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Haarverlust: Auf diese Getränke sollte Man(n) besser verzichten

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Von: Vivian Werg

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Geheimratsecken, Haarausfall, lichter werdendes Haar – viele Männer kennen das. Laut einer Studie können neben den Genen noch andere Faktoren eine Rolle spielen.

Frankfurt – Viele Männer trifft der Haarverlust bereits in der ersten Lebenshälfte. Der Haarausfall kann unterschiedliche Ursachen haben. Zunächst besteht die Möglichkeit, dass er genetisch bedingt ist und die Glatze schlichtweg vererbt wurde. Darüber hinaus können aber auch Faktoren wie Stress, ungesunde Ernährung, Unterversorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen, Schlafmangel oder eine falsche Haarpflege zum Haarausfall führen. Auch eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse kann ein möglicher Grund sein.

Doch in den meisten Fällen ist der Haarverlust erblich bedingt. Wie das Deutsche Endokrinologische Versorgungszentrum informiert, handelt es sich beim anlagebedingten Haarausfall um eine vererbte Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber männlichen Sexualhormonen (Androgenen). Mit steigendem Alter nimmt der Grad des Haarverlustes zu, der größtenteils mit der Ausbildung von Geheimratsecken beginnt und oft mit einem Haarkranz am Hinterkopf oder einer Glatze endet.

Chinesische Forschende haben jetzt einen weiteren möglichen Grund ausgemacht, der einen nicht erblich bedingten Haarausfall begünstigen kann.

Ein Mann steht vor dem Spiegel und untersucht seine Haare nach Haarausfall
Geheimratsecken, Haarausfall, lichter werdendes Haar – Viele Männer trifft der Haarverlust bereits in der ersten Lebenshälfte. © Imago

Höheres Haarausfall-Risiko bei Softdrink-Konsum

Demnach kann Haarverlust mit dem Konsum zuckerhaltiger Getränke zusammenhängen. Dies hat eine neue Studie der Tsinghua University in Peking ergeben, die im Fachjournal „Nutrients“ erschienen ist.

Das Forschungsteam führte eine Online-Umfrage unter 1028 chinesischen Männern im Alter zwischen 18 und 45 Jahren durch. Dabei wurden unter anderem Fragen zur Verfassung ihrer Haare und zu diversen Lebensgewohnheiten gestellt.

Je mehr zuckerhaltige Getränke getrunken wurden, desto mehr stieg das Haarausfall-Risiko an. Wer in der Woche mehr als drei Liter an süßen Getränken trinkt, hat schon ein um 42 Prozent gesteigertes Risiko im Vergleich zu Männern, die komplett darauf verzichten. 

Haarausfall bei Männern: Einschränkungen der Studie

Obwohl die Studie einen gewissen Zusammenhang zwischen Haarausfallrisiko und häufigem Konsum zuckerhaltiger Getränke aufzeigt, können die Ergebnisse nicht eindeutig interpretiert werden. Denn laut der Studie gaben Männer mit Haarausfall an, auch mehr frittierte Speisen und weniger Gemüse zu essen. Zudem lassen sich die Ergebnisse der Studie nicht auf alle Menschen übertragen, da hier nur eine ethnische Gruppe untersucht wurde.

Der Verzicht kann dennoch nicht schaden – schließlich haben die stark gesüßten Getränke auch andere negative Effekte, die bereits belegt sind. Sie führen unter anderem zu Übergewicht und schaden den Zähnen. (Vivian Werg)

Anmerkung der Redaktion

Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

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