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Wer soll sich gegen Grippe impfen lassen? Alle Informationen zur Schutzimpfung

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Von: Karolin Schäfer

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Eine Grippe tritt plötzlich auf und befällt die Atemwege. Für bestimmte Gruppen wird zum Schutz ab Oktober die Grippe-Impfung empfohlen. (Symbolbild)
Eine Grippe tritt plötzlich auf und befällt die Atemwege. Für bestimmte Gruppen wird zum Schutz ab Oktober die Grippe-Impfung empfohlen. (Symbolbild) © Patrick Pleul/dpa

Jährlich wird für die Grippe-Impfung geworben. Doch wer sollte sich gegen die Influenza impfen lassen? Ein Überblick.

Frankfurt – Plötzlich hohes Fieber, Abgeschlagenheit und trockener Husten – über diese und weitere typische Symptome klagen Betroffene, die sich mit Influenza-Viren angesteckt haben. Gerade in den kalten Monaten erkranken vermehrt Menschen an der Grippe.

Deshalb wird zum Schutz der Infektionskrankheit jährlich vor der bevorstehenden Grippe-Welle eine entsprechende Impfung empfohlen. Doch für wen gilt die Empfehlung? Und welche Nebenwirkungen können auftreten? Alle Infos im Überblick.

Influenza-Welle 2022/2023: Was ist die Grippe?

Eine Grippe ist eine plötzlich auftretende Erkrankung der Atemwege, die durch Influenzaviren verursacht wird. Die Viren können über eine Schmieren- oder Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen werden. Vor allem bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Vorerkrankungen oder Schwangeren kann die Influenza ein hohes Risiko bergen. Deshalb rät das Robert Koch-Institut (RKI) zur jährlichen Grippe-Impfung.

Der Impfstoff wird jedes Jahr an die jeweils zirkulierenden Viren-Stämme angepasst. So wurde etwa der Wirkstoff „Aflu­ria Te­tra“ des australischen Herstellers Seqirus pty ltd für die bevorstehende Grippewelle 2022/2023 angepasst, teilte das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) mit. Die Impfstoffe schützen deshalb nur für die aktuelle Saison. Zudem lässt die Wirksamkeit nach, je länger die Impfung zurückliegt. „Daher sollten sich alle Personen, für die eine saisonale Grippeimpfung empfohlen wird, mit dem Grippeimpfstoff für die aktuelle Saison impfen lassen“, informierte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Grippe-Impfung: Wer sollte sich impfen lassen?

Und für welche Personen wird die Impfung empfohlen? Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Influenza-Impfung für:

Grippe-Impfung: Auch diese Personengruppen sollten sich impfen lassen

Neben den Hauptzielgruppen wird auch Menschen mit erhöhtem Ansteckungs- oder Übertragungsrisiko zu einer Grippe-Impfung geraten. Dazu zählen neben Schaffner:innen, Lehrpersonen oder Erzieher:innen, auch Personen mit direktem Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln, so die BZgA.

Wer allergisch gegen Bestandteile der Impfung reagiert, etwa Hühnereiweiß, sollte sich nicht impfen lassen. Es steht allerdings auch ein hühnereiweißfreier Impfstoff zur Verfügung. Kinder und Jugendliche mit Immunschwäche, schwerem Asthma oder einer Salicylat-Therapie sollten nicht den zugelassenen Lebendimpfstoff per Nasenspray verabreicht bekommen, wies die BZgA hin. Auch bei einem akuten Infekt sollte man sich nicht impfen lassen.

Warum wird die Grippe-Impfung nicht für alle empfohlen?

Da eine Grippe-Erkrankung bei gesunden Menschen unter 60 Jahren meist ohne schwerwiegende Komplikationen verläuft, wird die Impfung nicht pauschal für alle empfohlen, hieß es seitens des RKI. Das bedeute jedoch nicht, dass die Stiko von Impfungen anderer Personengruppen abrate.

Gegen Grippe impfen: Welche Impfstoffe gibt es?

In Deutschland zugelassene Influenza-Präparate sind sogenannte Totimpfstoffe. Das heißt, die Vakzine enthalten inaktivierte Viren oder nur Bestandteile dieser. Die Krankheit kann dadurch nicht hervorgerufen und auch nicht an andere weitergegeben werden, betonte das RKI.

Kinder und Jugendliche erhalten meist einen Lebendimpfstoff, der abgeschwächte Viren enthält. Hier sollte ein bis zwei Wochen nach Verabreichung dieses Impfstoffs der Kontakt zu immungeschwächten Personen vermieden werden, um eine mögliche Ansteckung zu vermeiden.

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Grippe-Impfung?

Viele fragen sich im Rahmen der Influenza-Impfung, zu welchem Zeitpunkt das Präparat verabreicht werden sollte. Da die jährliche Grippe-Welle in Deutschland meist kurz nach Neujahr beginnt, empfiehlt das RKI, sich ab Oktober bis Mitte Dezember impfen zu lassen. Danach dauert es etwa 10 bis 14 Tage, bis der Körper einen ausreichenden Schutz aufgebaut hat. Laut BZgA kann die Impfung bei Versäumnis auch zu Beginn oder im Verlauf der Welle verabreicht werden.

Gegen Grippe impfen: Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Wie jede Impfung können auch die Grippe-Vakzine Impfreaktionen und Nebenwirkungen hervorrufen. Die meisten Reaktionen verschwinden nach ein bis zwei Tagen wieder. Schwere Nebenwirkungen sind sehr selten. Diese Nebenwirkungen können laut BZgA auftreten:

Die Influenza-Impfung kann nach Angaben des RKIs auch zeitgleich mit der Corona-Impfung verabreicht werden. Dabei sollte die Injektion aber an unterschiedlichen Gliedmaßen erfolgen und kann gegebenenfalls stärkere Impfreaktionen hervorrufen. (kas)

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