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Geschwollene Beine sind oft ein Warnzeichen: Was dahinter steckt – und wann Sie handeln sollten

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Von: Sophia Lother

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Wenn die Beine oft anschwellen und schmerzen, kann dies ein Symptom für eine ernstzunehmende Erkrankung sein. Was Fachleute raten, im Überblick.

Frankfurt – Stark angeschwollene Beine können „100 verschiedene Ursachen haben“, erklärt Francis Caputo, Gefäßchirurg an der Cleveland Clinic auf der Website der Klinik. Für die Betroffenen sind geschwollene Beine, aber nicht nur lästig, sie können auch ein Symptom für verschiedene Krankheiten sein.

Doch wann löst sich das Problem von selbst und zu welchem Zeitpunkt sollten wegen der geschwollenen Beine ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden?

Geschwollene und schmerzende Beine können auch ein Symptom für ernstzunehmende Erkrankungen sein. (Symbolfoto)
Geschwollene und schmerzende Beine können auch ein Symptom für ernstzunehmende Erkrankungen sein. (Symbolfoto) © Panthermedia/Imago

Geschwollene Beine: Mit welchen Anzeichen sie sich äußern

Laut dem Gefäßchirurgen machen sich geschwollene Beine durch folgende Symptome bemerkbar:

Geschwollene Beine als Symptom: Wann medizinische Hilfe aufgesucht werden sollte

Doch nicht immer müssen bei geschwollenen Beinen auch direkt ein Arzt oder eine Ärztin konsultiert werden, versichert Francis Caputo. Gerade im Sommer treten geschwollene Beine, auch Ödeme genannt, bei einigen Menschen häufiger auf. Wenn die Schwellungen nur geringfügig ausfallen und innerhalb eines Tages abklingen, sollte demnach zunächst noch abgewartet werden. Bei übergewichtigen Personen mittleren und höheren Alters treten gelegentlich am Abend Schwellungen aufgrund von Blutansammlungen auf, heißt es im MSD Manual. Auch Schwangere können betroffen sein. Diese Art von Schwellung klinge jedoch meist bis zum Morgen wieder von selbst ab.

Doch laut dem MSD Manual sollte bei geschwollenen Beinen dann medizinische Hilfe aufgesucht werden, wenn folgende Symptome als Warnzeichen auftreten:

Wann genau ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden sollen, präzisiert das MSD Manual folgendermaßen: „Personen mit Warnzeichen sollten unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Personen mit zurückliegender Herz-, Lungen- oder Nierenerkrankung oder Schwangere sollten innerhalb weniger Tage einen Arzt aufsuchen, auch wenn keine Warnsignale vorliegen.“ In jedem Fall solle das Problem beobachtet werden.

Beine angeschwollen? Dabei kann es sich auch um Krankheits-Symptome handeln

Sind die Schwellungen an den Beinen ausgedehnt, können unter anderem Erkrankungen wie eine Herzinsuffizienz, eine Nierenfunktionsstörung oder auch Leberversagen die Ursache sein, so das MSD Manual. Auch sollte ärztliche Hilfe aufgesucht werden, wenn nur ein Bein oder ein Teil des Beins betroffen ist. Denn dann könnte es sich laut dem Portal beispielsweise auch um ein Blutgerinnsel in einer tiefliegenden Vene handeln.

Ödeme können auch bei einer Vaskulitis auftreten. Ebenso ist eine chronisch-venöse Insuffizienz möglich, erklärt der Gefäßchirurg Caputo und fügt hinzu: „Angeschwollene Beine sind oft ein Zeichen für ein größeres Problem“, daher rät er dazu, sich bei geschwollenen Beinen medizinischen Rat einzuholen. (slo)

Hinweis der Redaktion

Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

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