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Vorbeugung gegen Erkrankung

Grippeimpfung: Darum ist sie jetzt für viele Personengruppen so wichtig

  • Christine Pander
    VonChristine Pander
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Die letzte Grippewelle ist Experten zufolge ausgefallen. Für diesen Winter könnte sie daher umso heftiger wüten: Das müssen Sie jetzt zur Grippeimpfung wissen.

Berlin – Jedes Jahr fragen sich viele Menschen: Grippeimpfung ja oder nein? Dieses Jahr geben Experten eine Empfehlung auch für Menschen, die keine Risikopatienten sind. Im vergangenen Jahr war die Grippewelle aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen ausgeblieben. Dieses Jahr sollte man sich darauf aber lieber nicht verlassen.

Nicht nur die Corona-Schutzmaßnahmen waren im vergangenen Jahr dafür verantwortlich, dass wir keine Grippewelle zu verzeichnen hatten*, sondern auch die Empfehlung von Medizinern und Politikern, sich nach Möglichkeit gegen Grippe impfen zu lassen, um die Krankenhäuser und das Gesundheitssystem während der Pandemie zu entlasten. Man mag sich erinnern: Vergangenen Herbst war der Impfstoff* noch nicht verfügbar und der Weihnachts-Lockdown stand vor der Tür*.

Herbstzeit ist Grippezeit, deshalb raten Experten zur Schutzimpfung.

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Und tatsächlich: Am Ende hatten die Influenza-Impfungen, sicher auch im Zusammenspiel mit den allgemeinen Hygiene-Regeln* wie Abstand halten* und Gesichtsmasken* und den Corona-Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen*, den gewünschten Effekt: keine Grippewelle im Winter 2020/2021.

Grippeimpfung: Experten erwarten eine starke Grippewelle in diesem Winter

Je mehr Normalität nun aufgrund der Impfungen wieder einkehrt und je stärker die Corona-Maßnahmen gelockert werden, desto mehr beobachten Medizinerinnen und Mediziner, dass zumindest die Atemwegserkrankungen* wieder rapide zunehmen. Die Atemschutzmasken hatten offenbar durchaus auch diesbezüglich positive Auswirkungen. Experten warnen daher bereits davor, dass uns eine stärkere Grippewelle bevorstehen könnte.

Eine Impfung gegen Grippe ist gerade auch in diesem Winter extrem wichtig*, da ein hohes Risiko für eine starke Grippewelle zu erwarten ist“, sagt etwa die Vorsitzende des Hausärzteverbandes in Rheinland-Pfalz, Barbara Römer. Es lohnt also, sich mit einem möglichen Impfschutz auseinanderzusetzen.

Grippeimpfung: Diese Personengruppe(n) sollten sich dringend impfen lassen

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Grippeimpfung für folgende Personengruppen*:

  • Menschen ab 60 Jahren
  • Schwangere
  • Vorerkrankte, Risikopatienten
  • Medizinisches Personal
  • Für Gesunde (unter 60 Jahre) und Kinder gibt es keine explizite Empfehlung, die Stiko rät aber auch nicht davon ab.

Wird die Impfung durch die Stiko empfohlen, fallen normalerweise keine Kosten an. Ansonsten schlägt eine Impfung mit 30 bis 60 Euro zu Buche. Damit Menschen ab 60 Jahren noch besser vor einer Infektion geschützt sind, empfiehlt die Stiko seit diesem Jahr die Impfung mit sogenannten Hochdosis-Impfstoffen*.

Diese unterscheiden sich von den normalen Influenza-Impfstoffen entweder durch bestimmte Wirkverstärker oder eine höhere Menge von enthaltenen Antigenen. Sie haben laut RKI eine leicht höhere Wirksamkeit bei Älteren. Die Schutzimpfungs-Richtlinie, die regelt, welche Impfungen als Kassenleistungen gelten, wurde daran angepasst: Sie sieht daher bei Menschen ab 60 Jahren einen Hochdosis-Influenza-Impfstoff vor.

Grippeimpfung: Eine Mischung aus Laborwerten weltweit

Die Impfstoff-Zusammensetzung erfolgt auf Basis von Analysen weltweiter Labordaten. So wird versucht, eine möglichst hochwirksame Mischung zu finden, doch diese Vorhersage ist mit einer gewissen Unsicherheit verbunden.

Altersmediziner bewerten die neue Richtlinie positiv. Die Deutsche Geriatrische Gesellschaft (DGG) begrüßt sie ausdrücklich. Denn die Älteren seien besonders gefährdet*, eine Influenza-Infektion zu entwickeln. Und sie haben im Falle einer Infektion auch eine deutlich höhere Sterblichkeit. Zugleich sinke die Wirksamkeit der Impfung mit zunehmendem Alter.

Grippeimpfung: Nebenwirkungen verlaufen meist sehr milde

Die Hochdosis-Impfstoffe* können im Vergleich zum normalen Impfstoff allerdings etwas häufiger vor allem lokale Nebenwirkungen auslösen. Dazu gehören etwa Schmerzen an der Einstichstelle.

Auch bei den Standard-Influenza-Impfstoffen kann die Einstichstelle schmerzen, gerötet sein und etwas anschwellen. Manche fühlen sich im Anschluss kränklich: mit erhöhter Temperatur, Müdigkeit, Frösteln, Schwitzen, Kopf- und Gliederschmerzen. Nach zwei Tagen müsste der Spuk jedoch vorbei sein, allgemein ist die Impfung laut RKI gut verträglich.

Grippeimpfung: Der richtige Zeitpunkt ist Oktober bis Dezember

Gut terminiert ist die Impfung zwischen Mitte Oktober und Mitte Dezember*. Das hat damit zu tun, dass die optimale Schutzwirkung rund zwei Wochen danach beginnt und nach drei Monaten langsam nachlässt. Die Grippewelle rollt meist vor allem zwischen Januar und März.

Da jede Saison andere Influenzaviren im Umlauf sind, wird auch der Impfstoff ständig daran angepasst. Auch deshalb sollte man sich jedes Jahr aufs Neue impfen lassen.

Grippeimpfung: Gleichzeitig Corona-Impfung ist auch möglich

Übrigens: Wer sich gegen Corona und Grippe impfen lassen möchte, der kann sich künftig einen Gang in die Praxis sparen. Laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) ist es ab sofort möglich, sich beide Impfungen in einem Termin verabreichen zu lassen.

Die Injektionen sollten jedoch an unterschiedlichen Gliedmaßen erfolgen*, zum Beispiel am rechten und linken Arm. Vorsicht: Bei einer gleichzeitigen Anwendung der Impfstoffe könnten häufiger Impfreaktionen auftreten als bei der zeitlich getrennten Gabe. Wie sich Grippeviren verbreiten, lesen Sie hier.* (Mit Material von dpa).

*24vita.de und Merkur.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Seth Wenig/dpa

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