorgten dafür, dass sich unter anderem auch Hand-Mund-Fuß verbreitete. „Das Training des Immunsystems hat darunter gelitten“, erklärte der Frankfurter Kinderarzt Burkhard Voigt im vergangenen Jahr. (kas)

Hinweis der Redaktion: Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

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