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Schilddrüsen-Unterfunktion: Diese Symptome sollten Sie kennen

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Von: Constantin Hoppe

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Als Schilddrüsenunterfunktion bezeichnen Mediziner eine mangelhafte Hormonproduktion der Schilddrüse. Auf welche Symptome Sie achten sollten.

Frankfurt – Schilddrüsenerkrankungen sind ausgesprochen häufig: Bei etwa jedem dritten Erwachsenen in Deutschland bildet sich im Laufe des Lebens mindestens eine krankhafte Schilddrüsenveränderung, gibt das Deutsche Schilddrüsenzentrum an. Die Häufigkeit steigt mit zunehmendem Alter.

Eine dieser Erkrankungen, die zu einem veränderten Hormonspiegel führt, ist die Schilddrüsenunterfunktion – Ärzt:innen sprechen von einer Hypothyreose. Diese Veränderung der Schilddrüsenfunktion ist häufig und bekommt vor allem bei Frauen im fortgeschrittenen Alter vor, wie das medizinische Handbuch MSN Manual auf seiner Website erklärt.

Schilddrüsenunterfunktion erkennen: Das kann eine Hypothyreose verursachen

Die Ursachen für eine Schilddrüsenunterfunktion sind unterschiedlich: Statistisch gesehen kommen nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Neugeborenenscreening eins von 4000 Neugeborene mit einer angeborenen Hypothyreose zur Welt. Damit ist es die häufigste angeborene endokrine Erkrankung. In den allermeisten Fällen entwickelt sich eine Schilddrüsenunterfunktion jedoch im Verlauf des Lebens.

Die mit Abstand häufigste Ursache einer Hypothyreose ist der Verlust von ursprünglich funktionsfähigem Schilddrüsengewebe als Folge eines Hashimoto-Syndroms, einer chronischen Schilddrüsenentzündung, berichtet das Deutsche Schilddrüsenzentrum. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann auch nach einer Radiojod­therapie oder einer Schilddrüsen­operation auftreten, wenn bei der Behandlung viel Schilddrüsengewebe zerstört wurde und ein zu geringer medikamentöser Hormonersatz erfolgt.

Eine weitere Ursache ist ein Mangel von Jod: Die Schilddrüse benötigt Jod, um zu funktionieren. In den meisten Ländern wird das Salz mit Jod versetzt, sodass jeder ausreichend davon erhält.

Schilddrüse-Untersuchung
Eine Ärztin untersucht die Schilddrüse eines Mannes. (Symbolbild) © Andrey Popov/Imago

Schilddrüsenunterfunktion: Auf diese Symptome sollte man achten

Nicht genügend Schilddrüsenhormone führen dazu, dass Ihre Körperfunktionen langsamer werden, was Auswirkungen darauf haben kann, wie Personen aussehen, in welcher Verfassung Sie sind und wie Sie sich fühlen. Einige dieser Symptome können auch auf einen Eisenmangel hindeuten.

Diese Symptome können äußerlich auf eine Schilddrüsenunterfunktion hinweisen

Diese Symptome können vor allem von Betroffenen selbst bemerkt werden

Schilddrüsenunterfunktion lässt sich gut behandeln

Unbehandelt kann eine Schilddrüsenunterfunktion letzten Endes zu Herzversagen, Koma und Tod führen. Deshalb ist es wichtig, bei Symptomen einen Arzt oder Ärztin aufzusuchen. Diese können laut MSD Manual durch einen Schilddrüsenfunktionstest eine Diagnose stellen.

Die Behandlung der Schilddrüsenunterfunktion besteht in der Gabe von Schilddrüsenhormonen. Diese werden in Tablettenform verabreicht. Die benötigte Menge des Hormons kann dabei variieren und muss von dem behandelten Arzt ermittelt werden, wie das Deutsche Schilddrüsenzentrum erklärt. (con)

Hinweis der Redaktion

Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

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