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Vier Ernährungs-Mythen: Welche Fakten Sie kennen sollten

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Von: Lea-Sophie Mollus

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Auf die Frage, welche Ernährung die richtige und gesündeste ist, gibt es viele Antworten. Einige Mythen sollten Sie aber definitiv über Bord werfen.

Frankfurt – Ernährung ist ein viel diskutiertes Thema. Nicht nur im Netz gibt es zahlreiche Beiträge dazu, auch jede und jeder Einzelne hat eigene Grundsätze, an denen er oder sie festhält. Einheitliche Regeln für eine gesunde Ernährung gibt es dabei nicht: „Kohlenhydrate meiden“ sagen zum Beispiel die einen, für andere sind sie wiederum unverzichtbar. Welche Ernährungsregeln Sie befolgen und welche Mythen Sie besser über Bord werfen sollten.

Wenn es ums Abnehmen geht, gelten Kohlenhydrate als Feind. Low Carb, Keto und Paleo sind Ernährungsformen, die Kohlenhydrate auf die Rote Liste setzen. Dabei lassen sich Kohlenhydrate gar nicht verallgemeinern: Wie Stefan Kabisch, Studienarzt am Deutschen Institut für Ernährungsforschung gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagt, gibt es gute und schlechte Kohlenhydrate.

Ein Beispiel: Traubenzucker und Fruchtzucker bestehen aus einem Zuckermolekül, während Stärke und Cellulose in pflanzlichen Lebensmitteln lange Zuckerketten, sogenannte Vielfachzucker sind. Letztere sind deshalb gesünder, weil der Körper länger braucht, um sie zu zerlegen und aufzunehmen. Wer Abnehmen will, sollte sich einer Studie zufolge nicht nur auf den Sport verlassen.

Mythen zur gesunden Ernährung: Nicht alle Kohlenhydrate sind schlecht

Gute KohlenhydrateSchlechte Kohlenhydrate
Vollkornprodukte (z.B. Brot, Nudeln)Weißbrot/ Produkte aus Weizenmehl
Hülsenfrüchtegezuckerte Limonaden
NüsseCornflakes
MilchprodukteTraubenzucker
Äpfel, Beeren, OrangenLangkornreis

Grundsätzlich sind Kohlenhydrate der Energielieferant unseres Körpers. Als Makronährstoffe machen sie neben Eiweiß und Fett den größten Teil unserer Nahrung aus. Bei einem Verzicht auf Kohlenhydrate kann es sein, dass man über den Tag weniger Energie hat.

Gesunde Ernährung: Ist spät abends essen wirklich ungesund?

Mythos Nummer zwei: Wer spät abends isst, wird dick – das ist ein weitverbreiteter Grundsatz. Wer jedoch erst spät ins Bett geht, aber um 18 Uhr schon aufhört zu essen, führt seinem Körper zu wenig Energie zu, die er im Wachzustand eigentlich benötigt. Wie der Ernährungsberater Vincci Tsui dem Berliner Kurier sagte, könnte das auch zu nächtlichen Heißhungeratacken führen. Grundsätzlich sollte man dann essen, wenn man Hunger hat, denn dann braucht es der Körper. Das geht aus Beobachtungen der Ernährungswissenschaftlerinnen Evelyn Tribole und Elyse Resch zum intuitiven Essen hervor, wie die Techniker-Krankenkasse berichtet.

Ein aufgeschnittenes Brot.
Gesunde Ernährung: Vollkorn statt Weizen wählen. © Patrick Pleul/dpa

Auch verarbeitete Lebensmittel gelten allgemein als ungesund. Das lässt sich – ebenso wie bei Kohlenhydraten – nicht so einfach pauschalisieren, wie die Diabetespädagogin Marina Chaparro gegenüber dem Berliner Kurier sagt. „Verarbeitet“ bedeutet nur, dass ein Lebensmittel mit mindestens einer weiteren Zutat kombiniert oder irgendwie von seinem natürlichen Zustand verändert wurde, wie passierte Tomaten in Dosen. Auch Joghurt oder Vollkornbrot gelten als verarbeitet. Nur stark verarbeitete Lebensmittel wie Fertiggerichte und abgepacktes Brot sollten vermieden werden – sie haben nach Informationen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung eine geringe Nährstoff- und hohe Energiedichte und tragen zudem zu einer höheren Gewichtszunahme bei.

Mythen zur gesunden Ernährung: Obst nicht essen, wegen zu viel Zucker – ein Mythos?

Mythos Nummer vier: Obst enthält viel Zucker und sollte für eine gesunde Ernährung gemieden werden. Das ist wahr – sonst würde es nicht süß schmecken. Obst enthält neben Zucker aber auch Vitamine, Antioxidantien und Ballaststoffe. Der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zufolge sollte jeder Mensch demnach täglich Obst essen.

Wer etwas auf seine Ernährung achtet, kann auf verschiedene Weise etwas für seine Gesundheit tun – zum Beispiel Entzündungen hemmen, den Muskelaufbau fördern oder das Denken beeinflussen. Und wer Abnehmen möchte, kann das auch ohne Verzicht tun. (Lea-Sophie Mollus)

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