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Fünf Angewohnheiten können Ihre Schilddrüse beeinträchtigen

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Von: Karolin Schäfer

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Ungesunde Ernährung, Stress und Rauchen: Einige alltägliche Gewohnheiten können die Funktion der Schilddrüse beeinflussen. Darauf sollten Sie achten.

Frankfurt – Die Schilddrüse (Glandula thyroidea) nimmt eine wichtige Steuerungsfunktion im menschlichen Körper ein. Dort werden nämlich verschiedene Hormone gebildet, die andere Organe beeinflussen und regulieren können.

So hat die Schilddrüse nicht nur Auswirkungen auf das Herz und den Blutdruck, sondern auch auf unseren Stoffwechsel, Gehirnfunktionen sowie die Psyche. Umso wichtiger also, dass alles reibungslos funktioniert. Denn Störungen können verschiedene Erkrankungen, wie eine Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion hervorrufen.

Der Ärztliche Direktor Christian Peiper erklärt zwei Medizinstudentinnen im Evangelischen Krankenhaus in Hammdas Ergebnis einer Ultraschall Untersuchung an einer Schilddrüse. (Symbolbild)
Der Ärztliche Direktor Christian Peiper erklärt zwei Medizinstudentinnen im Evangelischen Krankenhaus in Hammdas Ergebnis einer Ultraschall Untersuchung an einer Schilddrüse. © Guido Kirchner/dpa

Ausgewogene Ernährung ist wichtig für eine gesunde Schilddrüse

Damit das schmetterlingsförmige Organ, das im Hals unterhalb des Kehlkopfes liegt, ausreichend Hormone produzieren kann, ist eine gesunde Lebensweise entscheidend. Dazu zählt auch eine gesunde Ernährung. Wichtig ist dabei vor allem eine ausreichende Versorgung mit den Spurenelementen Jod, Selen und Eisen, informierte das Deutsche Schilddrüsenzentrum.

Wer sich ausgewogenen ernährt, könne demnach eine Unterversorgung der Schilddrüse verhindern. Bei einer einseitigen oder veganen Ernährung sei das „aber auch in Deutschland immer noch möglich“. Diese Lebensmittel enthalten laut Öko-Test besonders viel Jod:

Auch Selen, das an der Synthese der Schilddrüsenhormone beteiligt ist, kommt in tierischen Lebensmitteln vor. Zudem enthalten Nüsse, verschiedene Kohlsorten, Zwiebelgemüse, Pilze und Linsen besonders viel davon, teilte das Deutsche Schilddrüsenzentrum mit. Fleisch, aber auch einige Obst- und Gemüsesorten sowie Hülsenfrüchte und Getreide liefern laut Bundesinstitut für Risikobewertung ausreichend Eisen. Menstruierende Frauen sowie Schwangere und Stillende haben einen höheren Eisenbedarf.

Gesundheit: Welche Angewohnheiten der Schilddrüse schaden können

Neben einer ungesunden Ernährung hat auch Zigarettenrauch schädliche Auswirkungen auf die Schilddrüse. Raucher erleiden häufiger an Autoimmunerkrankungen, berichtete die Pharmazeutische Zeitung. Forschende untersuchten im Rahmen einer Studie 132 gleichgeschlechtlichen Zwillingspärchen. Das Ergebnis: Tabakkonsum erhöhte das Risiko für eine Schilddrüsenerkrankung um 200 Prozent – sowohl bei eineiigen als auch bei zweieiigen Zwillingen.

Auch die Auswirkungen von regelmäßigem Alkoholkonsum auf das Hormonsystem sind bekannt. So kann Alkohol beispielsweise die Produktion von Hormonen blockieren, hieß es in einem Forschungsbericht der medizinischen Fakultät der Universität Athen. Zudem kann übermäßiger Alkoholkonsum Schilddrüsenzellen zerstören.

Schilddrüsenunterfunktion kann depressive Verstimmungen auslösen

Die Psyche hat ebenfalls Einfluss auf die Schilddrüse – und umgekehrt. Stress im Alltag – besonders in Kombination mit einem Mineralstoffmangel – kann das schmetterlingsförmige Organ belasten. Andererseits kann es bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) zu einer Verlangsamung verschiedenen Gehirnfunktionen kommen, schrieb das Deutsche Schilddrüsenzentrum. Das könne zu depressiven Verstimmungen, Antriebslosigkeit und Konzentrationsstörungen führen. Um eine Schilddrüsenunterfunktion frühzeitig zu erkennen, sollten Sie auf bestimmte Symptome achten.

Regelmäßige körperliche Bewegung ist für einen gesunden Lebensstil essenziell – auch zur Vorbeugung vieler Erkrankungen. Allerdings kann zu intensives oder häufiges Training den Hormonhaushalt durcheinander bringen. Studien deuten darauf hin, dass die Schilddrüse durch extremen Sport nicht genügend Zeit hat, um den Spiegel der Hormone T3 und T4 wieder zu regulieren. Belastungspausen sind daher umso wichtiger. (kas)

Hinweis der Redaktion

Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

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