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Gicht als Gesundheitsgefahr: Diese Lebensmittel sollten Sie unbedingt meiden

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Wer unter Gicht leidet, sollte besonders auf seine Ernährung achten. Denn damit kann man Gelenkschmerzen vorbeugen. Was Sie wissen sollten.

Frankfurt – Bei Gicht treten plötzlich starke Gelenkschmerzen auf. Da Gicht eine Stoffwechselerkrankung ist, gibt es eine direkte Verbindung zur Ernährung. Dementsprechend kann man der Erkrankung bereits mit der richtigen Ernährungsweise entgegensteuern.

Wie der NDR berichtet, ist insbesondere eine Senkung des Harnsäurespiegels wichtig, um keine weiteren Gichtanfälle zu erleiden. Außerdem können so Langzeitfolgen verringert werden. Um den Harnsäurespiegel zu senken, sollte man bei der Ernährung auf einige Aspekte besonders achten.

Gicht: Einige Lebensmittel können Gelenkschmerzen mindern

Gicht-Patienten sollten bei ihrer Ernährung unbedingt berücksichtigen, kein zu fettiges Essen zu sich zu nehmen. Außerdem ist es ratsam, auf zuckerhaltige Getränke verzichten. Denn in diesen befinden sich immer große Mengen an Zucker, die einen Gichtanfall begünstigen können. Zudem empfehlen einige Experten, sich purinarmer zu ernähren. Die Purine baut der Körper zu Harnsäure ab, was den Gicht-Patienten zum Verhängnis werden könnte. Denn dadurch erhöht sich der Harnsäurespiegel.

Purine

Purine und Pyrimidine sind chemische Strukturen, die einen grundlegenden Bestandteil von Nukleotiden in DNA und RNA bilden. Damit sind sie essenziell für die Informationsspeicherung in der Zelle. Sie dienen aber auch als Grundgerüst für Coenzyme und sind deshalb an vielen enzymatischen Prozessen beteiligt. Eine Veränderung im Purin- oder Pyrimidinstoffwechsel kann sehr unterschiedliche Folgen haben. Zum Beispiel führen Störungen des Stoffwechsels von Purinen zu einer erhöhten Menge an Harnsäure im Blut und können Gicht auslösen. Hemmstoffe der Nukleotidsynthese werden in der Tumortherapie eingesetzt, z.B. Ribonukleotidreduktasehemmer, die die DNA-Replikation in den sich oft teilenden Tumorzellen durch Mangel an DNA-Bausteinen hemmen. (Quelle: amboss.com)

Ernährungswissenschaftlerin Daniela Homoth rät Gicht-Patienten daher, weniger Fleisch zu essen, wie sie in der Apotheken Umschau erklärt. Viele Purine befinden sich vor allem in Fleisch und Fischspeisen. Die AOK-Gesundheitskasse weist jedoch darauf hin, dass die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin eine purinarme Ernährung für Gicht-Patienten nicht mehr empfiehlt. Stattdessen empfiehlt alles Vegetarische, auch wenn es viel Harnsäure enthält, magere Milchprodukte

Eine gesunde Ernährung ist für Gicht-Patienten besonders wichtig (Archivbild)
Eine gesunde Ernährung ist für Gicht-Patienten besonders wichtig. (Symbolfoto) © Boy/imago

„Durch den Verzehr zu vieler purinreicher Nahrungsmittel (z. B. Leber, Niere, Anchovis, Spargel, Fleischbrühe, Hering, Bratensoße und Fleischbrühe, Pilze, Muscheln, Sardinen und Bries) kann sich der Harnsäurespiegel im Blut erhöhen. Eine streng purinarme Ernährungsweise senkt die Harnsäurekonzentration jedoch nur geringfügig“, schreibt das Gesundheitsportal MSD Manual. Die

Richtige Ernährung bei Gicht: Fruchtzucker und Alkohol sind zu meiden

Wichtig ist zudem, bei der Ernährung Fruchtzucker zu meiden. Wie NDR berichtet, ist die Gicht-Erkrankung mit Fruchtzucker (Fruktose) verbunden. Bei Menschen, die viel Fruktose zu sich nehmen, wird die Ausscheidung der Harnsäure erschwert. Somit steigt der Harnsäurespiegel und die Gefahr eines Gichtausbruchs erhöht sich.

Ein ganz wichtiger Faktor ist, den häufigen Konsum von Alkohol einzuschränken. Dieser hat einen schlechten Einfluss auf Gicht. Wie die AOK-Gesundheitskasse erklärt, entsteht durch Alkohol einerseits viel Harnsäure und andererseits wird durch den Alkoholkonsum die Ausscheidung durch die Nieren verringert.

Diese Lebensmittel sind empfehlenswert für Gicht-Patienten

Genau wie bei Erkrankungen wie Rheuma, gibt es auch bei Gicht Lebensmittel, die Betroffenen helfen können. Folgende Lebensmittel werden bei Gicht empfohlen, da sie den Abbau von Harnsäure begünstigen oder wenig produzieren:

Grundsätzlich steigt die Gicht-Gefahr bei Übergewicht. Ein Gewichtsverlust kann daher bei Übergewicht helfen, das Risiko zu senken. Betroffene sollten jedoch darauf achten, nicht zu schnell und zu stark abzunehmen. Die AOK empfiehlt, nicht mehr als zwei bis drei Kilogramm im Monat abzunehmen. Nimmt man zu stark ab, erhöhe sich sogar das Gicht-Risiko. Beim Abnehmen kann Essig laut einer Studie unterstützend wirken. (jo)

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