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Fibromyalgie erkennen: Das sind Symptome der chronischen Schmerzerkrankung

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Von: Karolin Schäfer

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Betroffene von Fibromyalgie können auch unter Magenkrämpfen leiden.
Betroffene von Fibromyalgie können auch unter Magenkrämpfen leiden. © Annette Riedl/dpa

Bei Fibromyalgie leiden Betroffene unter anhaltenden Schmerzen, fühlen sich aber oft nicht ernst genommen. Das sind typische Symptome der Erkrankung.

Frankfurt – Schmerzen sind für Betroffene oft ein erstes Warnsignal. Dabei kann es sich um ein kurzzeitiges Phänomen handeln, oder aber auch auf ernsthafte, chronische Erkrankungen hindeuten. Zu letzteren zählt auch Fibromyalgie, die sich durch Schmerzen in verschiedenen Körperregionen äußert.

Betroffene leiden unter anhaltenden Schmerzen, die auf der Haut, in den Muskeln und Gelenken spürbar sein können, informiert das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Die Schmerzen können sich von Tag zu Tag in ihrer Intensität unterscheiden und sind meist unberechenbar. Fibromyalgie hat dabei aber keinen Einfluss auf die Organe oder Lebenserwartung, erklärt das Institut.

Fibromyalgie: Diese Symptome deuten auf die Schmerzerkrankung hin

In Stresssituationen, bei Verletzungen oder Infektionen können sich die Beschwerden verschlimmern, heißt es im Medizinhandbuch MSD Manual. Das sind dem IQWiG zufolge typische Symptome der Schmerzerkrankung:

Fibromyalgie erkennen: Die Schmerzerkrankung ist nicht heilbar

Fibromyalgie ist nicht heilbar, die Beschwerden können lediglich mithilfe spezieller Therapien gelindert werden. Laut IQWiG können sportliche Betätigung, Medikamente wie Amitriptylin, Duloxetin und Pregabalin, Thermalbäder oder Massagen helfen. Von herkömmlichen Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Paracetamol rät das Institut ab.

Dem IQWiG zufolge sind in Deutschland rund zwei Prozent der Erwachsenen von Fibromyalgie betroffen, meist im Alter zwischen 40 und 60. Vor allem Frauen leiden häufig unter der Schmerzerkrankung. Aber auch bei Kindern und Jugendlichen können entsprechende Anzeichen auftreten. Meist klagen Betroffene schon vor der Diagnose über Schmerzerkrankungen, etwa über das Reizdarmsyndrom, starke Regelschmerzen, Endometriose oder Migräne.

Fibromyalgie: Zu Ursachen der chronischen Erkrankung ist nur wenig bekannt

Obwohl die Erkrankung seit 30 Jahren anerkannt ist, ist nur wenig zur Ursache von Fibromyalgie bekannt. Das IQWiG geht von einer gestörten Schmerzverarbeitung im Gehirn aus. Deshalb seien Menschen mit Fibromyalgie schmerzempfindlicher. Expert:innen vermuten, „dass die Erkrankung durch eine Mischung aus genetischen Faktoren und körperlichen oder psychischen Belastungen ausgelöst wird, die zu Veränderungen in der Schmerzverarbeitung führen“, hieß es weiter.

Bei chronischen Entzündungen wie Arthrose, Rheuma und Co. können bestimmte Lebensmittel Abhilfe schaffen. Ungesunde Gewohnheiten in der Ernährung können die Erkrankungen dagegen verschlimmern.

Trotz Fibromyalgie-Symptome: Warum die Krankheit oft unerkannt bleibt

„Schmerzen stellen ein sehr komplexes, auch mit starken psychischen Komponenten verbundenes Phänomen mit unterschiedlichen Qualitäten, Stärken und Formen dar“, erklärte das Robert Koch-Institut (RKI). Fibromyalgie beeinträchtigt die Lebensqualität in vielen Bereichen und kann für Betroffene sehr belastend sein. Dazu kommt, dass sie oft von Außenstehenden nicht ernst genommen werden, da viele Menschen das Krankheitsbild nicht kennen und die Symptome nicht einordnen können. Deshalb vergehen oft Jahre, bis die Erkrankung diagnostiziert wird.

In vielen Fällen finden Erkrankte selbst heraus, wie sie im Alltag mit den Schmerzen umgehen können und entwickeln eigene Strategien zur Bewältigung bestimmter Aufgaben. Aber auch der Austausch mit anderen Betroffenen kann hilfreich sein. (kas)

Hinweis der Redaktion: Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

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