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Zeckenbiss löst Fleisch-Allergie aus: Auf diese Symptome sollten Sie achten

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Von: Alina Schröder

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Mit der warmen Jahreszeit beginnt auch die Zecken-Saison. Der Biss einer bestimmten Art der kleinen Blutsauger kann sogar eine Fleisch-Allergie verursachen.

Frankfurt – Sobald der Frühling einkehrt, beginnt auch wieder die alljährliche Zecken-Saison. Wer viel im Freien unterwegs ist, sollte daher stets darauf achten, nicht von den kleinen Krabbeltieren gebissen zu werden. Denn: Ein Biss kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben.

Neben der Krankheit Borreliose, die durch Zecken übertragen wird, können die Spinnentiere sogar eine lebenslange Unverträglichkeit auslösen: Forschende aus den USA kamen zu der Erkenntnis, dass ein Biss der sogenannten Einzelsternzecke eine Fleisch-Allergie zur Folge haben kann. Darüber berichtet die Washington Post.

Name:Einzelsternzecke
Ursprung:Südstaaten der USA
Überträger von:Alpha-Gal-Syndrom, STARI, Ehrlichiose

Fleisch-Allergie durch Zecken-Biss: Einzelsternzecke breitet sich aus

Zecken breiten sich auch in Deutschland immer weiter aus. Allerdings sollte die Gefahr eines Zecken-Bisses nicht unterschätzt werden, denn dieser kann auch einen Schlaganfall auslösen. Zudem können Zecken-Bisse auch eine gefährliche Hirnhautentzündung verursachen. Davon abgesehen gibt es durch einen Biss der Blutsauger auch Risiken, die hierzulande noch eher unbekannt sind. Die sogenannte Einzelsternzecke ist hauptsächlich in den USA beheimatet, hat aber eine ganz besondere Eigenschaft: Im Gegensatz zur Hirschzecke überträgt die Einzelsternzecke zwar keine Borreliose, kann aber unter Umständen eine lebenslange Fleisch-Allergie auslösen. Diese ist als Alpha-Gal-Syndrom bekannt.

Der Biss der Einzelsternzecke kann bei Menschen eine Fleisch-Allergie auslösen.
Der Biss der Einzelsternzecke kann bei Menschen eine Fleisch-Allergie auslösen. © Patrick Pleul/dpa

Wie der Entomologe der Universität Maryland, Michael Raupp, gegenüber der Washington Post sagte, hat sich das Verbreitungsgebiet der Einzelsternzecke nochmals ausgedehnt. Deshalb komme die Einzelsternzecke inzwischen auch außerhalb der USA vor. Das liege hauptsächlich am Klimawandel. Doch wie kann es zu einer Fleisch-Allergie kommen?

Zecken-Biss löst Allergie gegen rotes Fleisch aus: Das sind die Symptome

Wenn sich Einzelsternzecken von Säugetieren wie Mäusen oder Kaninchen ernähren, nehmen sie dabei laut dem Bericht der Washington Post sogenanntes Alpha-Gal-Zucker auf. Dieses kommt vermehrt in Fleisch sowie Gelantine vor. Beißen die Zecken anschließend einen Menschen, injizieren sie dabei den Alpha-Gal-Zucker.

Da dieser Zucker nicht natürlich im menschlichen Körper vorkommt, nimmt das Immunsystem diesen als Fremdkörper wahr und produziert schließlich Antikörper. Isst man nach einem Biss der Einzelsternzecke nun rotes Fleisch, kann es zu einer allergischen Reaktion kommen. Denn: Besonders rotes Fleisch enthält eine Menge Alpha-Gal, das im menschlichen Körper schließlich auf Widerstand trifft. Betroffene reagieren dann mit einer lebenslangen Nahrungsmittelunverträglichkeit.

Entwickelt man eine Alpha-Gal-Allergie in Folge des Zeckenbisses der Einzelsternzecke, kann nach dem Fleisch-Konsum zu folgenden Symptomen kommen:

In schweren Fällen ist auch eine Anaphylaxie, einer potenziell tödlichen allergischen Reaktion, möglich. Doch nicht jede Einzelsternzecke kann letztendlich auch eine Allergie gegen rotes Fleisch auslösen.

Allergie gegen rotes Fleisch: Zecken-Art überträgt noch weitere Krankheiten

Ursprünglich war das Alpha-Gal-Syndrom schwer zu diagnostizieren, weil die allergische Reaktion in der Regel erst mehrere Stunden nach dem Verzehr von Fleisch auftritt. Die Allergie hält allerdings ein Leben lang und kann sich mit der Zeit auch noch verschlimmern.

Zecken können zudem ein tödliches Virus übertragen – es droht Organversagen.

Zusätzlich zu Alpha-Gal übertragen die Sternzecken noch weitere Krankheiten, darunter die sogenannte Southern Tick Associated Rash Illness (kurz: STARI), die einen Ausschlag, Fieber, Müdigkeit und Schmerzen in Muskeln und Gelenken hervorruft. Außerdem kann der Biss auch eine Ehrlichiose auslösen, die grippeähnliche Symptome wie Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen, Fieber und Müdigkeit verursacht. (as)

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