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Oft steckt ein häufiger Infekt der oberen Atemwege hinter geschwollenen Hals-Lymphknoten. Folgende Beschwerden sprechen aber für eine andere Krankheit.
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Oft steckt ein häufiger Infekt der oberen Atemwege hinter geschwollenen Hals-Lymphknoten. Folgende Beschwerden sprechen aber für eine andere Krankheit.

Ursache meist ungefährlich

Geschwollene Lymphknoten als Anzeichen für harmlose Krankheit: Doch wer diese Symptome beobachtet, muss zum Arzt 

Sind die Lymphknoten unter den Achseln oder am Hals geschwollen, kann das Anzeichen eines Infekts sein. Folgende Krankheiten sind häufig der Auslöser.

Empfindsame und geschwollene Lymphknoten sind ein Hinweis darauf, dass das Immunsystem gegen Krankheitserreger ankämpft. Meist werden vergrößerte Lymphknoten dann entdeckt, wenn der Betroffene wegen eines anderen Symptoms vom Arzt untersucht wird – etwa aufgrund von Fieber. Meist sind geschwollene Lymphknoten auf harmlose Ursachen wie einen viralen Infekt* zurückzuführen, wie die Deutsche Familienversicherung informiert (DFV). Ein Arztbesuch sei dann angeraten, wenn die Knoten länger als drei Wochen angeschwollen sind, ohne dass man andere Infekt-Symptome wie Halsschmerzen und Abgeschlagenheit an sich bemerkt.

Auch wenn die Lymphknoten nur auf einer Seite geschwollen sind, etwa in der rechten Achselhöhle, empfiehlt die DFV zum Arzt zu gehen. Dasselbe gelte für gleichzeitig auftretenden ungewollten Gewichtsverlust oder Nachtschweiß. Auch wenn ein Lymphknoten sehr weh tut oder Eiter austritt, sollte der Betroffene sofort einen Arzt aufsuchen, informiert das Fachportal MSD Manual.

Mögliche Ursachen für geschwollene Lymphknoten, wie MSD Manual und die DFV berichten:

  • Virusinfektionen wie Masern, Pfeiffersches Drüsenfieber oder eine HIV-Infektion
  • Infektionen der oberen Atemwege wie eine Mandelentzündung
  • Andere bakterielle Infektionen wie Borreliose, Zahnfleischentzündungen, Chlamydien oder Diphterie
  • Infektionen des Gewebes nahe dem geschwollenen Lymphknoten
  • Rheumatoide Arthritis
  • Lymphknotenschwellung ohne feststellbaren Grund (idiopathische Lymphadenopathie): Diese geht in der Regel von alleine zurück, ohne dem Patienten zu schaden.

Lesen Sie auch: Kalte oder heiße Knoten in der Schilddrüse? So erkennen Sie Schilddrüsenkrebs.

Geschwollene Lymphknoten sind nur sehr selten Anzeichen für Krebserkrankungen

Meist steckt eine harmlose virale oder bakterielle Infektion hinter geschwollenen Lymphknoten, doch auch Krebserkrankungen könnten mit vergrößerten Lymphknoten einhergehen. So kann die Schwellung auf Leukämie, Lymphdrüsenkrebs oder auch Lymphknotenmetastasen hinweisen, wie die Deutsche Familienversicherung informiert. Krebserkrankungen stecken aber in den wenigsten Fällen hinter geschwollenen Lymphknoten: Schätzungsweise weniger als ein Prozent der Menschen mit geschwollenen Lymphknoten sollen eine Krebsdiagnose erhalten, heißt es auf den Seiten des MSD Manual.

Sie fühlen sich müde und abgeschlagen und die Lymphknoten am Hals sind geschwollen? Ein Anzeichen für eine Infektion, gegen die der Körper kämpft. Folgende Krankheitserreger sind häufig der Auslöser.

Als wichtiger Teil des menschlichen Immunsystems kontrollieren die rund 700 Lymphknoten, die im ganzen Körper verteilt sind, die Lymphflüssigkeit auf potenziell krankheitserregende Bestandteile. Bakterien, Viren aber auch Krebszellen werden in der Regel in den Lymphknoten herausgefiltert und können sich so nicht mehr über das Blut im Körper verteilen. Wichtig sind hier unter anderem die B- und T-Lymphozyten, Zellen der Immunabwehr, die sich in den Lymphknoten befinden. Diese machen Krankheitserreger in der Lymphflüssigkeit unschädlich, indem sie die Produktion von Antikörpern anregen. Infolge kommt es zur Lymphknotenschwellung, wie das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung informiert. (jg) *Merkur.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Weiterlesen: Durchbruch in der Krebsforschung? Diese Methode soll verhindern, dass sich Metastasen bilden.

Achtung: Diese vier Erreger können Krebs auslösen

Das Magenbakterium Helicobacter pylori soll das Risiko in sich bergen, an Magenkrebs zu erkranken. Das Pikante daran: Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung trägt es bereits in sich. Helicobacter soll Magengeschwüre begünstigen, welche sich dann zu Krebs ausweiten können. Allerdings ist eine Behandlung in den meisten Fällen mit einer Kombination aus Antibiotika und Magensäureblocker äußerst erfolgreich.
Das Magenbakterium Helicobacter pylori soll das Risiko in sich bergen, an Magenkrebs zu erkranken. Das Pikante daran: Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung trägt es bereits in sich. Helicobacter soll Magengeschwüre begünstigen, welche sich dann zu Krebs ausweiten können. Allerdings ist eine Behandlung in den meisten Fällen mit einer Kombination aus Antibiotika und Magensäureblocker äußerst erfolgreich. © picture-alliance/ dpa/ dpaweb
Hepatitis B fördert dagegen Leberentzündungen. Auch diese können sich zu Leberkrebs weiterentwickeln. Allerdings können Sie sich gegen diesen Hepatitis-Typ beim Hausarzt impfen lassen.
Hepatitis B fördert dagegen Leberentzündungen. Auch diese können sich zu Leberkrebs weiterentwickeln. Allerdings können Sie sich gegen diesen Hepatitis-Typ beim Hausarzt impfen lassen. © pixabay
Gegen Hepatitis C unglücklicherweise (noch) nicht. Die aggressiven Erreger gelten sogar als die zweithäufigste Ursache für Leberkrebs. Etwa 8.500 Menschen sollen jährlich daran erkranken.
Gegen Hepatitis C unglücklicherweise (noch) nicht. Die aggressiven Erreger gelten sogar als die zweithäufigste Ursache für Leberkrebs. Etwa 8.500 Menschen sollen jährlich daran erkranken. © pixabay
Humane Papillomviren (HPV) sind meist ungefährlich - doch es gibt zwei Arten davon, die krebserregend wirken und Gebärmutterhalskrebs auslösen sollen. Zudem stehen sie im Verdacht, Anal- oder Peniskrebs zu begünstigen. Allerdings gibt es auch hier eine sehr effektive Schutzimpfung, die gegen alle HPV-Typen helfen soll.
Humane Papillomviren (HPV) sind meist ungefährlich - doch es gibt zwei Arten davon, die krebserregend wirken und Gebärmutterhalskrebs auslösen sollen. Zudem stehen sie im Verdacht, Anal- oder Peniskrebs zu begünstigen. Allerdings gibt es auch hier eine sehr effektive Schutzimpfung, die gegen alle HPV-Typen helfen soll. © pixabay/jrvalverde

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