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Frau liegt im Bett und schnäuzt in ein Taschentuch.
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Eine Grippe-Erkrankung sollten Sie gut auskurieren.

Mögliche Spätfolgen

Grippe-Saison: Infektionen können auch Langzeitfolgen nach sich ziehen

  • Franziska Kaindl
    VonFranziska Kaindl
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Für viele ist Grippe nichts anderes als eine stärkere Erkältung. Dabei kann sie einen viel schwereren Verlauf haben und sogar Langzeitfolgen nach sich ziehen.

Während einer Grippewelle infizieren sich Schätzungen zufolge rund fünf bis 20 Prozent der Bevölkerung, wie das Robert Koch-Institut berichtet. In Deutschland wären das vier bis 16 Millionen Menschen. Doch nicht jeder Infizierte erkrankt auch – und vermutlich geht nur jeder Dritte mit typischen Grippesymptomen zum Arzt. Eine Infektion mit Influenza-Viren ist aber nicht zu unterschätzen. Es können sogar Langzeitfolgen auftreten, die Herz, Lunge und Gehirn betreffen.

Grippe-Erkrankung: Darum kann es zu Langzeitfolgen kommen

Generell können Komplikationen bei Personen mit Grippe-Erkrankung auftreten, wie es unter anderem auf dem Portal lungen-aerzte-im-netz.de heißt, welches von der Deutschen Lungenstiftung e.V. herausgegeben wird. Influenza-Viren sind deshalb gefährlich, weil sie durch ihre massive Vermehrung in den Zellen die äußerste Schicht der Atemorgane zerstören und zudem die Fresszellen (Markophagen) verringern, die der Körper zur Abwehr von Viren, Bakterien oder Toxinen bildet. Die Folge: Das Immunsystem ist geschwächt.

Durch die geschädigte Atemwegschleimhaut können nun ungehindert Bakterien eindringen, die für eine Sekundärinfektion sorgen, die wiederum sehr viel schwerer verlaufen können als die Grippe selbst. So kommt es bei dem geschwächten Immunsystem viel leichter zu einer zusätzlichen Nasennebenhöhlenentzündung oder Mittelohrentzündung, aber auch schwereren Erkrankungen für Herz, Lunge oder Gehirn.

Auch interessant: Corona, Erkältung oder Grippe? So unterscheiden sich die Covid-19-Symptome.

Mögliche Langzeitfolgen einer Grippe-Erkrankung im Überblick

Auch nach einer überstandenen Grippe-Infektion ist der Körper noch einige Zeit geschwächt. Wer zu früh wieder in anstrengende sportliche Aktivitäten einsteckt oder Alltagsstress ausgesetzt ist, riskiert, die Grippe zu „verschleppen“. Das kann zu weiteren Erkrankungen führen:

  • Lungenentzündung: Sie wird meistens von Bakterien wie Staphylokokken, Streptokokken oder Pneumokokken verursacht. Bei einer schweren Lungenentzündung sind auch Abszesse in der Lunge möglich. Wichtig ist es hier laut lungen-aerzte-im-netz.de, die Influenza frühzeitig zu behandeln, um eine Sekundärinfektion mit Bakterien zu vermeiden.
  • Schädigungen des Herz-Kreislauf-Systems: Nach einer Influenza-Infektion sind auch Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz, ein Lungenödem (Ansammlung von Wasser in der Lunge aufgrund von Herzschwäche) oder ein Kreislaufschock möglich. Daher ist es auch wichtig, sich nach einer überstandenen Erkrankung nicht sofort wieder körperlichen Belastungen auszusetzen.
  • Schädigung des zentralen Nervensystems wie Hirnhautentzündungen sind zwar eher selten zu beachten, aber auch eine mögliche Langzeitfolge einer Influenza-Infektion. Das liegt daran, dass das Virus grundsätzlich jedes Organ schädigen kann.

Wen betreffen Langzeitfolgen nach einer Grippe-Erkrankung

Komplikationen können bei allen Erkrankten auftreten, allerdings hängt es auch sehr vom Gesundheitszustand des Patienten ab. Schwere Erkrankungsverläufe, die lebensgefährlich sind, treten vorwiegend bei älteren Menschen über 60 Jahren, Schwangeren sowie Säuglingen oder Kleinkindern auf. Auch Personen mit Vorerkrankungen der Atemwege, der Nieren oder des Herzens oder Menschen mit Immunschwäche müssen vorsichtig sein.

Lesen Sie hier: Diese Menschen werden seltener krank: Vier Faktoren stärken Immunabwehr.

Was tun gegen Grippe-Langzeitfolgen?

Um Langzeitfolgen zu vermeiden, sollten Grippe-Erkrankte regelmäßig Fiebermessen, wie das RKI empfiehlt, um Verschlechterungen des Gesundheitszustands schneller feststellen zu können – besonders, wenn man zur Risikogruppe gehört. Diesen rät die Ständige Impfkommission (STIKO) auch zu einer Schutzimpfung gegen Influenza. Mit eingeschlossen sind hierbei Personen, die aufgrund ihres Berufes einem höheren Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind. (fk)

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