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Bluthochdruck: Dieses Lebensmittel hat eine blutdrucksenkende Wirkung

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Von: Nadja Austel

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Jeder dritte Erwachsene hat Bluthochdruck. Mit der Ernährung kann dieser doch schon gesenkt werden. Eine Pflanze rückt besonders in den Fokus.

Frankfurt – Bei etwa 20 bis 30 Millionen Deutschen liegt laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) ein Bluthochdruck vor. Das entspricht etwa einem Drittel der Bevölkerung. Die Hauptursachen für Bluthochdruck sind eine ungesunde Ernährung und zu wenig Bewegung. Bluthochdruck kann schwerwiegende Folgen haben.

Er gilt als einer der gefährlichsten Risikofaktoren für einen SchlaganfallHerzinfarkt und viele andere Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Wird der Bluthochdruck von Ärzt:innen diagnostiziert, ist häufig der Griff zu Medikamenten nötig, die den Blutdruck senken. Doch bereits vor den medikamentösen Maßnahmen gibt es Möglichkeiten, über die Ernährung den Blutdruck zu senken.

Gesundheit und Ernährung: Ab welchen Werten ist es Bluthochdruck?

Bei der Blutdruckmessung unterscheidet man zwei Werte, die stets zusammen angegeben werden, zum Beispiel 128 zu 85. Der erste Wert gibt den Druck in den Gefäßen an, wenn sich das Herz zusammenzieht (systolischer Blutdruck). Der zweite misst den Gefäßdruck, wenn der Herzmuskel erschlafft (diastolischer Blutdruck). Ein Blutdruck gilt hierzulande laut RKI und weiteren offiziellen Instituten zufolge als erhöht, wenn der systolische Wert über 140 liegt, der diastolische über 90 – oder wenn beide Werte erhöht sind. 

Medizinische EinordnungMesswerte in mmHG (systolisch/diastolisch)
Optimaler Blutdruckbis 120 zu 80
Normaler Blutdruck120 bis 129 zu 80 bis 84
Hoch-normaler Blutdruck130 bis 139 zu 85 bis 89
Milde Hypertonie (Bluthochdruck Stufe 1)140 bis 159 zu 90 bis 99
Mittlere Hypertonie (Bluthochdruck Stufe 2)160 bis 179 zu 100 bis 109
Schwere Hypertonie (Bluthochdruck Stufe 3)mehr als 180 zu mehr als 110
Quelle: RKI

Durch gezielte Ernährung Bluthochdruck senken – mit Hibiskustee

In Sachen Ernährung gibt es mehrere Möglichkeiten, den Blutdruck auf natürlichem Weg zu senken. Zum Beispiel hilft es, weniger Salz zu sich zu nehmen. Generell gilt, dass eine ausgewogene Ernährung die gesamte körperliche Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden steigert. Doch manche Lebensmittel tragen auch aktiv dazu bei, speziell den Blutdruck zu senken und so Krankheiten vorzubeugen.

Ein Arzt misst den Blutdruck seiner Patientin (Symbolbild).
Bluthochdruck kann zu vielen gefährlichen Krankheitsbildern führen. © YAY Images / Imago

So hat beispielsweise Rote Bete einen blutdrucksenkenden Effekt. Das liegt an den im Saft enthaltenen Nitraten. Das erklärt Dieter Klaus, Herzspezialist und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung auf deren Internetseite. Verschiedene Studien kommen seit mehr als zwei Jahrzehnten außerdem immer wieder zu dem Ergebnis, dass auch Hibiskustee (Hibiscus sabdariffa) eine blutdrucksenkende Wirkung hat.

Ernährungs-Tipp bei Bluthochdruck – Hibiskustee senkt den Blutdruck

Studien zu der blutdrucksenkenden Wirkung von Hibiskustee gibt es schon seit über 20 Jahren. Das medizinische Interesse an einer so einfachen und allem Anschein nach wirksamen Methode, den Blutdruck zu senken, ist groß. Dadurch gibt es mittlerweile bereits Meta-Studien über die Ergebnisse der Studien. Diese vergleichen die Resultate von den bereits gemachten Studien und werten die Ergebnisse in ihrer Gesamtheit aus.

In Deutschland hat jeder dritte Erwachsene einen Bluthochdruck (rund 20 Millionen).

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind neben Krebserkrankungen die häufigste Todesursache.

Bluthochdruck ist der größte Risikofaktor für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems.

Quelle: RKI

Die Meta-Studien kommen ebenfalls zu dem Ergebnis: Es gibt einen signifikanten Effekt, also starke Hinweise darauf, dass Hibiskustee tatsächlich sowohl den systolischen als auch den diastolischen Blutdruckwert senkt. Der Effekt konnte bei den Studienteilnehmer:innen nach etwa sechs Wochen (je nach Studienplanung) festgestellt werden. Sie hatten dabei täglich beispielsweise drei Tassen Hibiskustee (je ein Teebeutel mit 1,25 Gramm Hibiskus-Extrakt) zu sich genommen.

Bevor jedoch allgemeine Ernährungsempfehlungen ausgesprochen werden können, werden in weiteren Studien Daten zu Langzeit- und unerwünschten Wirkungen erhoben. Das Trinken des Hibiskustees wäre vermutlich eine leicht umzusetzende therapeutische Maßnahme zum Senken eines erhöhten Blutdrucks. Andere Lebensmittel hingegen, wie Lakritz, haben die exakt gegenteilige Wirkung und sollten daher vermieden werden. (na)

Hinweis der Redaktion: Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

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