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Tennisarm nicht nur durch Sport: Symptome, Ursachen und Hilfe im Überblick

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Von: Lucas Maier

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Gesundheit: Sport ist nicht die einzige Ursache für einen Tennisarm.
Sport ist nicht die einzige Ursache für einen Tennisarm. © sportfotodienst/IMAGO-Images

Vom Tennisarm dürften viele Menschen zumindest schon einmal gehört haben. Wir haben zusammengefasst, was dahinter steckt und was Hilfe verspricht.

Frankfurt – Es beginnt mit einem leichten Belastungsschmerz, kann dann aber schnell zu dauerhaften Schmerzen und sogar Kraftverlust in Hand und Finger führen: Vom sogenannte Tennisarm hat fast jede:r schon einmal gehört. Von dem Phänomen Tennisarm sind rund zwei Prozent der deutschen Bevölkerung betroffen, wie das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen schreibt. Doch woher kommen die Schmerzen und was kann dagegen getan werden?

„Die Haltung ist ganz essenziell bei solchen Beschwerden“, sagte der Orthopäde Kay Uthoff im Gespräch dem NDR. Dabei hat der Tennisarm gar nicht zwangsläufig etwas mit Tennis oder Sport im Allgemeinen zu tun. In vielen Fällen reicht Alltagsbelastung aus, um Beschwerden zu verursachen.

Tennisarm: Was steckt dahinter?

Der Begriff Tennisarm oder Tennisellenbogen dürfte den Meisten ein Begriff sein, was dahinter steckt wissen viele jedoch nicht. Ursächlich für die Schmerzen, welche Tennisarm-Betroffene haben, sind häufig Veränderungen im Sehnenbereich, wie die Laufsport-Expert:innen von Runner‘s World schreiben. Dadurch kommt es zudem zu Bewegungseinschränkungen.

Anders als der Name vermuten lässt, können die Beschwerden auch aus dem Bewegungsapparat heraus bilden. „Schmerzen im Unterarm und Handgelenk können auch durch eine Schwäche der Gesäßmuskulatur oder Beinmuskulatur entstehen“, schreibt die Physiotherapeutin und Sportwissenschaftlerin Kristina Jago auf der Laufsportwebsite.

Hilfe bei einem Tennisarm: Diese Behandlung verspricht Besserung

Die im Volksmund als Tennisarm bekannten Beschwerden können ihre Ursache aber auch in einer Traumatisierung der Muskelansätze haben, wie Orthopäden Kay Uthoff im Interview mit dem NDR angibt. Laut dem Mediziner können monotone Bewegungsabläufe bereits in kleinem Umfang zu den Beschwerden führen. Das regelmäßige Benutzen der Computermaus soll hier häufig schon ausreichen. Auch ein Bürojob schützt also nicht vor dem Tennisarm.

Während früher zu Kortisonspritzen gegriffen wurde, um die Beschwerden zu bekämpfen, gibt es heute eine Therapie, die auf lange Sicht zu besseren Ergebnissen führt. Mit einer sogenannten Stoßwellentherapie gelingt es „fast immer auch chronische und langwierige Krankheitsbilder“ auch ohne OP zu beseitigen, wie der Orthopäde Dr. Carsten Possenriede dem NDR in Hinblick auf den Tennisarm erklärte. Der Haken an der Sache: Die Behandlungskosten müssen Patient:innen selbst tragen.

Der Tennisarm, der gar nicht erst entsteht, ist immer noch der Beste

Am besten ist es natürlich, wie bei allen körperlichen Beschwerden, wenn diese gar nicht erst auftreten. Gezieltes Krafttraining kann bei Sportler:innen, aber auch bei allen anderen einem Tennisarm vorbeugen, wie das Tennismagazin erklärt. Außerdem ist Muskeltraining allgemein gut für die Gesundheit.

Um den Beschwerden im Ellenbogen effektiv vorzubeugen, sollten die Unterarme gezielt trainiert werden. Hierfür gibt es kleine Trainingsgeräte, mit denen entspannt auf der Couch die Muskulatur gestärkt werden kann. Zu den Trainingsutensilien zählen beispielsweise kleine Gummibälle, sogenannte Fingerhanteln oder ein flexibler Übungsstab, wie das Fachblatt schreibt. (Lucas Maier)

Viele haben mit der Gelenkerkrankung Arthrose zu kämpfen, die richtige Ernährung kann hier schon viel helfen.

Hinweis: Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

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