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Ein Intensivpflegerin ist auf der Covid-19 Intensivstation im Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden mit der Versorgung einer Corona-Patientin, die an einen ECMO-Gerät angeschlossen ist, beschäftigt.
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Eine Pflegerin kümmert sich auf der Covid-19 Intensivstation im Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden um eine Corona-Patientin. Covid-19 kann wie die Virusgrippe einen gefährlichen Verlauf nehmen.

Enorme Unterschiede

Grippe gefährlicher als Corona? Inzidenzen und Todesfälle im Vergleich

  • Juliane Gutmann
    VonJuliane Gutmann
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Die vierte Corona-Welle lässt Intensivstationen volllaufen. Doch auch eine Grippe kann einen gefährlichen Verlauf nehmen. Die aktuellen Zahlen im Vergleich.

Covid-19 und die Grippe sind beides Infektionskrankheiten, die durch Viren verursacht werden. Influenzaviren können eine schwere Grippe, Corona-Viren gefährliches Covid-19 auslösen. Letztere Erreger, auch Sars-CoV-2 genannt, verbreiten sich seit Ende 2019 weltweit. Influenzaviren sind dagegen bereits seit vielen Jahrzehnten bekannt und waren unter anderem für die Spanische und Russische Grippe verantwortlich, die Millionen Menschen das Leben kostete.

Da sich Influenzaviren in den kalten Monaten besser verbreiten können, kommt es vor allem im Winter vermehrt zu Infektionen. Wie heftig eine Grippewelle verläuft, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum Beispiel, welche Influenzaviren in Umlauf sind. Die Grippesaison 2020/2021 fiel sozusagen aus. Das Robert Koch-Institut (RKI) als biomedizinische Leitforschungseinrichtung der deutschen Bundesregierung schreibt in seinem Influenza-Monatsbericht von September 2021: „In der Saison 2020/21 hat sich weder in Deutschland noch in den anderen europäischen Staaten eine auf Bevölkerungsebene messbare Grippewelle aufgebaut“. Mediziner führen dies vor allem auf coronabedingte Infektionsschutzmaßnahmen wie Maskenpflicht oder Kontaktbeschränkungen zurück.

Doch die letzte schwere Grippewelle liegt nicht weit zurück: 2017/2018 kamen etwa 25.100 Menschen in Deutschland durch eine Virusgrippe ums LebenDas sei die höchste Zahl an To­des­fällen in den vergangenen 30 Jahren, wie das Ärzteblatt Lothar Wieler, Präsident des RKI, zitiert. Über sieben Millionen Menschen suchten 2017/2018 aufgrund einer Virusgrippe einen Arzt auf.

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Corona und Grippe aktuell: Inzidenzen und Todesfälle im Vergleich

Im aktuellen Vergleich müssen weit mehr Corona-Patienten stationär behandelt werden als Grippe-Patienten. Die aktuellen Zahlen im Überblick:

Corona in Deutschland

  • 7-Tage-Inzidenz (Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen): 332.493 (Stand 23.11.21)
  • Corona-Todesfälle seit 25.02.2020: 99.433 Covid-Tote (Stand 23.11.21)

Quelle: RKI

Grippe-Fälle in Deutschland

  • Im aktuellen Influenza-Wochenbericht des Robert Koch-Instituts heißt es: „Influenzaviren werden weiterhin nur sehr sporadisch detektiert, bei den bisher subtypisierten Viren handelte es sich um Influenza A(H3N2)-Viren*“. (Stand 23.11.21)
  • Weiter informiert das RKI: „Für die 45. Meldewoche 2021 wurden nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) bislang 38 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das Robert Koch-Institut übermittelt“. (Stand: 16.11.2021)
  • Daraus errechnet sich eine Grippe-Inzidenz von aufgerundet 0,05 (Stand: 16.11.2021).
  • Diese niedrige Inzidenz muss dem RKI zufolge allerdings wahrscheinlich in den kommenden Monaten noch nach oben korrigiert werden. Die jährliche Grippewelle hat in den vergangenen Jahren meist im Januar begonnen und drei bis vier Monate gedauert, so die Info des RKI.
  • Die Anzahl der Grippe-Toten 2020/2021 wurde noch nicht vom RKI veröffentlicht. Allerdings können die Zahlen 2018/19 eingesehen werden. Demzufolge wurden in der Grippesaison 2018/2019 954 laborbestätigte Todesfälle durch Influenza an das RKI übermittelt.

Quellen: https://influenza.rki.de/Saisonberichte/2018.pdf

(jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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