Ökotest hat 100 verschiedene stille Mineralwässer getestet.
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Ökotest hat 100 verschiedene stille Mineralwässer getestet.

Zubereitung von Säuglingsnahrung unbedenklich?

Enthält Ihr Lieblingswasser auch Schadstoffe? Ökotest prüfte 100 Marken

  • Juliane Gutmann
    vonJuliane Gutmann
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Wer stilles Wasser bevorzugt, sollte jetzt weiterlesen. Das Verbrauchermagazin Ökotest prüfte 100 stille Wässer - und kam auch zu besorgniserregenden Ergebnissen.

  • Leitungswasser kann als das am besten kontrollierte Lebensmittel Deutschlands ohne Bedenken täglich getrunken werden*.
  • Doch viele kaufen Wasserflaschen in Getränke- oder Supermarkt.
  • Ökotest nahm 100 verschiedene stille Wässer genauer unter die Lupe - und fand in einigen Produktproben gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe.

Zwei bis drei Liter Flüssigkeit sollten gesunde Erwachsene pro Tag trinken - am besten in Form von Wasser, ungesüßten Tees oder Fruchtschorlen. Als guter Richtwert gelten der Techniker Krankenkasse zufolge 35 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht, bei Säuglingen und Kindern sogar noch etwas mehr. Um auf die empfohlene Menge zu kommen, greifen viele gerne zu stillem Wasser, weil Kohlensäure die Aufnahmemenge reduziert. Ökotest hat stille Wässer jetzt auf Schadstoffe hin überprüft - und wurde in einigen Fällen fündig.

Im Labor untersuchten die Gutachter 100 Produkte auf erhöhte Konzentrationen von Uran, Arsen, Bor und Vanadium. Ein Fokus des Produkt-Tests lag außerdem auf dem Nitratgehalt der Wässer, auf enthaltenen Süßstoffen und Pestizidrückständen. PET-Einwegflaschen wurden im Test abgewertet, da ihre Ökobilanz weit schlechter ist als die von Mehrwegflaschen aus Glas.

Lesen Sie auch: Medium-Mineralwasser im Öko-Test: Dieses bekannte Wasser enthält Schadstoffe.

Günstige Testsieger und zwei bekannte Marken mit Note 6

Die gute Nachricht vorab: "63 Prozent der getesteten stillen Wässer können wir mit "sehr gut" oder "gut" empfehlen", so Ökotest. 41 Marken schnitten "sehr gut", weitere 22 "gut" ab. Zu den Testsiegern zählen:

  • Mineau Naturelle für 25 Cent pro Liter
  • Albertus Quelle Naturell für 41 Cent pro Liter

Dagegen werden zwei sehr bekannte Marken von Ökotest mit der Note "ungenügend" eingestuft: Die stillen Mineralwässer von Volvic und Evian, beide von Danone. Das Brisante: Beide Produkte sind dem Hersteller zufolge geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung. Doch das sehen die Ökotester anders: Im Labor wurde für Evian eine Grenzwertüberschreitung für Uran ermittelt, das sich im Körper anreichern und Nieren und Lungen schädigen kann. Das Volvic-Wasser* war mit Vanadium belastet, das in Verdacht steht, krebserregende Wirkung zu entfalten. Auch den Nitratwert in Volvic-Wasser stuften die Gutachter bei Ökotest als hoch ein, wenn auch unterhalb der für Säuglingen gefährlichen Obergrenze. Die Einschätzung von Ökotest-Redakteurin Meike Rix laut Focus Online: "Die Wässer der Marken Volvic und Evian sind nicht nur wegen der absurd weiten Transportwege fragwürdig. Auch unsere Testergebnisse machen sie nicht attraktiver".

Hier geht's zu den vollständigen Testergebnissen

Mehr Quellen: www.tk.de

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jg

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Immer wieder warnen Experten davor, im Sommer zu wenig Wasser zu sich zu nehmen. Die unangenehme Folge: Dehydrierung. Daher empfiehlt es sich, bei Temperaturen von mehr als 35 Grand nicht erst dann zu trinken, wenn man durstig ist. Schließlich verliert der Körper auch über den Schweiß sehr viel Flüssigkeit. Aber auch Mineralstoffe, welche Sie über Obst und Gemüse wie Erdbeeren, Gurken oder Melone wieder aufnehmen können. © dpa/ Oliver Berg
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Sie sitzen im Biergarten und bestellen sich ein kühles Bier? Dann sollte es besser die promillefreie Variante sein. Schließlich ist aus Studien bekannt, dass Alkohol stark dehydriert. -Aus diesem Grund rät die deutsche Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), bei Hitze auf Alkohol besser zu verzichten. © dpa / Sina Schuldt
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Currywurst mit Pommes oder der Schweinebraten im Biergarten? Greifen Sie bei Hitze besser zu leichterer Kost wie einem leckeren Sommersalat mit Putenstreifen oder Feta. Schließlich kostet den Körper die Verdauung von fettreichem Essen sehr viel Energie. Die braucht er aber, um seine Temperatur zu regeln und einer Überhitzung vorzubeugen. Wer gerne grillt, packt lieber mehr Gemüse auf den Rost - oder wie wäre es mit Fisch? © dpa / Daniel Bockwoldt
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Wussten Sie, dass heiße Getränke wie Kaffee und Tee den Körper an heißen Tagen sogar abkühlt? Das haben jetzt Studien gezeigt. Doch der Effekt stellt sich nur bei regelmäßigen Kaffee-Trinkern ein. Wer Koffein dagegen nicht gewöhnt ist, wird auch die Effekte stärker zu spüren bekommen - inklusive Hitzewallungen, innerer Unruhe und Schlaflosigkeit. © dpa / Friso Gentsch
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Zu viel Salz ist ungesund, das weiß jedes Kind. Doch zu wenig kann ebenfalls problematisch sein - besonders bei Hitze. Wenn es heiß ist, schwitzen wir schließlich automatisch mehr. Dabei gehen wertvolle Flüssigkeit sowie Mineralstoffe und Salze verloren. Wer zudem mehr Wasser trinkt, muss seinen Salz-Haushalt wieder ausgleichen, indem er ebenfalls mehr davon zu sich nimmt. Ansonsten drohen Kreislaufprobleme. © dpa / Karl-Josef Hildenbrand
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Wenn es sehr heiß ist, ist der Durst zwar groß, aber der Hunger bleibt dagegen oftmals aus. Wir essen automatisch weniger. Dennoch sollten Sie morgens darauf achten, ein gesundes Frühstück mit Kohlenhydraten zu sich zu nehmen. Müsli mit Haferflocken oder Vollkornbrot hält den Blutzuckerspiegel stabil und Sie können sich über den Tag besser konzentrieren. Beides leidet oftmals bei hohen Temperaturen. © dpa / Ole Spata

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