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Gürtelrose-Symptome erkennen: Immer mehr junge Menschen betroffen – die Anzeichen im Überblick

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Von: Clara Veiga Pinto

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Hautbläschen und Juckreiz sind typische Symptome der Gürtelrose. Die Erkrankung kann aber auch chronische Nervenschmerzen verursachen. (Symbolbild) © Friso Gentsch/dpa/dpa-tmn

Gürtelrose trifft mittlerweile immer mehr junge Menschen. Die Krankheit kann gefährliche Folgen mit sich bringen. Auch Stress kann ein Auslöser sein.

Frankfurt – Nicht nur ältere Menschen sind häufig von Gürtelrose betroffen, sondern auch die Zahl der jüngeren Patienten steigt. Normalerweise nimmt das Risiko einer Gürtelrose-Erkrankung mit dem Alter zu. „Wobei wir in letzter Zeit auch immer öfter jüngere Patienten im Alter von 20 bis 40 sehen“, sagte Dermatologe Alexander Kreuter von den Helios Kliniken in Duisburg und Oberhausen im Gespräch mit der Welt.

Das beobachtet auch Mario Fabri von der Infektiologischen Dermatologie der Uniklinik Köln. Im Gespräch mit RTL betonte er: „Wir sehen eine ganze Reihe von jungen Leuten, bei denen es eigentlich keinen Grund gibt und die trotzdem einen schweren Zoster bekommen.“ Gürtelrose kann gefährliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Das Wichtigste im Überblick.

Ursachen einer Gürtelrose: Erkrankung kommt meist nach einer Infektion

Häufig komme ein Ausbruch vor, wenn das Immunsystem für eine Zeit lang geschwächt war. Das könne etwa nach einer schweren Infektion oder Erkrankungen wie Aids sein, so das Fachportal MSD Manual. Auch nach einer Corona-Erkrankung könne Gürtelrose vorkommen. Laut Dermatologe Kreuter könnten jedoch auch exzessive Sonnenbäder sowie starker körperlicher und psychischer Stress die Krankheit auslösen.

Im Körper schlummernde Viren würden dann erneut aktiviert und führten zu einer Gürtelrose. Deshalb ist es wichtig, auf Symptome zu achten, die im Frühstadium, also vor dem Ausschlag auftreten, berichtet MSD Manual.

Das sind die häufigsten Symptome einer Gürtelrose

Krankheitsverlauf bei Gürtelrose: Bläschen bilden sich einseitig

In den zwei Tagen vor dem Ausbruch der Gürtelrose haben die meisten Patienten Schmerzen, ein Kribbeln oder Jucken in einem Hautstreifen auf einer Körperseite. Dann bilden sich kleine, mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen, die von einem kleinen geröteten Hof umgeben sind, heißt es auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts (RKI).

Die Bläschen treten üblicherweise nur an der Hautstelle auf, die von den betroffenen Nervenfasern versorgt wird. Fast immer kommen sie am Rumpf vor, gewöhnlich nur auf einer Seite. Die betroffene Hautregion reagiert, laut MSD Manual, in der Regel empfindlich auf jede Art von Reiz, selbst auf die leichteste Berührung und kann sehr stark schmerzen. Bei Kindern sind die Symptome im Allgemeinen weniger schwer als bei Erwachsenen.

Behandlung der Gürtelrose: Meist sind Schmerzmittel nötig

Bei Schmerzen werden meist verschreibungspflichtige Schmerzmedikamente wie Opioide verordnet. Außerdem kommt es auf eine sorgfältige Hautpflege an. Dafür werden oft antiseptische oder juckreizstillende Lotionen, Gele und Puder angewendet. Spezielle Medikamente gegen Gürtelrose (Virustatika) werden laut RKI nur in bestimmten Fällen verschrieben – zum Beispiel beim Auftreten am Hals oder Kopf. (Clara Pinto)

Hinweis: Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

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