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Fettleber als stille Gefahr: Was Sie zu Ursachen und Symptomen wissen sollten

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Von: Sophia Lother

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Eine Fettleber gilt als ein Risikofaktor für die Entwicklung von Leberkrebs. (Symbolfoto)
Eine Fettleber gilt als ein Risikofaktor für die Entwicklung von Leberkrebs. (Symbolfoto) © Science Photo Library/Imago

Knapp ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland ist von einer Fettleber betroffen. Sie bleibt häufig im Verborgenen, diese Anzeichen sind möglich.

Frankfurt – Eine Fettleber ist der häufigste Leberbefund in Deutschland, Millionen Menschen leiden darunter. Bis zu 30 Prozent der Erwachsenen Bundesbürger:innen gelten als betroffen, wie das Klinikum Nürnberg meldet. Demnach werden Lebererkrankugen dennoch in der Öffentlichkeit vergleichsweise wenig diskutiert. Sie führen „in der öffentlichen Diskussion ein Schattendasein“, erklärt Chefarzt Alexander Dechêne.

Mit gravierenden Folgen, denn ein schnelles Erkennen einer Lebererkrankung wie der Fettleber ist wichtig, denn sie kann zu schweren Krankheiten führen. Doch die Symptome sind häufig unspezifisch und noch immer wird eine verfettete Leber meist nur mit einem zu starken Alkoholkonsum in Verbindung gebracht. Die medizinische Sachlage im Überblick:

Fettleber als stille Gefahr: Unterscheidung und Symptome im Überblick

Warum die Fettleber häufig mit Alkoholkonsum in Verbindung gebracht wird, liegt daran, dass dieser durchaus eine Rolle spielen kann. Führt viel Alkohol zu einer starken Anlagerungen von speziellen Fetten (Triglyceride) in den Leberzellen, dann wird dies als alkoholische Fettleber bezeichnet. Laut dem Bundesgesundheitsministerium äußert sich diese häufig nicht mit speziellen Symptomen, manche Betroffenen klagen allerdings über Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Ist die verfettete Leber alkoholbedingt, kann sich das Fett bei Verzicht zurückbilden. Problematischer ist daher die nicht-alkoholische Fettleber.

Die nicht-alkoholische Fettleber (NAFL) belegt laut Deutscher Leberstiftung Platz eins der Fettleber-Diagnosen. Die Symptome sind unspezifisch, was daran liegt, dass in der Leber keine Schmerz-Sensoren vorhanden sind, wie es in anderen Organen der Fall ist. Laut der Stiftung und dem Bundesgesundheitsministerium können folgende Anzeichen auftreten:

Gesundheit: Warum ist eine Fettleber so gefährlich?

Das Problem einer Fettleber sind vor allem die Folgeerkrankung, die die Einlagerung von Fett auslösen kann. Die bekanntesten darunter sind Leberzirrhose und Leberfibrose. Eine Studie von Forschenden der Medizinischen Hochschule Hannover ergab nun, dass Fettleber-Betroffene vermehrt Leberkrebs entwickeln. Auch für die Herzgesundheit hat eine Fettleber gravierende Auswirkungen.

Fettleber: Welche Ursachen und Risikofaktoren gibt es?

Die steigende Zahl an Fettleber-Betroffenen wird oftmals mit einem ungesunden Lebensstil in Verbindung gebracht. Mangelnde Bewegung und ungesunde Ernährung sind hierbei häufig genannte Risikofaktoren. Insgesamt werden folgende Ursachen betont:

Ursachen für eine Fettleber
Zu wenig Bewegung
Kalorienreiche Ernährung
starkes Übergewicht (Adipositas)
Stoffwechselstörungen (etwa Insulinresitenz)
Typ-2-Diabetes
Metabolisches Syndrom
Quelle: Bundesgesundheitsministerium

Eine Studie kam darüber hinaus zu dem Schluss, dass auch Menschen, die sich gesund ernähren, von einer Fettleber betroffen sein können. Dahinter stecken spezifische genetische Mutationen, ermittelten Forschende am Max-Planck-Institut.

Fettleber als stille Gefahr: Welche Rolle spielt die Ernährung?

„Es gibt keine pharmakologische Therapie zur Behandlung bei NAFL. Der Grundbaustein der Therapie liegt in der Lebensstiländerung“, sagt das Bundeszentrum für Ernährung (bzfe). Dazu gehöre beispielsweise regelmäßige Bewegung. Laut Bundeszentrum wirkt sich bereits ein Spaziergang von 45 Minuten etwa drei bis fünfmal in der Woche sehr positiv auf den Stoffwechsel aus. Eine Untersuchung ergab, dass Sport auch bei Leberschäden positive Auswirkungen haben kann. Eine wichtige Rolle spielt auch die Ernährung.

Ernährung und Fettleber: Welche Lebensmittel Fachleute empfehlen

Im Zentrum steht, die tägliche Kalorienzufuhr zu vermindern und sich ausgewogen zu ernähren. Kohlenhydrate sollten auf dem Speiseplan deutlich reduziert werden. Denn: Vor allem die Kohlenhydrate Fruktose, Glukose und Saccharose stünden in Zusammenhang mit der Entstehung einer nicht-alkoholischen Fettleber. Es gibt Lebensmittel, die bei der Regeneration der Leber helfen können. Darüber hinaus sollen laut bfze komplexe Kohlenhydrate bevorzugt werden, wie:

Hinweis der Redaktion: Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden. (slo)

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