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Vitamin-Mangel erhöht Sterblichkeit von Hautkrebs-Patienten

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Von: Constantin Hoppe

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Hautkrebs-Fälle treten immer häufiger auf. Eine spanische Studie zeigt nun den Zusammenhang zwischen einem Vitamin-D-Mangel und der Sterblichkeit bei Hautkrebs auf. (Symbolbild) © imageBROKER/Rudolf/Imago

Zwischen dem Vitamin-Spiegel und der Sterblichkeit von Hautkrebs-Patienten gibt es einen Zusammenhang. Ein Vitamin hat dabei besonders starke Auswirkungen.

Frankfurt – Hautkrebs ist vermutlich die häufigste Krebs-Erkrankung weltweit: Alleine in Deutschland erkrankten im Jahr 2018 laut dem Zentrum für Krebsregisterdaten des Robert Koch-Instituts mehr als 230.000 Menschen an Hautkrebs. Als besonders gefährlich gilt dabei der schwarze Hautkrebs (Melanom): Unter allen Hautkrebs-Diagnosen im Jahr 2018 wurden bei 23.000 Patienten schwarzer Hautkrebs diagnostiziert, 2942 Menschen starben an einem Melanom. Hautärzte gehen davon aus, dass sich die Fälle in Zukunft noch vermehren werden. Anhand einiger spezifischer Symptome lässt sich der Hautkrebs erkennen.

Nun hat eine Studie aus Spanien einen Zusammenhang zwischen der Sterblichkeit von Patienten mit schwarzem Hautkrebs und Vitamin D entdeckt: Menschen, die bei ihrer Hautkrebs-Diagnose einen Vitamin-D-Mangel aufwiesen, hatten eine fast doppelt so hohe Sterblichkeit, wie Menschen ohne den Mangel. Das hat ein spanisches Forschungsteam festgestellt, das in einer Klinik in Barcelona den Vitamin-D-Spiegel bei 264 Patienten mit invasivem Hautkrebs Melanom untersucht hat.

Sterblichkeit bei Hautkrebs: Studie zeigt Zusammenhang mit Vitamin-D-Mangel auf

Die Ergebnisse ihrer Studie stellte das Team während des 31. Kongress der European Academy of Dermatology and Venereology in der vergangenen Woche (7. bis 10. September) vor.

Die leitende Forscherin Dr. Inés Gracia-Darder vom Universitätskrankenhaus Son Espases auf Mallorca, erklärte, dass die Ergebnisse darauf hindeuten, dass „Vitamin D einen bedeutenden Einfluss auf Menschen mit Melanomen hat und insbesondere zeigt, dass Patienten mit Vitamin-D-Mangel eine geringere Gesamtüberlebensrate haben“.

Hautkrebs lässt sich anhand spezifischer Symptome erkennen.

Sterblichkeit bei Hautkrebs: Frühere Forschungsarbeiten zeigen besondere Wirkung von Vitamin D

Frühere Forschungsarbeiten zu den Zusammenhängen zwischen dem Vitamin-D-Spiegel und Hautkrebs zeigten auf, dass das Vitamin eine schützende Rolle für das Überleben spielt.

So haben Forschende der Universität Leeds bereits 2019 in einer Studie herausgefunden, dass sich die Aggressivität von Hautkrebszellen durch eine Zugabe von Vitamin D verringern lässt. In Laborversuchen konnten sie nachweisen, dass das Vitamin verschiedene Signalwege innerhalb der Krebszellen blockiert, was zu einem verlangsamten Wachsen der Zellen führte.

Nur wenige Studien haben jedoch die Beziehung zwischen der Melanom-Sterblichkeit und dem Mangel an Vitamin D eingehender untersucht.

Art des HautkrebsNeuerkrankungen (2018)Sterbefälle (2018)
Heller Hautkrebs199.430966
Schwarzer Hautkrebs22.8902942
(Quelle: Zentrum für Krebsregisterdaten des Robert-Koch-Institut/RKI)

Sterblichkeit bei Hautkrebs: Forschende aus Spanien hoffen auf weitere Studien

Die Forschenden aus Spanien hoffen nun darauf, dass ihre Ergebnisse weitere Studien anregen, in denen untersucht wird, ob ein Ausgleich des Vitamin-D-Mangels durch Nahrungsergänzungsmittel die Prognose für Menschen mit einem Melanom verbessern kann.

Auch abgesehen von Krebs-Erkrankungen ist Vitamin D für den menschlichen Körper ungemein wichtig: Es beeinflusst die Knochengesundheit, ist aber auch gut für das Immunsystem. Doch eine Vitamin-D-Überdosierung kann zu Vergiftungen führen. Ebenso kann ein Vitamin-D-Mangel, gravierende Folgen haben. (Constantin Hoppe)

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