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Ein Mann liegt auf einer Massageliege.
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Massagen tun gut. In der Akupressur geht es darum, durch das Drücken bestimmter Akupressurpunkte Schmerzen zu lindern und andere positive Effekte im Körper hervorzurufen.

Modernes Nagelbrett

Entstressen und Blutdruck senken auf der Akupressurmatte? Welche Fakirmatten-Effekte bislang bestätigt sind

  • Juliane Gutmann
    VonJuliane Gutmann
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Endorphine freisetzen, Verspannungen lösen, Selbstheilungskräfte aktivieren: Ob Akupressurmatten halten, was sie versprechen, ist auch Gegenstand der Forschung.

In der chinesischen Medizin hat die Akupunktur eine lange Tradition. Dabei werden Akupunkturnadeln in bestimmte Hautpartien gestochen, was Blockaden im Energiefluss des Körpers lösen und auf diese Weise Muskulatur lockern, den Blutdruck regulieren, die Stimmung heben und Organe entspannen soll. Auch schmerzlindernde Wirkung wird der Akupunktur nachgesagt. Um den Bogen zur Akupressurmatte zu spannen: Bei der Akupressur handelt es sich um eine Methode, die eng mit der Akupunktur verwandt ist. Sie kommt allerdings ohne das Einbringen von Nadeln in die Haut aus. Durch das Aktivieren bestimmter Akupressurpunkte auf der Haut durch Druck sollen gesundheitsfördernde Effekte erzielt werden. Das Verfahren soll Akupressur-Anhängern und Anhängerinnen zufolge Körper und Geist entspannen, Stress abbauen, das Wohlbefinden steigern und körperliche Beschwerden lindern.

Die Hersteller von Akupressurmatten versprechen etwa die Linderung von Verspannungen, das Anregen der Durchblutung, das Aktivieren der Selbstheilungskräfte und das Abmildern von Migräne bis Schlafstörung durch Verwendung ihres Produkts. Dabei handelt es sich um eine ungefähr handtuchgroße Matte, die mit spitzen Noppen aus Hartplastik bestückt ist. In der Regel legt man sich auf dieses moderne Nagelbrett, dass auch als Fakirmatte bezeichnet wird. Hartgesottene stellen sich darauf.

Was sich eher nach Folter als nach wohltuendem Erlebnis anhört, schart eine nicht kleine Fangemeinde um sich. Die Studienlage lässt zwar noch keine umfangreiche Bewertung der Fakirmatten-Effekte zu, allerdings konnten Wissenschaftler/innen vor allem in einem Bereich einen Nutzen nachweisen.

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Nadelmatten gegen Rückenschmerzen: Nutzen in 40-Teilnehmer/innen-Studie nachgewiesen

So soll die Verwendung einer Akupressurmatte in Hinblick auf Nacken- und Rückensschmerzen tatsächlich Linderung bedeuten. Zu diesem Ergebnis kommt eine deutsch-norwegische Studie aus dem Jahr 2012. Die Wissenschaftler/innen um Claudia Hohmann vom Chair of Complementary and Integrative Medicine der Universität Duisburg-Essen hatten 40 Patienten/Patientinnen mit chronischen Nackenschmerzen und 42 Patienten mit chronischen Rückenschmerzen nach dem Zufallsprinzip entweder der Akupressur-Behandlungsgruppe oder der Kontrollgruppe zugeteilt. Nach 14 Tagen und nach Auswertung der Schmerzwerte, die die Probanden und Probandinnen anhand von Bewertungsskalen (NRS) einstuften, schlussfolgerten die Forscher/innen laut Studie: „Die NRS-Bewertungen waren in den Behandlungsgruppen im Vergleich zu den Kontrollgruppen signifikant reduziert“. Anzumerken ist allerdings, dass die deutsch-norwegische Untersuchung aufgrund der kleinen Studienteilnehmer/innen-Anzahl nicht als repräsentativ eingestuft werden kann.

Nancy Selfridge von der Ross University School of Medicine in Westindien, führt weitere Behandlungsfelder auf, bei welchen Akupressur Linderung verschaffen soll. So deuten klinische Studien der Mitarbeiterin der Abteilung für integrierte medizinische Ausbildung zufolge bei folgenden Beschwerdebildern an, dass Akupressur einen Nutzen haben kann:

  • Schmerzen (etwa Rücken-, Wehen- und Menstruationsschmerzen)
  • Müdigkeit
  • Schlaflosigkeit
  • diabetische Beschwerden wie gestörte Gesamtcholesterinwerte

(jg)

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