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Eisenmangel-Anämie: Anzeichen, Symptome und welche Ernährung dagegen helfen kann

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Von: Alina Schröder

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Eine Eisenmangelanämie ruft unter anderem Symptome wie Abgeschlagenheit und Müdigkeit hervor. (Symbolbild)
Eine Eisenmangelanämie ruft unter anderem Symptome wie Abgeschlagenheit und Müdigkeit hervor. (Symbolbild) © Daniel Vineyard/Imago

Wird der lebenswichtige Eisen-Bedarf im Körper nicht gedeckt, kann das eine Eisenmangelanämie zur Folge haben. Wie sich die Blutkrankheit äußert und was man tun kann.

Frankfurt – Eisen gehört neben Zink, Jod, Selen oder Kupfer zu den wichtigsten Spurenelementen unseres Körpers, da sie an lebensnotwendigen Prozessen beteiligt sind. Dazu zählt beispielsweise die Immunabwehr, der Stoffwechsel, der Knochenaufbau und die Blutbildung. Für letzteres ist Eisen unentbehrlich, was bedeutet, dass eine regelmäßige Aufnahme dringend erforderlich ist. Allein durch die Ernährung mit bestimmten Nahrungsmitteln kann der Bedarf eines Erwachsenen bereits gedeckt werden.

Ist der Bedarf an Eisen allerdings höher als die Aufnahme, spricht man von einem Eisenmangel. Dieser kann bei einer ärztlichen Untersuchung durch ein Blutbild festgestellt werden, äußert sich aber auch mit Symptomen wie zunehmende Blässe der Haut, Schwäche und anhaltende Müdigkeit. Darüber informiert das Fachportal MSD Manual. Ist der Eisenmangel enorm, hat dies eine Anämie (Blutarmut) zur Folge. Darunter versteht man eine Erkrankung, bei der die Zahl der roten Blutkörperchen sehr gering ist.

Eisenmangelanämie: Bestimmte Lebensmittel helfen, den Eisen-Speicher aufzufüllen

Eine Eisenmangelanämie entwickelt sich laut MSD Manual in der Regel langsam, bis schließlich auch die Eisenreserven des Körpers aufgebraucht sind. Großer Blutverlust, beispielsweise durch einen Unfall, eine Operation oder chronisches Nasenbluten, zählt zu den häufigsten Ursachen für die Bluterkrankung bei Erwachsenen. Blutungen im Magen-Darm-Trakt, ausgelöst durch eine Magenschleimhautentzündung oder Hämorrhoiden, können diese ebenfalls hervorrufen.

Eine dauerhaft eisenarme Ernährung kann darüber hinaus auch eine Rolle spielen. Die täglich empfohlene Eisen-Zufuhr beträgt laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für erwachsene Männer zehn Milligramm, Frauen 15 Milligramm und für Kinder acht bis 15 Milligramm. Wird diese nicht gedeckt, kommen zu den Symptomen des Eisenmangels bei einer daraus resultierenden Anämie schließlich noch Schwindel, Kurzatmigkeit sowie starkes Herzklopfen hinzu. Auch ist Informationen des MSD Manual zufolge eine Essstörung, der sogenannte Pikazismus, als Folge möglich. Bei dieser haben die Betroffenen abnorme Gelüste, beispielsweise auf Kalk, Erde oder Ton.

Eisenmangel: Welche Lebensmittel besonders viel Eisen enthalten

Um es nicht so weit kommen zu lassen, kann man mit gewöhnlichen Lebensmitteln den Speicher des Spurenelements aber schon rasch auffüllen:

LebensmittelMenge an Eisen pro 100g
Kreuzkümmel66,4 mg
Kurkuma41,4 mg
Blutwurst29,4 mg
Kalbsleber23 mg
Gänsefleisch19,69 mg
Sesam14,5 mg
Kaviar11,88 mg
Tintenfisch10,84 mg
Quelle: US Department of Agriculture (USDA)

Fehlendes Eisen im Blut: Das wird Betroffenen bei einer Eisenmangelanämie empfohlen

Wie aus den Daten zu entnehmen ist, weisen besonders tierische Lebensmittel einen hohen Eisenanteil auf. Aus diesem Grund wird besonders bei Menschen, die sich vegetarisch oder gar vegan ernähren, ein Eisenmangel festgestellt. Daher sollten diese darauf achten, dass ausreichend pflanzliche Lebensmittel mit höherem Eisenanteil auf dem Speiseplan stehen. Doch können auch Nahrungsergänzungsmittel im Zweifel zu einer optimalen Versorgung beitragen, wie der Lebensmittelverband informiert. Die Einnahme sollte allerdings zunächst ärztlich abgeklärt werden.

Viele Menschen gehen zudem fälschlicherweise davon aus, dass Spinat ebenfalls einen hohen Anteil an Eisen enthält. Das ist jedoch ein Irrtum. Wie die Akademie für Sport und Gesundheit aufklärt, wurde der Mythos von dem Physiologen Gustav von Bunge im Jahr 1890 ins Leben gerufen, indem er den Nährwert des Blattgemüses untersuchte. Dieser habe ganze 35 Milligramm pro 100 Gramm enthalten – doch dabei habe es sich um getrockneten Spinat gehandelt. In frischem und handelsüblichem Spinat werden demnach nur circa drei Milligramm pro 100 Gramm gefunden.

Eisenmangel-Anämie: Welche Lebensmittel helfen tatsächlich?

Um einem Eisenmangel und einer daraus resultierenden Eisenmangelanämie entgegenzuwirken, helfen aber auch mehrere Mengen an Nahrungsmitteln, die einen geringen Anteil an Eisen aufweisen. So kann der Speicher bereits gut gefüllt werden. Neben Spurenelementen sind Mineralien für wichtige Körperprozesse zuständig. Daher sollte auch ein Kalzium-Mangel und Magnesium-Mangel nicht unterschätzt werden. (asc)

Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten. Die Einnahme von Medikamenten oder auch Nahrungsergänzungsmitteln sollte vorher mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden.

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