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Wundermittel Zimt: Diese positiven Auswirkungen hat er auf die Gesundheit

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Von: Karolin Schäfer

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Entzündungen hemmen, Blutzuckerspiegel senken und die Verdauung anregen: Zimt wird viele positive Effekte auf die Gesundheit nachgesagt.

Frankfurt – Ob in Lebkuchen, Bratapfel oder zur Verfeinerung von Milchreis: Das vor allem zur Weihnachtszeit beliebte Gewürz kommt häufig in der Küche zum Einsatz. Dabei ist Zimt aber auch für seine heilende Wirkung bekannt. Doch stimmt das auch?

Zimt gehört zu den ältesten Gewürzen der Welt. Zur Gewinnung wird die Rinde des Baumes getrocknet und entweder als Pulver gemahlen oder als Zimtstangen verkauft. In der Antike galt besonders die Zimtrinde bei Erkältungen als heilsam.

Hat Zimt eine blutdrucksenkende Wirkung bei Diabetes?

Dabei wird meist in zwei Zimt-Sorten differenziert: Cassia und Ceylon. Bei Ceylon-Zimt handelt es sich um den „echten“ Zimt. Er ist im Vergleich zu Cassia nicht so scharf, allerdings auch um ein Vielfaches teurer. Cassia-Zimt hingegen stammt überwiegend aus China, ist gröber und riecht intensiver als Ceylon-Zimt, berichtete uptopia.de.

Heute ist die mögliche blutdrucksenkende Wirkung bei Betroffenen von Diabetes umstritten. Eine Studie aus Pakistan zeigte eine Senkung Blutzuckerwerts und Cholesterinspiegels bei täglich ein, drei und sechs Gramm Cassia-Zimt bei Menschen mit Diabetes Typ 2.

Im Rahmen einer Meta-Studie wurden mehrere Forschungsberichte zur Wirkung von Zimt untersucht. Das Ergebnis: Zimt kann den Blutzuckerspiegel von Diabetes-Betroffenen nicht senken. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft rät zudem davon ab, Zimt als Nahrungsergänzungsmittel bei Diabetes einzunehmen. Über die Langzeiteffekte von Zimt, insbesondere seiner Toxikologie, sei nichts bekannt.

Gesundheit: Zimt soll Darmtätigkeit anregen

Nach Angaben der Apotheken-Umschau fördert Zimt den Appetit und soll die Darmtätigkeit anregen. Er könne deshalb in gewürzten Speisen Verdauungsproblemen und Blähungen vorbeugen.

Zimt soll bei Verdauungsproblemen wie Blähungen und Völlegefühl helfen.
Zimt soll bei Verdauungsproblemen wie Blähungen und Völlegefühl helfen. © imago

Zimt ist zudem für seine antimikrobielle Aktivität bekannt. Einer kanadischen Studie zufolge soll das Gewürz das Wachstum von Bakterien wie Listeria und E. coli in Lebensmitteln hemmen und dadurch die Haltbarkeit erhöhen. Anderseits stellen Studien immer wieder die entzündungshemmende Wirkung von Zimt heraus. Eine Untersuchung mit Mäusen aus Südkorea zeigte, dass die Einnahme von Zimtwasserextrakt Entzündungen vorbeugen kann.

Zimt: Enthaltenes Cumarin kann Leberschäden verursachen

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) wies jedoch darauf hin, dass der in Cassia-Zimt enthaltene Aromastoff Cumarin Leberschäden verursachen kann. Bei empfindlichen Personen sollen bereits kleine Mengen negative Auswirkungen haben. Verbrauchende sollten daher bei Nahrungsergänzungsmitteln auf Zimtbasis (Cassia) vorsichtig sein. Wer größere Mengen Zimt im Haushalt verwendet, sollte lieber auf cumarinarmen Ceylon-Zimt zurückgreifen.

Auch wenn sich die Wissenschaften bezüglich der positiven Auswirkungen bei Zimt nicht immer einig ist. In Gebäcken zu Weihnachten oder Heißgetränken darf das leckere Gewürz nicht fehlen und hat in erster Linie einen Zweck: Es soll gut schmecken. (kas)

Sanddorn wird eine besonders gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. Die Frucht strotzt nur so vor Vitaminen und Mineralstoffen.

Hinweis der Redaktion

Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

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