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Gegen Krebs und andere Erkrankungen: Vitamin D kann helfen

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Von: Romina Kunze

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Vitamin D ist äußerst wichtig für den Körper. (Symbolbild)
Vitamin D ist äußerst wichtig für die Gesundheit; auch im Kampf gegen Krebs und weiteren Krankheiten. (Symbolbild) © Friso Gentsch/dpa

Mehr als nur angenehmer Sonnenschein: Vitamin D ist eminent wichtig, um etlichen Krankheiten vorzubeugen und sie zu bekämpfen. Im Umkehrschluss kann ein Defizit die Sterberate erhöhen.

Sydney – Sind Menschen blass, wird ihnen in ihrem Umfeld gerne zu einer kleinen „Vitamin-D-Kur“ geraten. Umgangssprachlich steht das für ein gesundes Sonnenbad. Denn: Vitamin D wird bei Menschen hauptsächlich über die Haut durch Sonneneinstrahlung gebildet. Und das ist wiederum wichtig für andere Funktionen, wie etwa einen gesunden Knochenaufbau.

Doch Vitamin D spielt nicht nur dabei eine wichtige Rolle, wie eine Studie aus Australien nun zeigt. Demnach könne ein Vitamin-D-Mangel auch das Gesamtrisiko erhöhen, am Herzen oder an der Lunge zu erkranken. Auch das Krebsrisiko könne dadurch steigen. „Jede der Todesarten, die wir untersucht haben, weist auf die Wichtigkeit hin, ausreichend mit Vitamin D versorgt zu sein“, sagte Joshua Sutherland. Er ist Doktorand am Australian Center for Precision Health der University of South Australia und Forschungsleiter der englischsprachigen Studie, die im Fachjournal Annals of internal Medicine veröffentlicht wurde.

Das Risiko, an einer Lungenkrankheit zu sterben, ist bei Vitamin-D-Mangel besonders hoch

Dass sich unzureichend Vitamin D bei Menschen in Müdigkeit, Erschöpfung und genereller Abgeschlagenheit ausdrücken kann, ist bekannt. Auch, dass das Defizit mitunter zu Muskel- und Gliederschmerzen führt sowie zu einer höheren Anfälligkeit für Infektionserkrankungen. In der dunklen Jahreszeit verfallen viele Menschen im Zuge der fehlenden Sonne in eine sogenannte „Winterdepression“. Neben der blassen Haut gibt es weitere Anzeichen für ein Vitamin-D-Defizit. Doch die Studie, bei der rund 300.000 Menschen aus England, Schottland und Wales untersucht wurden, weist nun auch einen Zusammenhang zwischen Sterblichkeit und Vitamin-D-Mangel auf.

So stieg der Studie zufolge das generelle Sterberisiko und das Risiko einer tödlichen Herzerkrankung jener Untersuchten mit genetischem Vitamin-D-Mangel um 25 Prozent gegenüber Menschen mit gesundem Vitamin-D-Spiegel. 16 Prozent höher lag die Wahrscheinlichkeit, Krebs zu bekommen. Besonders häufig zeigten sich tödliche Lungenerkrankungen: Das Risiko, ihnen zu erliegen, war um 96 Prozent höher als bei Menschen mit gesunden Vitamin-D-Werten. Und: Je größer das Defizit einer Person, desto weiter stieg das Gesundheitsrisiko laut Studie.

Im Winter hilft vor allem die richtige Ernährung gegen einen Vitamin-D-Mangel

Im Umkehrschluss ist die gesundheitsfördernde Auswirkung von Vitamin D also nur wenig überraschend. Konkret könne es dabei helfen, Krebszellen zu bekämpfen und Bluthochdruck entgegenzuwirken. Laut Emma Laing, Leiterin der Abteilung für Diätetik am College of Family and Consumer Sciences der University of Georgia in Atlanta, seien es die entzündungshemmenden Wirkungen, die das Wachstum von Krebszellen und Tumoren verlangsame. „Die Datenlage ist jedoch noch uneinheitlich“, so Laing. Weitere Forschung sei daher erforderlich.

Fisch, Obst und Gemüse: Diese Lebensmittel enthalten besonders viel Vitamin D

Jetzt im Winter, wenn die Sonne launig ist und sich vergleichsweise wenig zeigt, hilft vor allem eine fetthaltige Ernährung mit vielen pflanzlichen und „guten“ Fetten, wie sie beispielsweise in Fischen enthalten sind. Spezielle Präparate können zudem helfen. Besonders für ältere Menschen sei Laing zufolge eine solche Ernährung samt Nahrungsergänzungsmittel besonders wichtig. „Für ältere Erwachsene ist es schwierig, ausreichend Vitamin D zu erhalten, da die Fähigkeit, diesen Nährstoff aufzunehmen, mit dem Alter abnimmt und die Einnahme bestimmter Medikamente die Aufnahme im Darm behindern kann“, sagte sie. (Romina Kunze)

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