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Giardien-Infektion: Auf diese Symptome sollten nicht nur Haustier-Haltende achten

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Von: Vivian Werg

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Die Krankheitserreger können auch Menschen befallen, deshalb zählen Giardien-Infektionen zu den Krankheiten, die zwischen Menschen und Tieren wechselseitig übertragen werden können.
Die Giardiasis ist eine Durchfallerkrankung, die durch die einzelligen Darmparasiten hervorgerufen wird. © AndreyPopov/ Imago

Eine Giardien-Infektion kann eine Durchfallerkrankung auslösen, doch nicht nur Tieren können sie bekommen. Was man über den Infekt wissen sollte.

Frankfurt – Die Giardiasis (auch Giardia intestinalis) ist eine Durchfallerkrankung, die durch die einzelligen Darmparasiten hervorgerufen wird. Laut Tropeninstitut wurde der Erreger bislang in rund 140 Ländern weltweit festgestellt. Besonders hoch ist die Verbreitung in tropischen Ländern.

Laut dem Gesundheitsportal lifeline.de haben Giardien einen einfachen Lebenszyklus. In ihrer Entwicklung durchlaufen die Darmparasiten verschiedene Stadien:

Die Giardiasis kommt gehäuft bei Haustieren wie Hunden und Katzen vor. Eine Ansteckung durch Hund oder Katze sei nicht vollständig auszuschließen, so lifeline.de. Bei einem infizierten Haustier ist auf besondere hygienische Maßnahmen zu achten.

Giardien-Infektion: Wechselseitige Übertragung von Tieren und Menschen

Die Krankheitserreger können auch Menschen befallen, deshalb zählen Giardien-Infektionen zu den Krankheiten, die zwischen Menschen und Tieren wechselseitig übertragen werden können. Die Ansteckung für Menschen ist besonders für kleine Kinder und Menschen mit geschwächtem Immunsystem ein Problem. Bei Erwachsenen mit guter Hygiene ist das Übertragungsrisiko sehr gering.

Die Infektion bei Menschen kann symptomlos verlaufen, in anderen Fällen treten Magen-Darm-Beschwerden auf, informiert das Gesundheitsportal weiter. Mögliche Anzeichen einer Giardien-Infektion sind:

Infolge der anhaltenden Durchfälle kann eine gefährliche Dehydration auftreten. Da die Giardien der Darmwand schaden, kann es zudem zu einer verminderten Nährstoffaufnahme kommen. Ein massiver Gewichtsverlust, Müdigkeit sowie ein Nährstoffmangel können die Folge sein. Auch eine vorübergehende Laktoseintoleranz kann bei einer Giardien-Infektion entstehen.

Giardien-Infektion: Übertragung und Inkubationszeit

In Deutschland sind die Infektionszahlen rückläufig: Rund 4.000 Menschen stecken sich jährlich mit Giardien an. In den meisten Fällen erfolgt die Ansteckung im Ausland, weshalb die Giardiasis als reiseassoziierte Infektionskrankheit gewertet wird. Laut lifeline.de ist die Infektion mit dem Erreger in Deutschland meldepflichtig und muss an das zuständige Gesundheitsamt übermittelt werden.

In der Regel stecken Betroffene sich über infiziertes Trinkwasser, seltener über infizierte Nahrungsmittel an. Ebenso können Menschen sich mit Giardien anstecken, wenn sie Wasser beim Baden in verunreinigten Seen trinken. Darüber hinaus tragen Pflegepersonal und Menschen in erzieherischen Berufen, wie Mitarbeitende von Kindertagesstätten, ein erhöhtes Risiko.

Die Inkubationszeit liegt in der Regel zwischen sieben und zehn Tagen. In manchen Fällen konnte auch ein Zeitraum zwischen fünf und 25 Tagen zwischen Ausbruch der Erkrankung und Ansteckung beobachtet werden.

Diagnose: Wie kann eine Giardien-Infektion festgestellt werden

Dem Gesundheitsportal zufolge, sind die verursachten Beschwerden bei einer Giardien-Infektion sehr unspezifisch, daher kann eine Diagnose nicht ausschließlich anhand der Symptome gestellt werden. Bei Verdacht auf eine Infektion mit dem Erreger wird deshalb eine Stuhlprobe abgegeben und im Labor mikroskopisch auf Zysten und Trophozoiten untersucht. Dabei müssen mindestens drei Proben von jeweils unterschiedlichen Stuhlgängen untersucht werden.

Während der akuten Krankheitsphase sind Hygienemaßnahmen sehr wichtig, um eine Ansteckung anderer zu verhindern. In manchen Fällen klingt der Durchfall von selbst nach rund zwei bis vier Wochen aus. Giardien lassen sich gut medikamentös behandeln. (Vivian Werg)

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